32.Sonntag A Mt 25,1-13

32.Sonntag A Mt 25,1.13
Das heutige Evangelium spricht von der Erwartung. Die Welt vor Christus, wartete auf den Messias, die Welt nach Christus lebt wieder in der Erwartung. Sie warteten auf die Ankunft des Messias, wir warten auf die zweite Ankunft von Christus und die Vollendung seiner Geheimnisse. Wir alle, warten oft auf etwas. Warten auf die Ankunft jemandes kann man auf verschiedene Art sein. Jemand erwartet einen anderen mit Liebe, der Andere mit Zorn. Jemand wartet auf jemand und deshalb macht er Ordnung in seiner Sachen. Er will seinen Gast in der gemütlichen Umgebung aufnehmen. Jemand wartet und langweilt sich. Der Nächste wartet und freut sich. Wir sehen, dass mit Bezugnahme auf unserer irdischen Wirklichkeit viele Arten der Erwartungen existieren. Jesus verwendet im heutigen Evangelium ein Bild aus den Hochzeit Sitten, die zur Zeit Jesu üblich war. Auf den Bräutigam wurde gewartet mit den brennenden Lampen. Die brennende Lampe, die die Nacht beleuchtete, stellte die Liebe dar mit der auf den Bräutigam gewartet wird. Im Orient finden die Hochzeiten in den abendlichen und nächtlichen Stunden statt. wenn die Luft ein bisschen abgekühlt ist. Die Brautjungfern warteten im Haus der Braut auf den Bräutigam, und dann begleiteten sie beide zum Mahl ins Haus des Bräutigams. Sie leuchteten unterwegs mit den Öllampen, weil damals keine Straßenbeleuchtung war. Die törichten Frauen leuchteten aber nicht, da sie kein Öl hatten. Über Tags hatten sie genug Zeit um sich das Öl zu kaufen, aber sie machten das nicht, obwohl sie viel Zeit dazu hätten. Das Öl in Lampen stellt das innerste Wesen des Christentum dar, das Leben im Heiligen Geist, das Leben in der heiligmachenden Gnade, die uns zu Freunden Gottes macht. Der heilige Karl Boromeus lehrt uns, dass ein Christ immer auf zwei Sachen vorbereitet sein soll: auf den Tod und auf die heilige Kommunion. Vieleicht das erste, wenigsten theoretisch, sehen wir ein, aber warum die heilige Kommunion? Der christliche Tod und die heilige Kommunion haben etwas gemeinsam. In beiden geht es um dasselbe. Um die Ankunft Jesu und um unsere Stellungnahme zu ihm. Als die Theresia von Lisieux von einer Schwester belehrte wurde. Theresia jetzt kommt der Tod antwortete sie. Für mich kommt nicht der Tod, sondern Herr Jesus. Im christlichen Tod und in der Heiligen Kommunion handelt sich um dasselbe. Um die Ankunft Jesu. Jesus kommt und wir sollen ihm entgegengehen. Dieses Gleichnis verdeutlicht die heutige Situation. Viele Christen sind nicht vorbereitet auf die Ankunft Jesu. Es ist wahr, dass sie anständige Menschen sein können. Aber innerlich sind sie nicht vorbereitet Jesus aufzunehmen. Ein indischer Mönch äußerte so die Wahrheit über das Christentum in Europa. Er erzählte von seinem Erlebnis. Ich saß am Ufer des Flusses und ich zog aus ihm einen Stein. Er war glatt, abgeschliffen durch Mengen der Wellen. Als ich ihn entzwei gebrochen hatte war er innen trocken. Das Wasser ist in ihm nicht durchgedrungen. So ist das mit vielen Menschen in Europa. Das Christentum ist bei ihnen nur auf der Oberfläche. Es ist nicht durchgedrungen in sie. Im Schloss einer adeligen Familie lebte ein Gärtner, der um alles sich kümmerte. Einmal kam dort ein Tourist der die Ordnung und Schönheit, die dort waren sehr bewunderte. Vom Gärtner erfuhr er, dass der Gärtner schon 24 Jahre um das Schloss sich kümmerte. Wann war der Schlossherr zum letzten Mal hier. Zirka vor 12 Jahren antwortete der Gärtner. Was für eine Ordnung hier ist. Als wenn der Herr schon morgen kommen sollte. Er kann schon heute kommen sagte der Gärtner. Seinen auch wir immer vorbereitet. Verschieben wir nicht unsere christlichen Pflichten, damit wir nicht so übrig bleiben wie die törichten Jungfrauen aus dem heutigen Evangelium.

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