Montag der Karwoche, Joh,12, 1-11

Jesus, der sprach:Erlaube ihr,es auf den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt zu haben, er sei mit euch.

Jesus erklärt, dass das im heutigen Evangelium beschriebene besondere Ereignis insgeheim mit seiner Beerdigung zusammenhängt. Andere Motive für das Verfahren beziehen sich ebenfalls auf seine Beerdigung. Judas Iskariot, der ihn verraten sollte, sagte: „Warum haben sie dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und es den Armen gegeben?“ Warum wollte er es verkaufen? Dies erklärt der Geschichtsteilnehmer selbst – Johannes der Evangelist: Aber er hat das nicht gesagt, weil er ein Dieb war, und die Kasse hatte und trug was eingelelegt wurde.

Du ließest beim Gastmahl deine  Füße salben. Herr, erbarme dich  unser.

Du kanntest den Tag deines Todes und deines Begräbnisses. Christus, erbarme  dich unser. 

Du gingst den Weg des Todes zur Auferstehung. Herr, erbarme dich unser. 

Judas Geiz verursachte, beschleunigte  die Verhaftung Jesu, Tod und Beerdigung. Dies ist jedoch nur ein Symbol oder ein Höhepunkt des Gletschers: Jesu Beerdigung verursachte Gier, die Selbstsucht der Menschheit – im Allgemeinen – Sünde. Unsere auch. Es sind genau die Details dieser Geschichte, die uns helfen, unsere etablierte Denkweise aufzugeben, die auf einem System von „Tat, Ergebnis, Bezahlung – nicht Bezahlung, Investition – Gewinn“ basiert und uns in Gottes System einführt, das auf dem Prinzip „aus Liebe“ und „frei“ aufbaut wird

Die unverständliche und auf den ersten Blick „unnötige“ Geste Mariens im Kontext der Passionsgeschichte hilft uns zu verstehen, dass das kostbarste Öl der Liebe Gottes ausgegossen wird. Leider gibt es  die Experten, die den Preis für duftendes Öl sofort nach dem aktuellen Wechselkurs neu berechnet haben, es gibt immer die „Experten“, die entweder das Geheimnis des Leidens Jesu nicht verstehen oder es auf ihre eigene Weise interpretieren.

Darüber hinaus gerade flüchtiger Duft von Nard, der nicht mehr gefangen und weiterverkauft werden kann, ein verlässliches Muster ist, mit dem das Ostergeheimnis Jesu richtig in die Koordinaten unseres Lebens „neu berechnet“ werden kann. Das heißt, wenn wir den Mut haben, unsere Liebe zu verschenken, obwohl uns niemand applaudiert, selbst wenn uns jemand herabsetzt, wird das „unverständliche“ Evangelium Jesu erneut verkündet. Und jedes Mal, wenn wir den Mut haben, endlich unsere für uns wichtigen Ölgefäße zu verschmerzen, werden wir zu einem Gefäß, aus dem das wahre Öl der Liebe Christi gewonnen werden kann.

Gott will Leben für alle Menschen. Das  Vaterunser ist  uns darum eine  Verpflichtung, lasst es  uns  in tiefer Ehrfurcht beten. 

Der Friede, den  der Herr versprochen  hat, ist keine Friedhofsruhe. Der Friede des  Herrn ist die Brücke Gottes zu den  Menschen, um Leben zu  spenden.  Darum bitten wir. 

Ich nehme mir keine böse Sache vor, ich hasse den Übeltäter und lasse ihn nicht  bei mir bleiben. 

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