Pfingsten A Joh 20,19-23

Pfingsten 2017- Die Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes

Einführung

Die Apostel sahen an den Wundern Jesu, dass er nicht aus menschlicher Kraft wirkte, sondern mit der Kraft Gottes. Nachdem Jesus auferstanden und zum Vater heimgekehrt war, ging diese Kraft Gottes nicht verloren. Sie wirkte weiter durch den Heiligen Geist.

Predigt

In einem Witz geht es um den Unterschied zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten: Herr Novak ging durch die Sahara. Plötzlich sah er einen Hubschrauber über seinem Kopf fliegen und aus einem Megaphon ertönte eine Stimme. Sie sagte: Was machen Sie hier? Herr Novak antwortete: Ich gehe bis zum Meer. Da hörte man wieder die Stimme aus dem Hubschrauber: Sind Sie verrückt? Das Meer ist von hier 800 km entfernt. Darauf Herr Novak: Meinen Herren, sagen Sie das dem Strand!

Vor zweitausend Jahren dachten viele Menschen, dass mit dem Tode Jesu alles zu Ende sei. Alles, was Jesus versprochen hatte, wurde nicht erfüllt. Das endgültiges Ende vermutete man, als Kaiser Vespasian mit seiner Heerschar heranzog, und die Stadt Jerusalem und den Tempel zerstörte. So sagten die Pessimisten.

Aber es war auch eine andere Gruppe von Menschen, die an Jesu Worte glaubten. Sie glaubten, dass sich  alles,  was Jesus gesagt hatte, verwirklichen wird. In diesen Menschen wirkte der Heilige Geist. Er tröstete sie. Der Heilige Geist erweckte in den Apostel das Bewusstsein, dass Gott den Menschen liebt. So hatten diese Menschen eine andere Perspektive und großen Optimismus.  Das Leben des Menschen wird nicht im Nichts enden. Der Mensch lebt nicht vergeblich. ,,Der Boden“, wo der Heilige Geist wirkt,  ist die Kirche. Darum spricht man im Glaubensbekenntnis folgende Worte: Ich glaube an den Heiligen Geist. Die heilige katholische Kirche. Die Kirche ist das Werk des Heiligen Geistes. In der Kirche wirkt der Heilige Geist. Aber auch das ist die Wahrheit, dass der Heilige Geist auch außerhalb der Kirche wirken kann.

Stellen wir uns nun folgende Frage: Wie konkret wirkt der Heilige Geist in uns? Der Heilige Geist befreit uns vom Egoismus und lässt uns die Liebe Gottes erkennen. Der Heilige Geist gibt dem Menschen eine neue Orientierung. Diese Orientierung richtet sich an Gott.  Das bedeutet aber nicht, dass der Mensch von allen Schwierigkeiten befreit ist. Solange der Mensch lebt, befindet er sich in einem Entwicklungsprozess.  Aus pädagogischer Erfahrung ist bekannt, dass in einer Klasse nicht alle Schüler gleich sind. Wir können sie in Gruppen einteilen. Ein Rabbiner sagte: Es gibt eine Gruppe von Schülern, die sind wie ein Trichter. Beim einen Ohr geht alles hinein und beim anderen wieder heraus.  Die zweite Gruppe von Schülern, die sind wie ein Sieb. Was gut ist, rinnt durch, und  was weggeworfen werden soll, das bleibt.  Das sind die Schüler, die sich die wichtigsten Information nicht merken, sondern nur das, was unbedeutend und nutzlos ist. Die dritte Gruppe ist wie ein Schwamm. Das sind die Schüler, die alle  Kenntnisse in sich aufsaugen.  Die vierte Gruppe sind diejenige, die unterscheiden können, was wichtig und wesentlich ist von dem, was unwichtig und unwesentlich ist. In der Schule des Lebens gibt es alle diese Formen. Manchmal nehmen wir Gottes Weisheit auf, ein andermal sind wir wie ein Trichter und wir merken uns nichts vom Wort Gottes. Dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unser Leben pessimistisch ist. Alles hängt davon ab, in welche Gruppe wir uns mit unseren Handlungen einordnen können. Durch die tägliche Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist können wir optimistisch sein.

Noch eine kurze Begebenheit: Ein Vater hatte zwei Söhne. An ihrem Geburtstag machte er ein Experiment. Dem einen Sohn,  der ein Pessimist war,  stellte er in  das Zimmer verschiedenes Spielzeug. Dem zweiten Sohn, der Optimist war, gab er ins Zimmer einen Kübel mit  Pferdemist. Als die Burschen aus der Schule kamen, war der Vater neugierig,  wie die Söhne reagieren werden. Der Pessimist saß bei seinem Spielzeug und weinte. Der Vater fragte ihn: Warum weinst du? Er antwortete: Alle meine Kameraden werden neidisch sein.  Außerdem werde ich zuerst die Anweisungen lernen müssen, damit ich mit dem Spielzeug spielen kann. Ich werde immer wieder Batterien brauchen und zum Schluss werden alle meine Spielzeuge kaputt werden. Der Vater ging ins Zimmer des anderen Sohnes, wo der Kübel mit dem Pferdemist war. Der Sohn ist vor Freude gesprungen und er sang ganz fröhlich ein Lied. Der Vater sagte:  Worüber freust du dich? Der Sohn antwortete: Wenn hier Pferdemist ist, dann müssen hier in der Nähe  Ponys sein.

Viel hängt von der  inneren Einstellung des Menschen ab, ob er  Optimist oder Pessimist ist. Wenn der Mensch Pessimist ist, kann er mit allem Möglichen beschenkt werden, er wird immer traurig bleiben.  Es ist wichtig , sich für das Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, damit man die richtige Richtung einschlagen kann.

Darum beten wir: Komm, Heiliger Geist und schenke  uns deinen Geist! Lege in uns  deinen Frieden! Hilf uns,  echte Christen zu werden, die vor Optimismus strahlen!

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