Hl. Antonius von Padua Mt 5,33-37

Jesus, der sagte: Du sollst keinen falschen  Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten, er sei mit euch.

Heute erinnern wir uns an heiligen Antonius  von  Padua. Die Italiener  nennen den hl. Antonius einfach  Il Santo, denn er ist für sie der Heilige schlechthin.Die Kirche erteile ihm als  dem ,,Doctor evangelicus“ die  Würde eines  Kirchenlehrers. Das Antonius Brot das, für  das in allen  katholischen Kirchen ein  eigener   Opferstock aufgestellt ist, ist ein  Almosen zu  Ehren des Heiligen und erinnert an sein soziales  Wirken.

Jesus, du bist unser Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser.

Du  bist uns dem Weg des Gehorsam vorausgegangen. Christus, erbarme dich  unser.

Du hast alles nach dem Willen des Vaters getan. Herr, erbarme dich unser. Antonius war Portugiese und wurde am 1195 in Lisabon  geboren. Ursprünglich hieß er Fernando Bullone und  stammte aus  dem Geschlechte  Gottfrieds von Bouillon, des  ersten  Eroberers  des Heiligen Grabes. Mit fünfzehn Jahren trat er  in  den Orden  der Augustiner- Chorherren ein. Hier bildete er sich in zehn Studienjahren, zum tiefen Kenner der  Heiligen Schrift.  Auch diesen Heiligen traf  der Anstoß Gottes, als fünf  Franziskanermönchen, die auf  ihrer,  Missionsreise in Marokko von den Mauren getötet worden  waren, in Coimbra feierlich  bestattet  wurden, befand  sich Fernando  mitten in  der  ergriffenen Menge. Er hatte die  Minderbrüder  selbst gekannt, wollte er  sie doch seinerzeit selbst begleiten. Er fasste den  Entschluss, den Bettelmönchen   beizutreten , um ebenfalls den Heiden zu predigen. Mit 25 Jahren trat Fernando 1220 in das Franziskanerkloster in Coimbra ein und legte seinen Namen ab, um den Namen Antonius  anzunehmen. Auf seine inständige Bitte Bitte erlaubte  man dem neuen Minderbruder, noch im gleichen Jahr als Missionar  nach  Marokko zu reisen. Als er jedoch das afrikanische Ufer  erreichte, wurde  der junge Mönch, der das Märtyrertum so sehr ersehnte, sterbenskrank. Körperlich und seelisch geschwächt, musste er sich schweren Herzens entschließen in die  Heimat zurückzukehren.  Das Schiff jedoch, dem er sich anvertraute,wurde durch einen Sturm an die sizilianische Küste verschlagen. In Messina vernahm er, dass der Ordensstifter einen Aufruf zur Versammlung der Franziskaner in Assisi erlassen hatte. Sofort machte er sich auf den Weg dorthin. Aber unter den vielen Franziskanern, die dort im Jahre 1221 zusammengekommen waren, bemerkte niemand den schweigsamen Mönch. Zuletzt nahm sich der  Provinzial der Romagna, Bruder  Gratian, seiner an. Demütig verschwieg Antonius  seine  Erziehung und  sein  enormes  Wissen der Hl. Schrift. Von nun an diente Antonius wie der Geringsten einer in dem einsamen Buße. Den schweigsamen  Bruder hielt man sogar für  schwachsinnig. Durch einen Zufall wurde seine große Redegabe offenbar. Als anlässlich einer Primiz Feier keiner der anwesenden Patres unvorbereitet eine Rede halten konnte, wies einer scherzend auf Bruder Antonius  ,der solle  es  doch  versuchen.  Aber nun  war  die Verwunderung der Mitbrüder  grenzenlos, denn der  stille  Mönch  sprach  mit  Kraft und  Begeisterung, verfügte über  so bezaubernde  und  ergreifende  Worte und  bezeugte zudem ein so außergewöhnliches  Wissen, dass man  ihn allgemein  als  einen  Meister  der Rede erkannte. Als der hl. Franziskus hiervon  hörte, ernannte  er  den bis   dahin  so  Unbeachteten zum  ersten   Lektor der Franziskaner für  Theologie und berief ihn zum Prediger auf  die Kanzeln der Städte. Nun strömte das Volk zu Tausenden herbei, um ihn zu hören.

Herr, du hast  Worte ewigen  Lebens, sagten die Apostel zu Jesus. Dies gilt ganz besonders   für  die  Worte, mit denen uns  Jesus zu beten  gelehrt hat.

Wir kennen Gottes Gebot und halten uns nicht daran, wir wissen um die befreiende   Kraft seiner Lieb, doch im Herzen tragen wir böse Gedanken. Deshalb bitten wir.

Wir wollen dem Herrn danken für seine Huld, für  sein wunderbares Tun an den Menschen.

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