Montag der 15.Woche Mt 10,34-11,1

Jesus, der sagte: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig Mt 10,37.

Familienbeziehungen sind für uns am wichtigsten und betreffen uns am meisten. In Israel war es in den Tagen Jesu noch ausgeprägter als heute. Deshalb sind die Worte Jesu im heutigen Evangelium sehr scharf, besonders wenn wir sie wörtlich nehmen, wenn sie davon sprechen, aufgrund des Evangeliums die familiären Bindungen zu brechen! Hat Jesus wirklich darüber nachgedacht, als er mit den Jüngern darüber sprach? Nicht ganz. Jesus benutzte eine typisch jüdische Übertreibung, um zu betonen, dass unsere Beziehung zu ihm die wichtigste Beziehung in unserem Leben werden muss.

Jesus, du bist gekommen, um unser zu tragen. Herr, erbarme dich unser.

Du bist das Gericht und die Scheidung der Geister. Christus, erbarme  dich  unser.

Du hast uns den Frieden deines  Reiches versprochen. Herr, erbarme dich unser

Keine andere Beziehung, auch nicht zu unseren unmittelbaren Familienmitgliedern, kann Vorrang vor Jesus haben. Natürlich wollte Jesus nicht sagen, dass wir aufhören würden, unsere Familie seinetwegen zu lieben – oder wegen jemand anderem. Vielmehr appelliert es an die Prioritäten in unseren Beziehungen und fordert uns auf, sie in erster Linie in unser Herz zu legen. Viele Menschen konzentrieren sich auf das, was die Familie von ihnen hält, und versuchen, ihren Eltern oder Kindern zu gefallen, und das ist gut so. Trotzdem können wir zulassen, dass unsere Sorge um sie und die Aufmerksamkeit, die wir ihnen schenken, unsere Beziehung zu Jesus überwiegt oder einschränkt. Wenn wir Jesus an die erste Stelle setzen, werden wir mit Sicherheit den vernünftigsten Kurs in unseren Beziehungen wählen.

Liebevolle und feste Vereinigung mit Jesus kann alle unsere Beziehungen verbessern. Warum? Denn je näher wir Jesus sind, desto ruhiger, ausgeglichener, mitfühlender und großzügiger sind wir. Und all dies sind ausgezeichnete „Zutaten“ für gesunde, liebevolle Beziehungen. Auch wenn eine radikale Entscheidung für Jesus uns daran zu hindern scheint, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen – und dies ist für neu konvertierte Christen nicht ungewöhnlich. Jesus wird das Beste aus jeder Situation für diejenigen herausholen, die danach streben, ihm jeden Tag mehr und mehr zu folgen.

Zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen, dürfen wir beten, wie Jesus es uns gelehrt hat.

Frieden gewinnt nur, wer im Geist des Herrn Verzeihung annimmt und Versöhnung gewährt. Deshalb bitten wir.

Blickt auf zum Herrn, so wird  euer Gesicht leuchten und  ihr braucht nicht zu erröten.

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