Die erklärenden Zeremonien der Taufe

Die erklärenden Zeremonien

Damit die Gläubigen besser verstehen, was sich bei der Taufe abspielt, folgen drei erklärende Zeremonien: Die Salbung mit dem heiligen Chrisamöl, die Auflegung des weißen Taufkleides und die Entgegennahme der brennenden Kerze.
Die Salbung mit Chrisamöl – es Olivenöl, das mit einem Balsam vermischt ist und vom Bischof am Gründonnerstag in der Chrisammesse gesegnet wird. Es wird damit die Wirkung des Heiligen Geistes ausgedrückt – die Eingliederung des Getauften durch den Heiligen Geist. Der Getaufte hat damit Anteil an der priesterlichen, prophetischen und königlichen Sendung Christi. Der Getaufte hat Anteil am allgemeinen Priestertum Christi und soll Gott seine geistlichen Opfer bringen. Er soll Anteil am Opfer der Heilige Messe haben und Sakramente zu empfangen. Wie ein ,,Prophet“ soll er Christi Zeuge sein und seine Lehre durch Wort und Leben verkündigen. Der Getaufte hat Anteil an der königlichen Würde Christi und er hat das Recht auf das ewigen Königtum Christi und die Pflicht, andere für das Reich Gottes zu gewinnen.
Das weiße Kleid, das der Priester auf den Getauften legt, äußert symbolisch das neue Leben in der heilig machenden Gnade. Der heilige Apostel Paulus sagt: Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.(Gal 3,27). Wenn jemand sich ein königliches Gewand anzieht und im Theater die Rolle eines Königs spielt, so ist es nur ein Spiel. Aber Jesus Christus anzuziehen, bedeutet ein neues Leben empfangen – das Leben Christi. Das weiße Kleid soll das Kind an die Pflicht erinnern, die Taufgnade und die Reinheit der Seele zu bewahren. Auf dem Kleid kann der Name des Kindes und das Datum der Taufe sein. Jedes Kind soll sein eigenes Kleid haben.
Die brennende Kerze bedeutet das Licht des Glaubens. Bei der Taufe erstrahlt dieses Licht und wir sollen es hüten, damit es nicht erlischt. Der Priester zündet die Kerze an der Osterkerze an und reicht sie den Eltern oder den Taufpaten mit den Worten ,, Empfange das Licht Christi“ Der Empfang des Lichtes von der Osterkerze bedeutet, dass es gerade das Ostergeheimnis ist, aus dem die Taufe sein Kraft nimmt. Die Eltern und Taufpaten sollen im Getauften das Licht des Glauben bewahren, damit er mit der brennenden Kerze – nämlich mit lebendigem Glauben Christus entgegen gehen kann. Der Getaufte soll sein Leben lang im Licht des Glaubens erstrahlen. Jedes Kind soll seine eigene Kerze haben.
Es gibt noch eine Zeremonie, den sogenannten ,,Efatta- Ritus“ Der Priester betet, dass der Getaufte seine Ohren für das Hören des Wort Gottes öffne und mit seinem Munde das Wort Gottes verkünde. Dabei berührt der Priester die Ohren und den Mund des Getauften.

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