3.Sonntag der Osterzeit C Joh 21, 1-19

Dritter Ostersonntag 2019

Einführung

Als nach dem Rücktritt des Papstes Benedikt XVI, sollte die Wahl seines Nachfolger, die Kardinäle, bevor  sie  das  Konklave betraten, entschieden sich ein paar Tage widmen den Zusammen Treffen in denen würden sie klar stellen, wie sollte der neue Papst aussehen, welche  Eigenschaften  sollte er  haben. Und es war richtig was  sie taten.

Predigt

Heute  in der Geschäftswelt wird  die Führungsposition  sehr ernst   genommen, denn die Zukunft  der Institution  hängt  von seinen Fähigkeiten uns Qualitäten ab, die er führt. Wenn dies  in der  Geschäftswelt  gilt. muss  es  auch  für die  katholische Kirche  gelten. Das heutige  Evangelium  spricht  genau darüber. Die Frage, die das Evangelium löst ist. Wer kann  an der Spitze einer  Institution wie  der  Kirche  stehen. Die Antwort, die  sich  aus dem Evangelium ergibt,  kann  überraschend  sein. Nur  ein Sünder  kann  an der Spitze  der Kirche stehen. Wenn  diese Antwort  sie überrascht  hat  und ihnen nicht gefällt, schauen  wir  uns  das Profil  dessen, den Jesus an die Spitze der Kirche bestimmte/ernannte/. Es war  der  Apostel  Petrus,  der   ihn  nach  Judas  am meisten verriet. Warum?  Hatte Jesus nicht  unter den Aposteln  jemanden  fähiger? Meiner Meinung nach, er hatte nicht. Petrus war für dieses Amt, am fähigsten. Nicht darum, weil  er  so tief   gefallen  ist, sondern darum dass er  aus seinem Fall /Sturz/ aufstand und er war  fähig   von ihm   viel  lernen. Sein  Sturz  machte ihn  nicht  nur demütiger, sondern gab  ihm  die Fähigkeit, die Sünder  besser zu verstehen, mit ihnen  zu spüren, mit ihnen geduldig zu  sein. Und die anderen Apostel? Waren sie besser, oder schlechter als Petrus? Jeder von  ihnen  hat  Jesus  auf solche oder auf  andere Weise, in seinem schwierigen  Moment  verraten. Und das ist der Grund, warum auch sie  nach ihrem Aufstehen aus den Sünden auf der Stirn der kleineren Gemeinschaften gestellt wurden. So ist im heutigen Evangelium das Kriterium andeuten, das  von diejenigen  erfüllt  werden sollte, die  an der Spitze  der Spitze  der christlichen Gemeinschaft  stehen. Sie sollen reuige  Sünder sein. Das Wort reuig unterstreichen wir. Denn wir haben drei Gruppen von  Sündern.1. Sünder, die  stolz  auf  ihre  Sünde sind. 2. Sünder, die ihre Sünde leugnen, 3. Bußfertige Sünder. Schauen wir  an jeden einzeln. Die Sünder, die stolz auf ihre Sünde sind, diejenige sind, die wissen, dass sie  Sünde  begehen, aber  für sie  sind ihre Sünden akzeptabel. Ihre Sünden  stören sie nicht.Diese sind nicht  für Führer geeignet. Wenn sie  an der Spitze der Gemeinschaft stehen, dann sie sind keine Führer, sondern Verführer. Dann haben wir Menschen, die Sünder sind, aber  äußerlich  Heilige spielen. Mensche dieses Typs beschriebt Dostojewskij in seinem Werk ,,Idiot“. Die Gäste  auf der Geburtstagsfeier beschlossen sich  verraten öffentlich  die Tat, die sie  für  die schlechtesten  hielten. Obwohl sie sind übereingekommen, dass sie aufrichtig werden und nicht lügen werden. Aber nach einer Weile war klar, dass  niemand  unter ihnen ist, wer  die schlimmste Tat seines  Lebens   öffentlich bekennen bereitwillig wäre. Einer gestand  zum unschuldigen Diebstahl.Andere sprachen über  irrelevante  Dinge  und eher rechtfertigen ihre Handlungen. Es gibt nur wenige  Menschen auf der Welt, die bereit wären, sich  öffentlich  ihre Sünden zu bekennen.Aber die Tatsache, dass die Gemeinschaft das zu  einem Spiel gemacht hat, es zeigt  wie leicht  für sie war, die Wahrheit  über sich  selbst zu ignorieren und so verschleiern  den Unterschied  zwischen der Realität und  der Täuschung. Das ähnelt vielen von uns. Unser  ganzes Leben lang  spielen wir  ein Spiel, in dem wir  nicht nur  andere, sondern auch uns selbst betrügen. Wir versuchen uns einreden, dass wir eigentlich keine Sünder sind, wir  können  alle unsren schlechten Taten rechtfertigen. Selbst  solche  Leute  passen nicht   zur Stirne. Denn sie  leben nicht und wollen  nicht  in der Wahrheit  leben. Sie sind  nicht daran  interessiert  in der Wahrheit zu leben. Und  unter  ihrer  Führung   wird niemand wachsen. Denn den Führer, der in der Verstellung lebt, wird niemand  ernst nehmen. Nur Petrus, der die dritte Gruppe  von  Sündern vertritt, kann  an  der Spitze  sein. Er weißt, dass  er sein Sünder  ist, und  er  gibt zu, dass er  ein Sünder ist. Weil er weißt, wie leicht kann er sündigen, deshalb ist er ständig auf Draht. Petrus und ihm ähnlichen charakterisiert treffend das Gebet, das  einige  Jahrhunderte  später  Philipp  von Neri gebetet hat. Herr, halte Philipp denn  Philipp  wird dich verraten.Eine  Person dieser  Art  ist demütig, wird  eine  große  Hilfe  für  die  Menschen sein, die er führt. Ihre  Sündhaftigkeit wird er  zwar  verstehen aber nicht genehmigen. Er wird wissen ihnen zu helfen  auf dem Weg aus der Sünde weg.

Lass  uns zum  Anfang zurückgehen. Die Kardinäle  nachdem sie diskutierten  über das Profil  des zukünftigen Papstes traten dann  in das Konklave und sie  gewählten  Jorge Bergoglia  den Papst Franziskus.Gut oder  schlecht gewählt haben? Wer die Äußerungen von Papst Franziskus liest weißt, dass er  sich selbst oft als  Sünder  bezeichnet. Der Papst hat es  viele Male  gesagt. Jesuit Antonio Spadaro machte  2013 ein Interview mit Papst  Franziskus  für die Zeitschrift  .. La   Civita Cattolica“. Pater Sparado schreibt.  Die  erste  Frage, die ich ihm stellen wollte, habe ich vorher vorbereitet. Ich beschloss plötzlich  ihm  eine Frage  zu stellen, die mir  gerade  einfiel. Wer  ist  Jorge  Maria  Bergoglio.  Der Papst  sieht mich still an und sagt. Ich bin ein Sünder. Das ist  meine genauste  Definition. Papst Franziskus definiert  sich  als Sünder und genügt deshalb den Kriterien des heutigen Evangeliums.  Und das ist vielleicht auch der Grund  warum er so gut versteht der Gottes Barmherzigkeit. Wie charakterisieren  wir uns? In welche Gruppe von Sünder würden wir uns einreihen?

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