Erscheinung des Herrn Mt 2,1-12

Drei Könige – Suchen wir und entdecken wir Gott!

Einführung

Wonach sehnen wir uns? Was alles erfüllt unsere Herzen? Suchen wir in unserem Leben das, was richtig und nötig für unser Leben ist? In allen Bereichen des Lebens spricht man über die ,, Stars“, also über die Sterne, die leuchten oder wenigstens aufstrahlen. Junge Menschen hängen an den Wänden in ihrem Zimmer Fotos von ihren Stars auf und nehmen sie sich zum Vorbild, als Beispiel oder als Ideal. Allerdings ist das nicht lange die Realität, schon bald bleiben diese Stars nur noch in ihrer Erinnerung, weil neue Stars kommen und immer wieder neue.

Heute erinnern wir uns an den Stern der Könige oder Weisen aus dem Morgenland. Sie sollen daran erinnern, dass Gott bis ans Ende der Welt bedeutend ist.

Predigt

Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen – so fragten die drei Könige damals in Jerusalem. Diese Wörter haben wir im heutigen Evangelium gehört. Es sind in den Evangelien aber auch andere Wörter zu lesen. Im Johannesevangelium heißt es: Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Die Juden warteten auf den Messias und als er kam, da nahmen sie ihn nicht auf. Sie nahmen ihn aber auch dann nicht an, als er mit Taten und Wundern seine Gegenwart bewiesen hatte. Trotz all dem blieb seine Frohbotschaft nicht verborgen. Seine Lehre über die Wahrheit, über Friede und Liebe hat auch ihre Nachfolger gefunden – und hat auch heute noch Anhänger. Heute erinnern wir uns an die ersten Nachfolger. Das war nicht Herodes, nicht der Kaiser Augustus, noch die Priester aus Jerusalem, noch die Einwohner dieser Stadt. Es waren drei Weise aus dem Osten. Der Evangelist gibt nicht genau an, woher sie kamen. Sie sahen ein Zeichen, sie sahen einen Stern, der sie führte.

Die Bücher des Alten Testaments sprechen über Sterne. Zum Beispiel steht im Buch Numeri: Ich sehe ihn, aber nicht jetzt,  ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe:  Ein Stern geht in Jakob auf,  ein Zepter erhebt sich in Israel.  Oder im Buch Jesaja heißt es: Das Volk, das im Dunkel lebt,  sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen,  strahlt ein Licht auf. Und im 2. Petrusbrief ist zu lesen: Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden und ihr tut gut darDadurch an, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.

Die Weisen fürchteten nicht den weiten und unbekannten Weg. Herodes fürchtete, seinen Thron zu verlieren. Die Priester schwiegen über die Prophezeiungen, obwohl sie davon wussten. Die einen entdeckten die Wahrheit, die anderen haben gelogen. Die drei Könige beschenkten Jesus mit Gold,  Weihrauch und Myrrhe, anderen dachten darüber nach, wie sie Jesus um sein Leben bringen können.

Das heutige Evangelium  ist eine Herausforderung für den Menschen von heute. Sie sollen Gott suchen und ihn anbeten. Gott können wir entdecken, wenn wir in der Heiligen Schriften lesen, aber auch in den Sakramenten, hauptsächlich in der Eucharistie ist uns Gott ganz nah. Wir können Gott auch entdecken in der Kirche, in unseren Brüdern und Schwestern. Der Stern leuchtet auch heute. Wer Gott sucht, der wird ihn finden!

Eine Legende erzählt über vier Schatzsucher. Der erste fand Gold, weil er Gold suchte. Der zweite fand ein Schwert, weil er sich nach  Ruhm sehnte. Der dritte pflückte einen Apfel von einem verbotenen Baum, denn er sehnte sich nach einem ausschweifenden Leben. Der vierte war sehr vorsichtig, er nahm eine Fackel, die angezündet war, mit ihrer Hilfe fand er aus dem Labyrinth wieder glücklich heraus. Jeder fand das, was er finden wollte.

Das Leben ist wie ein Labyrinth, durch das wir gehen müssen. Ab und zu gehen wir den richtigen Weg, manchmal gehen wir aber auch in die Irre. Wir wollen aber nicht in die Irre gehen und darum sehnen wir uns nach dem Licht. Wenn wir das Licht finden – also Gott finden – fürchten wir nicht die Dunkelheit. Im Johannesevangelium sagt Jesus von sich selbst: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.

In der Vergangenheit orientierten sich die Seefahrer nach den Sternen. Wenn sie  Sterne sahen, hatten sie keine Angst. Wir brauchen auch Sterne in unserem Leben. Unser größte Stern ist Jesus. Er zeigt uns die richtige Richtung für unser Leben. Wir sollen uns dazu entscheiden, immer diesem Stern zu folgen wie die drei Weisen aus dem Osten. Wir sollen auch der ganzen Welt erzählen, dass wir Christus gefunden haben.

 

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