3.Fastensonntag C Lk 13,1-9

3.Fastensonntag 2016 –  Ex 3,1-8

Einführung

Im heutigen Evangelium sagt Jesus: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Nur zwei Wege führen in den Himmel, der Weg der Schuldlosigkeit und der Weg der Buße. Das Problem liegt aber darin, dass viele Leute fest davon überzeugt sind, dass sie keine Sünde haben, und darum brauchen sie keine Buße. In Wirklichkeit hat aber jeder Mensch Sünden, auch wenn er noch so fromm ist. Wer sagt, dass er keine Sünde habe, der lügt sich einfach selbst an.

Predigt

Manche Menschen halten die vielen Katastrophen als Strafe Gottes.  Ähnlich war das auch im Alten  Testament. Warum wurde Sodom und Gomorrha vernichtet? Die Menschen dort  führten ein zügelloses und lasterhaftes Leben. Warum kam die Sintflut? Dort war das Problem ähnlich – die Leute sündigten. Diese Strafen Gottes sind eine Mahnung für die Menschen. Es werden die Menschen ganz dringend aufgefordert, ihr Leben zu ändern.  Jeder Sünde betrifft nicht nur einzelne Menschen, jeder Sünde hat auch eine  soziale Auswirkung. Viele Menschen sagen: „Ich mache nichts Schlechtes!“ Das stimmt durchaus. Aber dann fragen diese Menschen weiter: “ Warum leiden so viele unschuldige Menschen?“  Die Antwort ist einfach. Wir unternehmen nichts, damit das Böse nicht wirken kann. Mehrere Leute wehren sich und sagen: „Ich kann nichts dagegen machen!“ Der Mensch kann immer etwas machen. Wenn schon nichts  anderes, dann wenigstens protestieren und nicht schweigen, wenn man sieht, dass irgendwo etwas Übles getan wird.  Wenn ich mich gegen die Sünde in mir,  aber auch in der Welt nicht wehre, dann muss ich die Folgen der Sünde ertragen. Der Mensch muss den Mut haben, seine Stimme gegen das Böse zu erheben. Das ist äußerst wichtig.

Ungefähr vor einem Jahr war in einem Krankenhaus in der Slowakei ein Diebstahl geplant und knapp vor der Ausführung. Zwei Angestellte hörten davon und  hatten den Mut, darauf aufmerksam zu machen und riskierten dabei sogar, dass sie entlassen werden. Es ist aber nicht genug, nur auf die Sünden anderer aufmerksam zu machen. Das ist zwar sehr wichtig und notwendig. Man muss auch Buße für die eigenen Sünden tun. Was versteht man unter Buße? Buße ist nicht nur das Bekenntnis seiner Sünden in der Beichte, sondern vor allem die Entscheidung, sein Leben zu ändern.

Alle Menschen suchen nach Glück, manche aber auf einem Weg, der nicht dem Willen Gottes entspricht, also auf einem sündhaften Weg. Sie suchen also das Glück in unrichtiger Weise. Vielleicht hat ihnen niemand einen anderen Weg gezeigt, einen Werk, der zum wirklichen Glück führt. Das wirkliche Glück besteht keineswegs nur in materiellen Dingen.

Die Kirche fordert uns auf, wenigstens einmal im Jahr zur Beichte zu gehen. Viele Menschen machen das nicht. Und wenn wir fragen: „Warum nicht?“ Dann könnte man die Antwort vielleicht so formulieren: “ Es fällt ihnen schwer, ihr Leben zu ändern.“ Vielleicht plagen sie ab und zu Gewissensbisse, aber sie ändern ihr Leben trotzdem nicht. Sie haben viele Entschuldigungen zur Hand, wie: „Heute ist das ganz normal. Heute machen das alle Menschen so.“ Die Einstellungen anderer Menschen beeinflussen sehr. Es ist notwendig, zu wissen, dass man für sein eigenes  Leben verantwortlich ist.  Einmal werden wir alle vor Gott stehen, und uns  verantworten müssen für alle unsere Taten und Worte.  Wir sollten manchmal daran denken. Hier muss ich auch erwähnen, dass es eine Gruppe von Menschen gibt,  die sagen: „Gott ist die Liebe und er liebt die Menschen ohne Bedingungen, auch dann, wenn der Mensch sündigt.“ Weiters meinen sie: „Die Kirche sagt von niemandem, dass er in der Hölle sei.“ Aber Jesus sprach oft von der Hölle und sehr klar. Zum Beispiel sagte er über Judas: „Für diesen Menschen wäre besser, wenn er nicht geboren wäre.“ Menschen, die sehr betonen , dass Gott die Liebe ist, sollten nicht vergessen, dass Gott auch gerecht ist. Und gerecht bedeutet, dass er unsere gute Taten belohnen und unsere böse Taten bestrafen wird.

Was aber bedeutet: Gott barmherzig ist?  Das bedeutet, dass Gott uns die Möglichkeit gibt, unsere Sünden zu bereuen und Buße zu tun. Vergeben kann Gott uns nur dann,  wenn wir unsere Sünden wirklich bereuen. In den Wallfahrtsorten Lourdes, in La Salette, in Fatima, in Medugorje fordert die Gottesmutter Maria die Menschen nachdrücklich zur Buße auf. Gott will uns retten. Das kann er nur dann, wenn wir Buße tun.

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