Hl. Maximilian Maria Kolbe, Märtyrer Mt 19,3-12

Gott, der unser barmherziger Vater ist, er sei mit euch.

Worauf basiert das Martyrium? Die Antwort ist einfach: über den Tod Jesu, über sein größtes Liebesopfer, das am Kreuz stattfand, damit wir Leben haben konnten (vgl. Joh 10,10). Christus ist der leidende Diener, von dem der Prophet Jesaja spricht (vgl. Jes 52,13-15): „Er hat sich für viele als Lösegeld gegeben“ (vgl. Mt 20,28). Er ermahnt seine Jünger, jeden einzeln, täglich ihr Kreuz aufzunehmen und es auf dem Weg der Liebe zu Gott dem Vater und zur Menschheit zu verfolgen: Das machte auch Maximilian Maria Kolbe. Heute ist sein Gedenktag.

Jesus, du gehst  uns  mit  dem Kreuz  voraus. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich der  weltlichen Gewalt  aus geliefert. Christus, erbarme dich unser. 

Du bist  dem Leiden  nicht  aus  dem Weg gegangen. Herr, erbarme dich unser. 

„Wer sein Kreuz nicht aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig“, sagt er. „Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben für mich verliert, wird es finden“ (Mt 10,38-39). Es ist die Logik eines Weizenkorns, das stirbt, um zu keimen und Leben zu bringen (vgl. Joh 12,24).

Jesus selbst ist „das Weizenkorn, das von Gott kam, das Korn Gottes, das auf die Erde fällt und durch den Tod zerstört wird – und dadurch öffnet es sich und kann Früchte für die ganze Welt tragen“ (Benedikt XVI., Besuch der lutherischen Kirche) in Rom, 14. März 2010). Der Märtyrer folgt dem Herrn bis zum Ende und akzeptiert den Tod frei für die Errettung der Welt – als schwierigste Prüfung seines Glaubens und seiner Liebe (vgl. Lumen Gentium 42). Woher kommt noch einmal die Macht, sich dem Martyrium zu unterziehen? Aus tiefer und inniger Vereinigung mit Christus, denn Martyrium und Berufung zum Martyrium sind nicht nur das Ergebnis menschlicher Bemühungen, sondern eine Antwort auf Gottes Initiative und Gottes Berufung: Sie sind ein Geschenk seiner Gnade, das es dem Menschen ermöglicht, sein eigenes Leben für die Liebe zu Christus und zur Kirche zu opfern. und damit für die ganze Welt.

Wenn wir die Biografien der Heiligen lesen, sind wir fasziniert von Gelassenheit und Mut in Leiden und Tod: Gottes Kraft offenbart sich vollständig in Schwäche, im Elend eines Menschen, der ihm mit Zuversicht vertraut und nur seine Hoffnung auf ihn setzt (vgl. 2 Kor 12,9). ). Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Gottes Gnade die Freiheit eines Menschen, der ein Martyrium erlebt, nicht unterdrückt oder einschränkt. Im Gegenteil, es bereichert und erhöht es: Der Märtyrer ist ein völlig freier Mensch – frei in Bezug auf die Macht dieser Welt; Er ist ein freier Mensch, der in einem einzigen endgültigen Akt sein eigenes Leben Gott gibt und sich im höchsten Akt des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe seinem Schöpfer und Retter hingibt. er opfert sein eigenes Leben, um mit dem Opfer Christi am Kreuz völlig vereint zu sein. Mit einem Wort, Martyrium ist ein großer Liebesakt, der auf Gottes unendliche Liebe reagiert.

Wir sind wahrscheinlich nicht zum Martyrium berufen, aber keiner von uns ist von Gottes Ruf zur Heiligkeit, zu einem hohen Grad an wahrem christlichem Leben ausgeschlossen, und das bedeutet, dass wir jeden Tag unser Kreuz auf uns nehmen müssen. Wir alle, besonders heute, wenn Egoismus und Individualismus vorherrschen, müssen als erste und grundlegende Aufgabe akzeptieren, jeden Tag in immer größerer Liebe zu Gott und zu unseren Brüdern zu wachsen, um unser Leben zu verändern und damit unsere ganze Welt zu verändern. Lassen wir uns auf Fürsprache von Heiligen und Märtyrern den Herrn bitten, unsere Herzen zu entzünden, damit wir ihn so lieben können, wie er jeden von uns geliebt hat.

Im Namen  Jesu Christi, der uns  das Leben in Fülle  gebracht hat, dürfen wir zum Vater beten. 

Die Christus angehören leben  in seinem Frieden. Deshalb bitten wir den Herrn.

Selig, die  dem Herrn folgen  und mit  ihm eingehen dürfen, wenn er  wiederkommt.

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