Dienstag der 1.Fastenwoche Mt 6,7-15

Jesus, der seinen Aposteln sagte, wie sollen sie beten, er sei mit euch.

Vater und Mutter sind am großzügigsten, wenn es um ihren Sohn oder ihre Tochter geht. Und jetzt verstehen wir besser das Ereignis, in dem Jesus die Apostel berät, wenn sie ihn fragen: „Herr, lehre uns zu beten, wie Johannes seine Jünger lehrte. Er sagte zu ihnen: „Wenn du betest, sag: Vater, heilige …“ (Lk 11,1-2).

Jesus, du hast oft und viel  zum Vater gebetet. Herr, erbarme dich unser.

Du willst unser Mittler beim Vater sein. Christus, erbarme dich unser.

Du schenkst Erbarmen den Barmherzigen. Herr, erbarme dich unser.

Hier ist ein großer Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Bis dahin war es Gott, Jahwe, der schrecklich, majestätisch und für den Menschen unerreichbar war. Deshalb kam Jesus auf die Erde, damit jeder Mensch dieser Erde durch seinen Glauben ein Kind Gottes werden konnte. Wenn Sie mit Gott sprechen möchten, machen Sie sich zu einem Sohn, der Tochter des himmlischen Vaters. Dann bitten Sie als Sohn und Tochter von Gott, was Sie brauchen. Ich weiß, dass wir alle geschickt genug sind, um unsere Bitten an Gott zu formulieren, aber keiner von uns hätte den Mut, von Gott zu bitten, was Bruder Christus uns rät: Gott, sei mein Vater! Bitten und empfangen Sie vom Vater.

Was kann man von Gott verlangen? Was macht Gott zum größten reichen Mann? Das Leben Gottes ist das Leben der Dreifaltigkeit. Und der himmlische Vater erlebt seine Freude und sein Glück durch den Heiligen Geist in seinem Sohn. Andererseits erlebt der Sohn seine Freude und sein Glück, die Fülle seines Lebens durch den Heiligen Geist in seinem Vater. Der Heilige Geist erlebt seine Freude und sein Glück im Vater und im Sohn. Woran ist Gott also reich? Gott ist der größte Reiche im Besitz des Lebens. Gott besitzt die Fülle der Freude und des Sinns des Lebens. Deshalb sagt uns Jesus, dass wenn wir mit dem himmlischen Vater sprechen, um ihm zu sagen – Vater – und zu ihm kommen, um diese Fülle des Lebens zu erforschen. Er zeigt auf die Väter des Volkes: „… gibt es einen Mann unter euch, der dem Sohn einen Stein geben würde, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er einen Fisch bittet oder ihm eine Schlange gab? Wenn du also, obwohl böse, deinen Kindern gute Gaben geben kannst, wie früh wird dein Vater, der im Himmel ist, ihnen gute Dinge geben, um die sie ihn bitten “(Mt 7,9-11).

Deshalb möchte Jesus, dass wir durch den Heiligen Geist mit dem Leben der Fülle, des Sinnes und des Glücks der Heiligen Dreifaltigkeit verbunden werden. Wer als sein Sohn oder seine Tochter vor dem himmlischen Vater steht und bittet, der wird vom himmlischen Vater nicht verstoßen. Fragen wir nicht nach alltäglichen Details des menschlichen Lebens, sondern nach der Verbindung des menschlichen Lebens mit dem Leben Gottes. Sudhar Sing soll der Mann sein, der jetzt im 20. Jahrhundert lebt, als ob nicht hier auf Erden, sondern in der Ewigkeit. Er sagt: Für alles, was ich habe, kann ich dem Gebet danken. Er verbringt mehr Stunden am Tag damit, mit dem himmlischen Vater zu sprechen. Er liest täglich die Heilige Schrift. Sein Motto lautet: Mit Gott reden und wieder mit Gott reden! Sudhar Sing vergleicht das Gebet mit dem Vogelflug: Jedes Objekt, das sich in der Luft befindet, wird von der Anziehungskraft der Erde angezogen, einschließlich des Vogels. Der Vogel überwindet die Anziehungskraft der Erde, indem er mit den Flügeln schlägt. Wenn wir seine Flügel abschneiden, fällt er zu Boden. Was Flügel für einen Vogel sind, ist ein Gebet für den Menschen. Das Gebet eines Menschen steigt immer höher. Es verbindet den Menschen mit dem Leben der Heiligen Dreifaltigkeit. Durch das Gebet kann man das große Wunder Gottes selbst in seinem Leben erleben.

Wenn Sudhar Sing die Erfahrung eines Mannes vergleichen möchte, der mit Gott spricht, vergleicht er sie mit seiner Erfahrung, einen sechstausend Meter hohen Hügel im Himalaya bestiegen zu haben. Sie sagt: – Der Sturm hat gewütet. Blitz und Donner. Ich dachte, sie würden mich erschlagen, aber ich sah, dass Blitz und Sturm unter meinen Füßen waren. In dieser Höhe bin ich vor dem Sturm sicher. Und das ist meine Gebetskraft. Er wird den Menschen über die Macht der Sünde, die Wut des Bösen, die Gewissheit des Friedens Gottes selbst bringen. Für seine Überzeugung waren sie in einem Verlies eingesperrt und gaben ihm kein Essen und Trinken. Er sagt: – Im Verlies sollte ich um Brot und Trinken beten. Aber er betete ganz anders: – Gott, gib mich selbst. Hier ist mein Leben. Lass es sein, dein Wille soll geschehen. Ich bitte dich, ich bitte dich, den Lebensspender. Sudhar Sing sagt über unsere Gebete: – Menschliche Gebete ähneln oft dem Betteln von Bettlern. Wir fragen nach verschiedenen Fakten, nach unterschiedlichen Bedürfnissen unseres Lebens, aber wir achten nicht auf Gott selbst. Wir bitten Gott nicht, in unser Leben zu kommen.

Die 40 der österlichen Bußzeit sind  eine Zeit  des Gebets. Wir wenden uns Gott zu und beten, wie  es uns Jesu Christus  gelehrt hat:

Jesus ist unser Retter, denn er hat  uns von unseren Sünden erlöst. Deshalb bitten wir:

Mit seinen Flügeln schirmt  dich  der Herr, unter  seinen Schwingen findest  du Zuflucht.

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