Freitag der 7.Woche Joh 21,1,15-18

Wenn wir uns in die Situation des Petrus hineinversetzen, können wir verstehen, wie es ihn verletzt haben muss, als Jesus dreimal fragte: „Liebst du mich?“ (Joh 21,15-17). Dieser Meinungsaustausch demütigte und verwundete diesen heftigen Jünger, nannte ihn aber gleichzeitig das Haupt der Apostel. Die dreifache Bestätigung des Petrus machte die dreifache Verleugnung Jesu vor seiner Kreuzigung wieder wett.

Jesus, du dem Petrus deine Kirche anvertraut. Herr, erbarme dich unser.

Du hast deiner Kirche das Kreuz als Erbe hinterlassen. Christus, erbarme dich unser. 

Du hast alle gerufen, dir auf  deinem Weg zu folgen. Herr, erbarme dich unser.

Im Wesentlichen sehnte sich Jesus nach unserer Liebe, genauso wie er sich nach Petrus Liebe sehnte. Jeden Tag fragt Jesus mit der gleichen Dringlichkeit jeden von uns: „Liebst du mich?“Unser Leben kann sehr schnell mit Angst, Furcht und anderen Unvollkommenheiten gefüllt werden. Wir können uns leicht von verschiedenen Herausforderungen des Lebens verführen lassen, so dass wir das Wichtigste aus den Augen verlieren. Bei allem, was wir tun, sollten wir den Heiligen Geist bitten, uns daran zu erinnern, dass das Wichtigste ist, ob wir Jesus lieben.“Und vor allem dauerhafte Liebe zueinander haben, denn Liebe verdunkelt viele Sünden“ (1. Petrus 4: 8). Jesus hatte einen guten Grund, diese Worte an Petrus zu richten. Jesus forderte Petrus heraus und stellte ihre Beziehung mit einem einfachen Wort wieder her: „Liebst du mich?“ Liebe ist Gottes Charisma, das die Kraft hat, unsere Herzen zu öffnen, damit wir noch mehr Liebe empfangen können. Je mehr wir Gott lieben, desto mehr können wir von den dunklen Neigungen unserer sündigen Natur gereinigt werden. Liebe erweitert unsere Perspektive und erhebt unseren Geist auf die Ebene der Realität Gottes. Es gibt sogar die Macht, diejenigen zu befreien, die von Angst versklavt sind.Jesus starb am Kreuz, um unsere Liebe zu erlangen, nicht blinden Gehorsam. Derselbe Gott, der uns mit freiem Willen erschaffen hat, lädt uns mit der direkten Frage „Liebst du mich?“ In seine Gegenwart ein. Wenn wir mit Ja antworten, wird er uns seine Fülle des Geistes senden. Wir werden eine Beziehung eingehen, für die wir vor Beginn des Zeitalters geschaffen wurden. Der Weg ist nicht immer einfach. Schließlich zeigte Jesus Petrus an, „durch welchen Tod er Gott verherrlicht“ (Joh 21,19). Doch schon hier auf Erden können wir für alle Tage unseres Lebens die besondere Freude erleben, mit dem Herrn zu leben.

Vater im Himmel. Du hast uns in dein Herz geschlossen. In deinem Sohn Jesus Christus schenkst du uns unendliche  Liebe. Seine Liebe  verpflichtet uns darum bitten wir.

Jesus Christus hat sein Reich des Friedens unter  uns Menschen errichtet und  uns zu seinem Volk erwählt. Bei seinem Kommen wird  er es vollenden. Dass es  wachse uns sich entfalte, darum lasst uns beten.

Herr, wir vertrauen dir. Du hast Worte ewigen Lebens.

 

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