22. Sonntag im Jahreskreis – C Lk 14, 1.7-14

Einführung:

Im heutigen Evangelium ist die Rede davon, dass Jesus in ein Haus eines Pharisäers hereinkam und beobachtete, wie die geladenen Gäste die besten Sitzplätze sich ausgesucht hatten. Die erste Lesung aus dem buch Ekklesiastikus unterstützen das Evangelium, wo wir lesen: „Um was du höher gestellt bist, um so mehr sei demütig und du findest die Gnade bei Gott.“

 

Predigt:

Erzählen wir uns was über den Stolz. Der Stolz ist ein erstes Problem. Ein so ernstes Problem, dass sogar die Heilige Schrift und die Tradition davon überzeugt sind, dass der Stolz der Grund aller Sünden ist.  Siehe: Ekkl 9,15. Die katholische Tradition kennt die Reihenfolge der sieben Hauptsünden, und die erste davon ist gerade der Stolz. Der Stolz hat also einen prominenten Platz. Manche sagen, dass ein stolzer Mensch ist ein praktizierender Atheist. Ein praktizierender Atheist ein schlechter ein theoretischer Atheist. Der theoretische Atheist leugnet die Existenz Gottes ab. Der praktizierender Atheist jedoch verleugnet die Existenz Gottes nicht ab, aber er lebt ohne Gott im üblichen Leben. Damit beweist er, dass er Gott gar nicht braucht. Wenn er Gott nicht braucht, bracht er auch die Menschen nicht. Die stolzen Menschen haben große Schwierigkeiten mit dem Aufbau der Beziehungen zu den Menschen und zu Gott überhaupt. Ein Paradoxon ist, dass der stolze Mensch sich vor den Menschen und auch vor Gott nicht verschließt. Er ist davon überzeugt, dass ihm Gott und die Menschen brauchen. Was ist der Grund des Stolzes? Es ist ein Gefühl einer bestimmten Größe. Ein Charakterzug der Stolzes sind Eitelkeit und Selbstgefälligkeit. Beide haben in sich zwei Sachen: 1. Hemmungslose Sehnsucht die eigene Vollkommenheit zu präsentieren und 2. Hemmungsloser Bedarf  der Anerkennung des eigenen Tuns. Zu den weiteren Problemen des Stolzes ist jener, dass der Mensch gar nicht weis, dass er im Stolz sich befindet. Der stolz kann den Mensch täuschen durch viele Gesichter der Demut. Das eigentliche Gesicht, sehen jedoch die anderen. So wie Jesus den Stolz enthüllt hat im heutigen Evangelium. Wenn ein stolzer Mensch seinen Zustand erkenn würde, welcher Mitteln kann er sich bedienen, dass er sich damit helfen kann, seinen eigenen Stolz zu überwinden? Er erwähne vier. 1. Beginne dich auf die Vorsehung Gottes zu verlassen. Das bedeutet, dass du den Gott als den Herrn über die Welt und Geschichte siehst. Und der Alles fest in seinen Händen hält, somit auch dich. Was Gott von dir verlangt ist die Treue im seinen Dienst. 2. Höre den anderen mit Respekt zu. Also auch andere haben andere Ansichten, als nur die deinen eigenen. Und wenn du dich selbst des Öfteren betrügst ist es gut auch von der anderen Seite die Rückkoppelung auf deine Person zu hören. Bei dem muss man acht geben auf die eine große Versuchung: auf den Selbstschutz, die Selbstverteidigung. 3. Gebe zu, dass du das Heil Christi benötigst. Es klingt als Paradoxon, dass die meisten praktizierenden Christen überzeugt sind, dass sie Heil Christi nicht benötigen. Ein Mensch, der von einer bestimmten Abhängigkeit therapiert wurde, war überrascht, als ihn der Priester aufforderte, dass er sich vom Heiligen Geist im Gebet die Erkenntnis seiner Fehler des Charakter erbitten möge. Er war sehr überrascht, dass auch er etwaige Fehler seines eigenen Charakters hätte. Danach hat er erkannt, dass sein aller größter Fehler des Charakters, jener war, der den Zugang der Gnade Gottes in sein Inneres blockierte – der Stolz. 4. Bekenne, dass du Unterstützung und Hilfe von anderen Menschen brauchst. Das Alles benötigt, dass du anerkennst die Gnaden und Gaben der anderen Menschen. Auch ein Ansuchen der anderen Menschen um ihre Hilfe ist auch vonnöten, damit du ihnen zeigst, dass deine Kräfte auf alles nicht reichen. Kurz um, damit gibst du den anderen ein Signal, dass du auch von wo anders Hilfe und Unterstützung benötigst.

Beten wir gemeinsam:

Herr, ich möchte ein Mensch der Demut sein. Der Stolz gibt mir nichts. Im Gegenteil: er bringt mich um Alles.  Er macht noch auch außergewöhnlich einsam. Gib mit Demut, die der Weg zu Dir, zu den Menschen und auch zu mir selber ist. Amen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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