Dreifaltigkeitssontag C Joh 16, 12-16

Dreifaltigkeitssonntag 2019

Einführung

Noch vieles habe  ich euch zu sagen, aber  ihr könnt  es  jetzt nicht  tragen. Wenn aber  jener der Geist  der Wahrheit gekommen ist, wir er euch  in die ganze Wahrheit  leiten. Alles was der Vater hat, ist mein, darum sagte ich, dass er von dem Meinen  empfängt und  euch  verkündigen wird. In diesem kurzen Ausschnitt werden alle drei göttlichen Personen erwähnt.

Predigt

Vielleicht  bekannter Text über die Dreifaltigkeit ist: Geht nun hin und macht alle Nationen  zu Jüngern  und tauft sie  auf den Namen des Vaters  und des Sohnes   und des Heiligen Geistes.Mt 28,19. Die Erscheinung der Heiligen Dreifaltigkeit beschreibt auch die Taufe von Jesus.Und sogleich als  er  aus dem Wasser  heraufstieg, sah er  die  Himmel  sich teilen und den Geist wie  eine Taube  auf  ihn hernieder fahren. Und  eine Stimme erging  aus  den Himmeln.  Du  bist  mein geliebter Sohn, an dir habe  ich Wohlgefallen gefunden. Mr 1,10-11.

