Donnerstag der 24. Woche im Jahreskreis Lk 7,36-50

Jesus, der uns Menschen die Sünden vergibt, sei mit euch.

Was trieb die „sündige Frau“ zu einer übertriebenen und scheinbar beleidigenden Geste in Simons Haus? Sie riskierte Verurteilung, Bestrafung und Spott von denen, die mit Verachtung auf sie herabblickten. Aber sie schien überhaupt nicht darauf zu achten. Sie lebte die Liebe Jesu und nichts konnte sie davon abhalten, ihre Liebe auszudrücken!

Jesus, du hast die Sünder aufgesucht. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich offenbart als der Bote  göttlicher Liebe. Christus, erbarme dich unser.

Du hast den Sündern die Schuld vergeben. Herr, erbarme  dich unser.

Jesus sagte zu  Simon, dass das Überleben der Vergebung, wie es eine Frau erlebt hat, das A und O einer liebevollen und intimen Beziehung zu Gott ist. Er sprach dieser Frau wegen ihrer Zuneigung zu ihm keine Worte der Vergebung aus. Aber, weil ihre Tat ihre Erfahrung der Tiefe der Vergebung Jesu zum Ausdruck brachte. Der übertriebene Ausdruck der Liebe der Frau könnte auf ihre Dankbarkeit zurückzuführen sein! Dies bedeutete nicht, dass sich Simons Untätigkeit als weniger Sünder erwies, aber es zeigte, dass er seine Sündhaftigkeit weniger verstand. Er musste Jesus nicht danken.

Vielleicht befanden wir uns als diese Frau oft in einer Situation, in der wir von der Gnade und Vergebung Jesu überwältigt waren. Zum Beispiel haben wir große Dankbarkeit für das aufrichtige und offene Bekenntnis unserer Sünden erfahren. Oder wir haben Befreiung von der spezifischen Sünde erfahren, die uns gebunden hat, als Jesus unsere Augen für das Gebet öffnete. Ist diese Erfahrung nur eine verblasste Erinnerung geblieben? Oder ist es immer noch die Wahrheit, die uns dazu bringt, uns dem Gebet und Lob zu öffnen?

Glauben Sie, dass Jesus auch heute noch, wenn er auf wundersame Weise in unserem Leben vergeben und heilen möchte, erwartet, dass wir unser Gewissen ständig überprüfen? Er möchte sicher nicht, dass die Sünde uns entmutigt und lähmt. Andererseits zeigen solche Reaktionen, dass wir lernen müssen, Vergebung besser und tiefer anzunehmen! Jesus möchte nur über unsere Sünden Bescheid wissen, damit wir die Freiheit erfahren können, die er uns bietet! Wenn Sie zum Kreuz aufblicken und sehen, wie Jesus für Sie leidet, oder wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihr Gewissen infrage zu stellen, erkennen Sie, dass Jesus Ihnen bedingungslose Vergebung und Erlösung anbietet. Lassen Sie sich von dieser Wahrheit mit Liebe und Dankbarkeit erfüllen – so wie sie eine sündige, aber reuige Frau erfüllt.

Wir gehören zu Christus  und dürfen beten, wie er uns zu beten, wie er uns zu beten gelehrt hat.

Der Friede Christi will sich auf unser Leben  auswirken, durch seinen Kreuzestod  weckt er in uns den Willen zur  Versöhnung  und  führt  uns zur Gemeinschaft. Deshalb bitten wir.

Fürchte dich nicht, du  kleine Herde. Denn euer Vater  hat beschlossen , euch das Reich  zu geben.

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