Lobgebet –

Das Lobgebet ist besonders in den Gemeinden sehr beliebt. Lob heißt
eine sehr privilegierte Form des Gebets. Der italienische Exorzist Raul Salvucci spricht über sie: Es ist die höchste Art von Gebet, die über die begrenzte und leidende Realität des menschlichen Lebens hinausgeht
ermöglicht es Ihnen, unter dem Einfluss des Heiligen Geistes in die Tiefen des Geheimnisses Gottes einzutauchen, wo alles Liebe ist, Licht und Freude. (Raul Salvucci)

In dieser Erklärung wird auch etwas angesprochen, das in unserem Land im Volksmund als „Grad des Lobes“ bezeichnet wird. Es wird allgemein gesagt, dass Lob mit Danksagung beginnen, mit Lob fortfahren und enden sollte Anbetung, das heißt Anbetung.
DANKE – es ist wie Lesen und Meditieren. Nur, dass es anstelle von Gottes Wort ist der Ausgangspunkt  der Erfahrung von Gottes Kraft und Gottes Handeln in unserem Leben. Wir erinnern uns daran, was Gott in unserem Leben getan hat. Wir danken ihm dafür – und gleichzeitig wir erfahren Gottes Liebe zu uns, wir erkennen es, wir lassen uns davon ansprechen, eindringen, berühren…

LOB – seit dem Erntedankfest, wo Gottes Segen im Mittelpunkt steht, werde ich langsam zu loben, das ist ein Bekenntnis zur Liebe zu dem Gott, den ich liebe. Eine große Hilfe zum Lob ist nur die Gabe des Gebets in Zungen, die z.B. Robert Farrici zu Recht überlegt hinter dem Tor zur Kontemplation. Lob ist „inhaltslos“ – ich preise Gott als Gott, nicht dafür, dass er mir etwas gegeben oder etwas für mich getan hat. Zum Lob gibt es nicht viel zu sagen. Es ist genug  die Worte wiederholen: „Ich liebe dich!“,  oder „Ich feiere dich! “- aber nicht viel mehr. Und hier ist das Gebet in den Sprachen für uns ohne Inhalt, aber es hat Inhalt in sich und ermöglicht  uns, ihn aus unseren Tiefen auszudrücken was wir in keinem Wort beschreiben oder ausdrücken können.


Sehr oft treffen wir uns in Gemeinschaften mit „Lob“, das ungefähr so ​​lautet: „Ich preise dich, oder  ich verherrliche dich, Jesus, dass du mir „das gegeben hast, dass  du  das getan hast“ und so weiter. Trotz des Wortes „Lob“. Es ist immer noch ein Dankgebet, kein Lob !!! Sobald unser Gebet das „dafür“ beinhalte ist das Dankgebet.  Lobgebet  beginnt, sobald die  Gefühle beginnen in uns erwecken gegen, ohne das, ob Gott etwas getan hat oder nicht. Es geht einfach um Gott selbst, wegen Gott.

Anbetung – oder Adoration – bedeutet in Gott ruhen, wahre Betrachtung Gottes in tiefer Stille.

Gleichzeitig gilt es auch in persönlicher Ebene für die Entwicklung des Lobgebetes folgendes; zuerst werden wir uns wahrscheinlich hauptsächlich bedanken, zuerst vielleicht ungeschickt … dann immer mehr mit einem tieferen Verständnis. Dann wird unser Dank immer mehr  Gefühle und Liebe erwecken, ins Lob durchkommen und  wird eine Zeit kommen, in der Lob mit „üppigem Halleluja“, mit Gesang und erhobenen Händen wird es den Haupt- und wesentlichen Inhalt des Gebets bilden. Schließlich aber der Moment wird kommen, in dem es uns zum Schweigen bringt, zum Rest der Liebe – und zur Gemeinschaft. Es wird Momente, gegenseitigen Schweigens, Vertiefungen Gott.   Du bist einfach  da. Erinnern Sie sich daran, was Hans Buob dazu sagt:
Diejenigen, die den Wunsch verspüren, in völliger Hingabe an Christus zu leben, möchten auch einen neuen Gebetsweg  erfahren. Sie können es einfach nicht ertragen, den ganzen Abend die ganze Nacht mit „Halleluja“ zu verbringen. Sie sehnen  sich nach gemeinsame Stille. Die einzelnen Phasen des spirituellen Lebens spiegeln sich spürbar in der gesamten Gebetsform wider. Es ist notwendig, dass die Gruppe die einzelnen spirituellen Stufen des Gebets kennt,  gegenseitig  sich   empfangen und respektieren. 
Vielleicht wird  nur eine Person in der Gebetsgruppe, während die anderen den ganzen Abend freudig Halleluja singen werden. (Hans Buob). Wenn jemand in die Gemeinschaft   voller Lob, Gesang, Geschrei, Tanz und erhobener Hände, kann man wer noch nicht bis zur Dankbarkeit gewachsen ist, wird  sich wie ein Narr unter Narren und Verrückten zu fühlen – und das nächste Mal würde er lieber nicht kommen. Umgekehrt ein Mann, den Gott sich  mächtig zum Schweigen anzieht kann es ihm  oberflächlich erscheinen und nach einem „ruhigen Ort“ sucht, wo er in Gott ruhen kann.

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