Mk 8, 14-21

Dienstag 6.Woche im Jahreskreis

Ein junger Mann sagte: „Ich habe eine interessante Arbeit gehabt. Die Arbeit war mein Hobby. Eines Tages war folgende Situation eingetreten: Es sollten einige entlassen werden. Ich war sicher, dass es mich nicht betrifft. Doch am anderen Tag habe ich die Mitteilung bekommen, dass ich zu den Entlassenen gehöre. Diese Nachricht hat mich zutiefst erschüttert.“

Eine solche Angelegenheit, auch ein  Schmerz oder ein Unglück können unserer Innerstes schwer belasten. Das ist vergleichbar mit Mikroben, also kleine schädliche Bakterien im Körper, die unserer Gesundheit schaden. Unsere gute Laune ist weg und wir sehen alles negativ. Es gibt allerdings verschiedene Mikroben. Über einige freuen wir uns, denn sie bewirken, dass der Teig für unser Brot gut aufgeht und wir es knusprig backen können. Andere wiederum verderben das Essen.

Jesus warnt im heutigen Evangelium vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes. Er sagt: „Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Herodes.“ Sie aber machten sich Gedanken,weil sie kein Brot bei sich hatten. Ein Pharisäer ist ein Heuchler. Er zeigt sich von außen besser als er in seinem Inneren ist.

Jeder von uns weiß etwas besser als der andere. Ein alter Mann wohnte an einer Wegkreuzung. Die Leute fragten ihn immer wieder nach dem richtigen Weg. Er machte sich wichtig, weil er  die Wege kannte. Wie wenig genügt eigentlich zum Hochmut! Der Sauerteig des Herodes ist die Zusammenarbeit auch mit dem Feind und das zu seinem eigenen Gewinn. Ich diene nur jemanden, wenn ich davon etwas habe.

Ein Pfarrer erzählte die Geschichte seines Pfarrangehörigen namens Hans. Hans arbeitete in einem Betrieb für Holzbearbeitung. Der Pfarrer kannte die Arbeiter in diesem Betrieb. Dieser Betrieb hatte  nicht den besten Ruf. Deshalb sagte er zu Hans: „Passe dich nicht den unguten Sitten in diesem Betrieb an, auch wenn du Schwierigkeiten bekommst. Bewahre deine christliche Einstellung.“ Nach einem Jahr traf er sich mit ihm, und fragte ihn: „Machten dir die Arbeiter an deiner Arbeitsstelle das Leben schwer?“ Er antwortete: „Überhaupt nicht, ich haben ihnen  nicht gesagt, dass ich ein Christ bin.“ Der Pfarrer war ziemlich verblüfft, dass sein Pfarrangehörige sich so den Gegebenheiten anpasste.  Die sogenannten ,, heimlichen  Christen“ machen und sagen also nichts, womit sie   sich von den anderen unterscheiden. Der Geist des heutigen Evangelium ist gegen jeden Zerfall und jede Bosheit.

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