Fest der heiligen Familie C Lk 2,41-52

Fest der heiligen Familie 2015 – In der christlichen Familie ist Gott.

Einführung

Heute können wir gemeinsam über die christlichen Familien nachdenken. Stellen wir uns die Frage. Was ist eine christliche Familie? Das ist eine Familie, die in  christlicher Weise lebt, in der Christus lebt. Glauben sie, dass in allen christlichen Familien wirklich Christus lebt? Ich denke das nicht, weil in vielen christlichen Familien Christus nicht lebt. Zum Beispiel die Eheschließung in der Kirche ist in vielen Orten eher die Ausnahme, als die Regel.

Predigt

Die christliche Familie ist nicht nur Vater, Mutter, Kinder, die an Christus glauben. Viele Menschen glauben an Gott, sie glauben an Christus, aber ihr Leben ist sehr von der Lehre Jesu  entfernt. Manchmal sogar, sie leben gegen die Lehre Jesu. Die christliche Familie ist dort, wo Christus lebt. Praktisch das bedeutet, dass die christliche Familie die christlichen Werte entwickeln soll. Wenn in einer christlichen Familie Christus nicht anwesend ist, das zeigt sich auch praktisch. Zum Beispiel. Der Rückgang der priesterlichen Berufungen. Die Abnahme der Menschen in der Kirche. Das äußert sich in der Gesinnung, in den Ansichten. Die Familie muss die Anwesenheit Gottes  in ihrem tagtäglichen Leben erleben.

Die Familie beginn mit der Eheschließung. Christliche Eheleute. Sind sie sich dessen bewusst, dass Ihr Partner, ihre Partnerin für sie ein Gottes Geschenk ist? Vielleicht ja. Darum bemühten sie sich, damit sie dieses Geschenk gewinnen. Wenn Sie in ihrem Partner nicht ein Gottes Geschenk gesehen hätten, hätten Sie sich schwer entschieden mit ihm das ganze Leben zu leben. Der Mensch entdeckt die Gabe der Liebe, die ihn zur ausgewählten Person führt, zum Sakrament der Ehe. Die aufgenommen Gaben sind notwendig sich weiter zu entwickeln. Leider, viele, die in die Ehe mit dem  Bewusstsein hineingetreten sind, dass ihr Partner ein Gottes Geschenk ist, heute denken sie das nicht mehr. Einige sogar anstatt die Gabe Gottes zu  sehen,   in seinem Partner eher die  Strafe Gottes. Wechselte Gott das, was er als die Gabe gab, zur  Strafe? Eher wechselte sich der Blick des Menschen, der nicht sehen will, was er am Anfang sah. Wo ist der Fehler? Auf der Seite des Menschen, oder auf der Seite Gottes?  Gott muss nicht seine  Entscheidungen korrigieren.  Der Mensch aber, wenn er sich von Gott entfernt, braucht er immer und immer wieder eine Korrektur. Wenn sich zwei Menschen auf die Ehe vorbereiten, wie sie  zu einander lieb und  nachsichtig sind. Wie ist das nach einem Jahr, die Frau sagt zu ihrem Mann. Ich weiß nicht, ich war ein Dummkopf, als ich dich heiratete. Warum wechselt sich das menschliche Herz? Weil der Mensch hochmutig ist. Er denkt dass er Gott nicht braucht. Die christliche Familie, wenn sie in der Gnade Gottes wachsen soll, braucht Demut. Wenn der Mensch die Demut verliert, wenn er an dem anderen nichts Gutes finden kann, nur das Böse, ist  das ein Zeichen dessen, dass der Mensch sich von Gott entfern und in seinem Herzen die Liebe erlöscht. Der Mensch sieht an dem anderen  eher die schlechten Eigenschaften als die guten Eigenschaften. Die guten Eigenschaften  bei jemanden entdecken  ist wirklich eine Kunst, aber es ist notwendig. Wenn Gott den Menschen betrachtet, sucht er an ihm immer das was gut ist, und daran baut  er. Je mehr wir jemanden etwas  vorhalten, desto mehr wird sich der kritisierte Mensch  verschließen. Dort wo nur Kritik ist, ist keine Liebe. Und das ist der Zustand in vielen Ehen. Die Familie kann sich nur dann richtig entwickeln wenn die Mitglieder der Familie Gottes Blick aufeinander haben. Aber wenn der Mensch nicht mit Gott vereinigt ist,  wird es schwierig. Dann es ist fast unmöglich. Der heilige Joseph geriet in die Situation, als er sah, Maria  seine Liebe ist untreu gewesen. Joseph aber sucht die Antwort bei Gott. Er löst die Situation nicht nach seiner Laune. Er wusste, er muss warten und Gott antwortet ihm. Durch einen Engel sprach Gott zu ihm. Joseph, Sohn des Davids, fürchte dich nicht Maria deine Frau, zu dir zu nehmen, ,denn was Maria in ihrem Leib trägt, ist vom  Heiligen Geist, Mt. 1,20 Josef erlangte  Sicherheit. Gott ist mit ihm, Gott ist mit Maria. Und diese Sicherheit erlebten sie das ganze Leben lang.

Jeder Ehemann muss auf die Stimme Gottes offen sein, erkennen was Gott zu ihm sagt und durch ihn die Familie. Den heiligen Joseph titulieren wir mit dem Titel ,,Beschützer der Heiligen Familie“  Womit verdiente er diesen Titel? In wem war er ihr Beschützer? War er stark? Ja Joseph war ein Mann, aber ob er ausnahmweise stark war, das wissen wir nicht. Er sicherte seine Familie, finanziel aber sicher verdiente er nicht viel Geld. Nicht diese  Sachen waren wichtig. Wichtig war dass durch ihn Gott zu seiner Famielie sprach, Gott wachte über seine Familie. Als Herodes  Jesus als Knaben umbringen lassen wollte, sprach Gott durch den Engel zu Joseph. Maria respektierte was Gott zu ihr sagte, aber sie respektierte auch das was Gott sagte durch den heiligen Joseph. Und das ist das Beispiel, für unsere christlichen Familien. In der Einheit mit Gott zu leben, und in der Einheit miteinander zu leben.

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