Der dreieinige Gott ist für uns schwer begreiflich. Viel besser verstehen wir dieses Geheimnis mit dem Herzen, als mit der Vernunften. Das zeigt auch die nächste Situation. Eine Katechetin fragte in der Schule ein Mädchen. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott und der Heilige Geist ist Gott. Wie ist das möglich? Das Mädchen dachte eine Weile und dann sagte. Ich denke. Gott ist der Nachname. Die Kinder weisen manchmal in ihrer Einfachheit die Sachen benenn, wozu wir Erwachsenen komplizierte Definitionen suchen. Können wir uns Gott wie eine Familie vorzustellen? Der heilige Papst Johannes Paulus II in einer seine Ansprache erklärt das Geheimnis der Dreifaltigkeit, Gott in seinem tiefsten Geheimnis kein Einzelner ist, sondern die Familie, weil er in sich Vaterschaft, Sohn schaft  und das Wesen der Familie hat, das die Liebe ist. Nehmen wir wahr, dass der Papst  von Dreifaltigkeit spricht nicht als ob  sie  die Familie wäre. Er sagte. Gott ist die Familie, Gemeinschaft. Vorstellen sich die Heiligsten Dreifaltigkeit als die göttliche Familie ist überhaupt keine neue theologische  Gedanke. Verschiedene Erklärungen der Beziehungen  der Liebe  in Dreifaltigkeit, mir der Hilfe der Beziehungen  in der menschlichen Familie finden wir schon bei  antiken geistlichen Schriftsteller und und Kirchen Vätern. Diese sagten. Der Vater der Familie ist wie Gott Vater, die Mutter der Familie ist wie Gott Sohn. und so wie der Mann und Frau lieben sich einander und aus ihrer gemeinsamen Liebe entstehen die Kinder, so auch der Liebe der Vater und des Sohnes von Ewigkeit,, entsteht“ der Heilige Geist. Die Kirchen Väter  ließen uns auch die andere Erklärung hinter. Der Vater der Familie, das ist der himmlische Vater. Die Kinder sind  Gottes Sohn und die Mutter die Familie vereinigt, vergleichen zum Heiligen Geist. Das würde der hebräischen Benennung des Geistes  entsprechen, der  femininen Form hat ,, Ruah“. Es ist nicht wesentlich, welches aus diesen Bilder zutreffender die Dreifaltigkeit charakterisiert, weil die menschliche Familie nur das Bild ist, symbolischen Äußerung der Beziehungen  in Göttlichen Dreifaltigkeit, und nie kann ins Volle göttliche Vollkommenheit wiederspiegeln. Viele Theologen bemühten sich das Geheimnis der Dreifaltigkeit durch die genaue, komplizierte theologische Sprache äußern. Nicht immer es ist ihnen gelungen  und so entstanden in der Geschichte der Kirche viele geirrte Theorie/Lehre/ und Irrtume. Das verzweifeln die Bedeutung  der Bemühung der Theologen nicht, aber es deutet die Grenzen ihrer Untersuchung. Doch auch die lebendige Person/den Menschen/ können wir nicht   in die Lehrsätzen einzupacken und denken, dass wir diesen Menschen wirklich kennen, desto weniger können wir das  machen, wenn es sich um Gott handeln. Jede Person erkennen wir nur durch persönliche Begegnung und das gilt auch für die Heiligsten Dreifaltigkeit. Das  heutige Fest soll uns ermutigen, damit wir uns nach der Begegnung   mit dem  Vater und mit dem Sohn und mit dem Heiligen Geist sehnen. Sicher kennen sie die Begebenheit aus dem Leben des heiligen Thomas von Aquino, der sich lange und ausführlich mit dem Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit beschäftigte. Einmal hatte er bei der heilige Messe ein mystisches Erlebnis, bei dem er die göttliche Liebe erlebte. Nach diesem Erlebnis wollte er alle seine Schriften materiale verbrennen, und nannte sie/das/, dass er  leeres Stroh  drischt. Ähnliche Erfahrung hatte auch  ein Priester. Er ist schon alt. Am Fest der Dreifaltigkeit steigt er auf den Predigstuhl hinauf und beginnt zu predigen.  Liebe Gläubigen. Das Geheimnis der Dreifaltigkeit, hat mich fast beerdigen, Ich bin ein Priester und überhaupt verstehe ich nicht dieses Geheimnis. Ich weiss nicht ob ich euch etwas  über dieses Geheimnis sagen werde. Als ich noch jung war, habe ich mich entschlossen  dass ich vom  Dreifaltigkeit ein Buch schreiben werde. Ich wollte berühmt sein. Ich wollte, dass die anderen Priester mich in ihren Predigten zitieren. Ich habe viel gelesen. Ich begann mit der Lehre,, Perechorese“über die  Durchdringung drei göttlichen Personen. Und je mehr ich davon wusste, desto mehr ich davon sprach, desto weniger Menschen mich verstanden. Später kam ich darauf, warum war das so. Weil wir darüber sprechen, was wir durchgelesen, und nicht darüber was wir erlebten, was wir leben. Ich habe nicht bemerkt, als ich zum ersten Mal auf/über/ meine Gläubigen nörgel begann.Ich regte mich auf, wenn sie mich aufmerksam machte, dass sie mich nicht verstehen. Ich sah die Fehler bei ihnen, dass sie meine Bücher nicht studieren. Ich ersuchte um die Versetzung in die andere Pfarrei. Dort aber war das dasselbe. Als mir Herr Bischof zuredete, fühlte ich mich beleidigt, und ich wollte aus dem Priestertum hinaustreten /weggehen/. Zum Glück kam einmal auf die Pfarre ein Mensch. Ich bot ihm eine Tasse Kaffee mit Butter Brot und  ich schüttete mich ihm aus. Er sagte zu mir. Sie sind ein unglücklicher Priester, weil sie  von Gott nachdenken, reden, aber sie suchen Gott in den Menschen nicht. Im Gegenteil. Sie wollen, dass die Menschen Gott über sie suchen. Ich wollte ihm sagen. Was erlauben sie das! Aber der Mann setzte fort.  Auch ich dachte über Dreifaltigkeit nach. Und ich bin auf eines gekommen. Mein Vater liebte meine Mutter, und meine Mutter liebte meinen Vater und mich. Und ich liebte Vater und Mutter. Und die Liebe, die wir uns gaben , die ist  ähnlich wie die Dreifaltigkeit. Es wäre nicht genügen, wenn wir über die Liebe nur gesprochen hätten. Wir gaben uns die Liebe gegenseitig. Ich dachte, diesen Menschen schickte mir selbst Gott. Ich habe die Menschen abgebetet, weil ich mir dessen bewusst wurde, dass ich den Mensche  weh getan hatte. Ich habe begriffen, dass meine theoretische Erkenntnisse nicht genügen. Notwendig sind die Taten der Liebe. Und deshalb ist für mich das Fest der Dreifaltigkeit der Tag der Busse. Beten sie für mich, damit ich vom Weg der Liebe nicht abschweife. Und verzeihen sie mir. Amen. Nach der Predigt, wurde in der Kirche ganz still. Der alter Priester, war nicht mehr  ein langweiliger Pfarrer. Er wurde der Zeuge, der begriff, dass die Geheimnisse Gottes nicht genügt ist aus den Büchern zu erkennen, sondern, vor allem durch die Taten der Liebe. 

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