Maria Geburt, Mt 1-18, 18-23

Gott, der Maria über die Chöre der Engel erhoben hat, er sei mit euch.

Heute  feiern wir die Geburt der Jungfrau Maria. Es ist ein Vorbote von Christi Geburtstag, in dem die ganze Realität eine andere, neue Bedeutung erhält. Stehen wir vor Gott und danken wir ihm, dass er bei uns ist und uns auf diesem Weg gestärkt hat. Gleichzeitig bereuen  wir  alle unsere Übertretungen:

Du wurdest von der Jungfrau Maria geboren und bist unser Bruder geworden. Herr, erbarme dich unser.
Der Menschensohn, der unsere Schwächen kennt. Christus, erbarme dich unser.
Der einzig gezeugte Sohn des ewigen Vaters, der kommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten. Herr, erbarme dich unserer.

„Freuen wir uns über die Geburt der Heiligen Jungfrau Maria, denn von ihr ist die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott, aufgegangen“ – das sind die Worte des Antrittsgebetes der heutigen Eucharistie. Heute singt die Kirche nur Lieder zur Ehre der Muttergottes: „Sei gegrüßt, heilige Muttergottes, du  hast einen König geboren, der für immer und ewig über Himmel und Erde herrscht.“ Die heutigen Lesungen aus dem Buch des Propheten Micha und dem Matthäusevangelium führen uns nach Bethlehem, zu Maria und ihrem Kind in den Händen. Die Jungfrau wird  einen Sohn empfangen und gebären und gibt ihm Namen Emanuel, was bedeutet,  Gott mit uns. Maria ist gebenedeit über alle Frauen, weil sie das  irdische Leben  dem Gottes Sohn gab, und uns durch ihn das ewige Leben.

Es gab viele große, heilige, edle Frauen. Wir erinnern uns erst seit vielen Jahrhunderten an den Geburtstag von Maria. Ihr Name ist in den Mündern großen und kleinen, glücklichen und traurigen, heiligen und sündigen. Wir feiern den Geburtstag der schönsten Frau. Maria – das ist das kostbarste Geschenk Gottes für unsere Erde. Maria – ist der Stolz der Menschheit; die einzige, vollkommene, reine Blume der Menschheit und das schönste Werk der Hände Gottes. Die weiße Unschuld der Jungfrau und die heilige Würde der Mutter; blühender Frühling und fruchtbarer Herbst – dies ist die Person der Jungfrau Maria mit dem Kind Gottes in ihren Händen. Allein oder von ihr gesagt, ist sie „unter allen Frauen gesegnet“. Für uns ist sie eine unerreichbare Unschuld, Heiligkeit und himmlische Schönheit in der großen Prozession der Sünder. Und deshalb knien sie vor dieser Schönheit der Reinheit und Heiligkeit jahrhundertelang und feiern den Geburtstag der schönsten Jungfrau.

Wir feiern den Geburtstag der Mutter des Sohnes Gottes, unseres Erlösers. „Siehe, die Jungfrau wird einen Sohn empfangen und gebären und seinen Namen Emmanuel nennen, das heißt Gott mit uns.“ Sie, die Muttergottes, brachte Emanuel – Gott – zur Welt, der durch sie Mensch wurde, um bei uns zu sein. Sie ist die Mutter der größten Söhne. Wir feiern den Geburtstag der geistigen Mutter von uns allen. Maria ist die Mutter unseres Erlösers und unseres Heils und daher auch unsere Mutter. Alles, was lebt, erwartet sie mit großem Verlangen: eine unentwickelte Blume, schlafende Vögel und gefrorene Hände. Ihr Geburtstag läutet das Ende der langen Nacht der Sünde und den Beginn des Tages der Liebe Gottes ein. Deshalb verbinden wir unsere Handflächen und neigen unsere Köpfe vor dem Bild der Jungfrau am Tag ihres Geburtstages.

Zu den Geburtstagen der Mütter bringen Kinder Geschenke, je nach ihren Mitteln, zumindest Blumen als Zeichen der Liebe für all das Leiden, die Liebe und die Tränen. Und was werden wir unserer Mutter Maria geben? Wenn wir nichts haben, geben wir wenigstens unser Leiden, unsere Wünsche, Gebete, ein Meer unserer Tränen, gebrochenen Herzen und verlorenen Seelen. Sie wird unsere Tränen mit der Handfläche ihrer Mutter trocknen, bitte das Herz, das Boot unseres Lebens in die Tiefen Gottes führen und ihren Sohn bitten, das Boot unseres Lebens zu nehmen und zu steuern, damit es die Felsen des Bösen nicht zerschmettert.

Deshalb bitten wir die Muttergottes: Nimm unsere Hand und führe uns. Sei ein Star für uns, wenn wir in die Irre gehen, hilf, bevor wir zerstört werden. Bitten Sie ihren Sohn mit ihrer mütterlichen Liebe, unsere Gebete zu hören, die von unseren  unreinen Mündern ausgesprochen werden. Gib  uns deinem Sohn, damit wir deinen Geburtstag in Ewigkeit feiern können. Für alle Menschen gibt es einen Platz zu Füßen der Mutter. Sie trocknet unsere Tränen, weil sie mütterliche Handflächen hat. Erinnern wir uns an ihrem Geburtstag an die Worte des gekreuzigten Christus: „Siehe, deine Mutter.“ Im letzten Moment seines Lebens gab er uns das, was er am kostbarsten hatte, sein Blut und seine Mutter.

Verbunden mit Maria  und allen Erlösten, beten wir  das Gebet, das  Jesus uns  gelehrt hat.

Als  Jesus von Maria  geboren wurde, verkündeten Engel   den Frieden. Darum  bitten wir.

Von nun an preisen mich selig  alle Geschlechte. Denn der Mächtige  hat Großes  an mir  getan.

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