Wann unsere Liebe zu Gott unvollkommen ist?

Unsere Liebe ist unvollkommen, wenn wir Gott hauptsächlich darum lieben, weil wir  Gutes von ihm hoffen. Wie  die vollkommene so richtet  sich auch die  unvollkommene Liebe  nach dem Beweggrunde., aus welchem sie entspringt. Wie wir   schon  gehört haben, ist nur Gott  ein vollkommener   Beweggrund   unserer Liebe, weil er  allein alles, was  gut ist, in sich  vereinigt.  Wenn wir also Gott nicht wegen  seiner selbst , d.h.  wegen seiner  Güte in sich und gegen uns, sondern hauptsächlich  wegen  des Guten , das wir   von ihm  hoffen lieben  ist unsere  Liebe   unvollkommen. Oder  mit anderen Worten: Unsere Liebe ist unvollkommen; wenn nicht  Gott selbst oder seine Güte der erste  und  eigentliche  Antrieb   zur Liebe ist, sondern vielmehr  das  Gut, nach welchem  wir  uns  sehnen, und welches wir  durch  Gott  zu  erlangen   hoffen. Auch das Wort  ,, hauptsächlich“  dürfen wir  nicht übersehen. Wer die unvollkommene  Liebe  hat, der  liebt Gott hat, der Zuneigung  zu Gott, diese Gefühle  werden  in ihm  besonders rege, wenn er   die zahllosen   Wohltaten,die er  von Gott  empfängt, und das  bittere  Leiden   und  Sterben Jesu Christi  betrachtet. Allein diese  Liebe zu Gott ist schwach , nicht kräftig genug,  sein Herz von der  Sünde  losmachen und  zu  bewirken, dass er  allen  Versuchungen   widerstehe und  die  christlichen  Tugenden   übe,  dies  vermag   nur  der  Blick  auf den  Himmel , den  er hoff, oder auf die Hölle , die er  fürchtet. Damit  ihr  das Gesagte   besser  versteht, will ich euch zwei Menschen   vor Augen führen, von  denen  der Eine   die  vollkommene   und der   Andere   die   unvollkommene   Liebe hat. Den ersten nenne ich   ich Petrus den zweiten Paulus Beide  Petrus wie Paulus  lieben Gott Beide  üben  mit   Eifer die  christlichen Tugenden und haben den sehnlichsten Wunsch, einmal zu werden. Betrachten  wir aber jetzt  die Beweggründe, die Beide  zu  ihrem ganz  gleichen Verhalten haben. Petrus  dient Gott mit aller Treue  hauptsächlich deswegen, weil  ihm  der Wille Gottes   über   alles geht. Er hofft zwar  den  Himmel  für sein  Wohlverhlaten   zu empfangen  , und freut sich auf ihn, er denkt öfter    an die Hölle, und  zittert vor ihr. Er sagt vielmals . Wie konnte ich so  unsonnig sein und   mich  wegen eines   flüchtigen    Erdengutes   des  Himmels   berauben und  in  die  ewige  Verdammis  stürzen, gleichwohl,  würde er aber aber  auch  dann  Gott dienan, wenn er  keinen  Himmel zu erwarten  und keine Hölle  zu  befürchten   hätte.  Der  Gedanke   ,seinem  guten   Gott zu mißfallen, ihn zu beleidigen , ist  ihm  weit schrecklicher , als den  Himmel zu verlieren Anders ist Paulus gesinnt.Er wandelt auch  zwar auch  , wie ich schon bemerkt habe , den Weg  der göttlichen   Gnade und meidet  sorgfältig   jede  Sünde, allein der erste und vornehmste  Beweggrund , warum  er dieses   dieses tun, ist nicht   Gott, sondern das Gute ,das er  von  ihm für  sein Wohlverhalten   erwartet. Er  denkt. Wenn ich  Gott  diene,  so werde ich   in den Himmel  kommen, wenn ich   ihm nicht diene , würde ich   verdammt  werden, ich muss also Gott  dienen , damit ich   mein ewiges   Ziel   erreiche. Er  sieht  zwar  von  Gott  nicht völlig   ab, er ist nicht  völlig   ab, er ist nicht , wie ein Sklave, der kein  Fünkchen der Liebe zu seinem   Herrn   hat, und  nur  deswegen ihm  dient, weil er Schläge  fürchtet, die Betrachtung dass Gott  ein  so unendlich vollkommenes  , liebenswürdiges  Gut ist, und dass er  uns so viel  Wohltaten  erweist, das ist für ihn nicht so wichtig. An diesem Beispiel sehen wir, was die vollkommene und unvollkommene Liebe ist. Aber es ist noch wenig,wenn wir   bloß wissen ,was die   vollkommene  und  unvollkommene Liebe  ist. Die Hauptsache  bleibt  immer, dass wir Gott  wirklich  , wenn nicht  vollkommen   doch  wenigstens   unvollkommen  lieben. Wer  Gott nicht wenigstens  unvollkommen liebt, kann nicht  selig werden. Wer  nicht  liebt   schreibt deshalb  der Apostel, der  bleibt   im Tode.1. Joh 3, 14. Er sei also  unser ernstens Bestreben Gott wahrhaft zu lieben. Da  uns Gott diese große Tugend  der Liebe  bei der Taufe   eingegossen hat. Lieben wir  Gott so viel  als  möglich ist. Wie sollen wir einen Gott ,der  alles  alles, was  gut , was  schön  ist,  in einem  unendlichemn  Maße ist, der die Liebe  selbst ist, nicht  vom  ganzen Herzen lieben? Ja lieben wir Gott von ganzem Herzen und über alles, weil du bist  das höchste  ,liebenswürdigste Gut, und wir sind bereit   eher alles  zu verlieren  , als dich zu beleidigen.

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