33. Sonntag A Mt 25,14-30

Zu Jesu Zeiten bedeutete das Wort Talent eine Geldeinheit. Heute charakterisieren wir mit diesem Ausdruck bestimmte menschliche Fähigkeiten. Wir gewöhnen uns daran, über jemanden zu sagen, dass er ein talentierter Athlet, ein Sänger, ein Mathematiker ist. Er hat ein Talent für Sprachen, für das Zeichnen. In der Parabel von Jesus geht es jedoch um Geld. Er wollte uns keine Ratschläge in finanziellen Angelegenheiten geben, aber er wollte einer Person Anweisungen zum richtigen Sinn seines Lebens geben. Wir sollen Jesus für all seine Worte und Ratschläge dankbar sein. Lassen Sie uns also vier wichtige Lebensempfehlungen im Evangelium entdecken. Alle unsere Talente sind Gottes Geschenk. Das Gleichnis besagt eindeutig: Er rief die Diener und vertraute ihnen sein Eigentum an. Der Schwerpunkt muss auf das anvertraute Wort gelegt werden: Gott anvertraut – Gott gab.

Nicht alle Menschen erhielten die gleiche Anzahl von Talenten. Ein weiterer Satz aus dem Gleichnis zeugt davon: Er gab einem fünf Talente, die anderen zwei und das andere, je nach seinen Fähigkeiten. Jeder ist verpflichtet, seine Talente zu steigern. Jesus drückt dies durch den Herrn aus, der die Geschicklichkeit und den Fleiß der Diener bewundert: Richtiger, guter und treuer Diener; du bist in einigen Dingen treu gewesen, ich werde dich in vielen Dingen setzen. Die Belohnung oder Bestrafung hängt davon ab, wie der Diener mit seinen Talenten umgehen konnte. Der Herr sagt: Geh in die Freude deines Herrn. Ansonsten sagt er noch einmal: Wirf den nutzlosen Diener in die Dunkelheit; es wird weinen und Zähne knirschen. Wie können wir diese vier Ratschläge Jesu auf unser Leben anwenden?

Der erste Ratschlag besagt, dass man seine Fähigkeiten mit Dankbarkeit und Demut betrachten sollte. Er sollte Gott dafür danken, dass er ihm bestimmte Gaben gegeben hat, aber er sollte demütig bleiben, denn es ist ein Geschenk Gottes. Die zweite Zeile bestätigt, dass man sich nicht immer von Demut leiten lässt. Er mag es, seine Talente zu bewundern. Er tut nur Gutes, um gelobt und in den Himmel getragen zu werden. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die die Talente anderer beneiden, was häufig zu einer Krankheit führt, die buchstäblich die Hölle im menschlichen Herzen verursacht. Ein solcher Mann wird jemanden verschlingen, der mehr bekommen hat als er. Dies lästert jedoch Gott, der ihm auch Talente gab und sie nicht entwickelt. Deshalb sollten wir immer mit dem zufrieden sein, was wir von Gott erhalten haben.

Der Dritte Rat lehrt uns, dass wir unsere Fähigkeiten nicht nur zu unserem eigenen Vorteil, sondern auch zum Nutzen anderer Menschen entwickeln sollten. Wie viele von uns seufzen im Grunde für den Rest ihres Lebens: Es wäre notwendig … Warum wurde es nicht getan … Warum ist es gut …? Aber was haben wir von einem solchen Leben, wenn wir es nicht selbst ändern und verschönern können? Schließlich rät uns Jesus zu erkennen, dass wir nicht dafür verurteilt werden, dass wir nichts falsch machen, sondern nichts tun. So endete ein Diener, der sein Talent begrub. Der Herr erwartete keine Wunder von ihm, und er würde ihn sicherlich für das Wenige belohnen, das er tun würde. Aber er tat nichts, also musste er weinen. Was ist mit meinen Talenten? Gebe ich zu, dass Gott sie mir gegeben hat? Rühme ich mich nicht der Gabe Gottes wie einer „fremden Feder“? Und was bekomme ich aus Gottes Großzügigkeit? Oder beschwere ich mich nur darüber, was getan werden soll, ohne einen Finger zu bewegen?

Sie fragten Benjamin Franklin, den Erfinder des Blitzableiters, woher er so viel Ausdauer in der Forschung schöpft. Er antwortete: Haben Sie jemals einen Bildhauer bei der Arbeit beobachtet? Hundertmal trifft es auf dieselbe Stelle, auch wenn nicht der geringste Riss sichtbar ist. Aber dann bricht zum ersten Mal der Stein. Nun, nicht der letzte Schlag bringt Erfolg, sondern der vorherige. Großartige Menschen verbanden zwei Dinge: Talent und Ausdauer mit Können. Unsere Fähigkeiten werden auch glänzen, wenn wir dies versuchen. Wir müssen nicht berühmt oder beliebt sein. Es reicht aus, unsere Fähigkeiten für unsere Freude, für die Freude und das Wohlergehen unserer Familie und für die Freude der Menschen einzusetzen, denen wir jeden Tag begegnen. Wir werden diese Woche überleben, indem wir unsere Talente geduldig zum Nutzen aller ohne Stolz einsetzen.

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