Dienstag der 3. Fastenwoche Mt 18, 21-35

Jesus, der das Gleichnis über unbarmherzigen Diener erzählte, er sei mit euch.

In Gleichnissen zu sprechen war eine der effektivsten Lehrmethoden Jesu. Als Meistererzähler konnte er die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen und es in die Handlung einbeziehen. Aber die Gleichnisse Jesu sind nicht nur fesselnde Geschichten – sie offenbaren uns auch die Liebe Gottes und die Werte seines Reiches. Sie fordern eine tiefere Bekehrung.

Jesus, du bist immer  zur Vergebung bereit. Herr, erbarme dich unser.

Du vergibst allen, die zu vergeben bereit sind. Christus, erbarme dich unser.   

Du hast  am Kreuz  deinen Mördern   verziehen. Herr, erbarme dich unser. 

Um den Unterricht stärker zu machen, benutzte Jesus oft Übertreibung – übliche jüdische Praxis – oder gegensätzliche Gegensätze wie Weisheit und Dummheit, Großzügigkeit und Engherzigkeit. Sicherlich gibt es kein klareres Beispiel für Übertreibung als das heutige Evangelium des rücksichtslosen Dieners. Ein Mann, dem eine riesige Schuld vergeben wurde – die das 150.000-fache seines Jahresgehalts wert war -, weigerte sich, den Lohn eines anderen Mannes in nur einen Tag zu stornieren – eine Schuld, die nur etwa ein Hunderttausendstel seiner eigenen großen Schuld betrug. Obwohl der Diener zugab, dass er selbst Barmherzigkeit brauchte, erlaubte er die  Barmherzigkeit nicht demonstrieren, sein Herz zu erweichen. Die Folgen waren für ihn katastrophal.

Das offene Ende dieser Geschichte ist eine direkte Herausforderung für uns, Menschen zu vergeben, wie Gott uns vergibt. Es unterstreicht auch, was Jesus in der Rede auf dem Hügel zu seinen Jüngern sagte: „Wenn Sie den Menschen ihre Missetaten vergeben, wird Ihr himmlischer Vater Ihnen vergeben“. Wenn wir nicht unser Bestes geben, um Barmherzigkeit, Mitgefühl und Vergebung zu zeigen, fällt es uns sehr schwer, die Liebe und Barmherzigkeit Gottes selbst in unserem Leben zu  zeigen oder zu erfahren.

Diese Fastenzeit ist eine besondere Zeit, um mit dem Bedürfnis nach Barmherzigkeit umzugehen und Gottes Barmherzigkeit zu ermöglichen, unser Herz zu erweichen, damit wir unsere Haltung gegenüber anderen Menschen in unserem Leben ändern können. Gott möchte nicht, dass wir an Wut festhalten oder jemanden feindkich behandeln, der eine „Schuld“ an uns hat. Er möchte nicht, dass unsere Herzen von Bitterkeit und Ärger  erfüllt werden. Er möchte vielmehr, dass sein Frieden in und durch uns herrscht – um alle um uns herum zu berühren. Willst du nicht dasselbe?

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn  hingab. Mit dem Sohn  beten wir  zum Vater  im Himmel. 

 Jesus wurde am Kreuz erhöht. So hat  er für alle Erlösung und für die Welt den Frieden mit Gott bewirkt.

So wird auch mein himmlischer Vater euch tunm wenn ihr  nicht jeder  seinem  Bruder von Herzen  vergebt.  

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