23.Dezember Lk 1,57-66

Gott, der Herr, der seinen Sohn  sandte, die gebrochenen Herzen  zu heilen, sei mit euch.

Mysteriöse Prophezeiungen, die jahrhundertelang vor Menschen verhüllt waren, nahmen bei der Geburt Johannes des Täufers eine menschliche Form an. Er war der notwendige Verkünder, ein Prophet, der „die Herzen der Väter den Söhnen und die Herzen der Söhne ihren Vätern zuwenden“ sollte. Noch heute hat uns seine Botschaft etwas zu erzählen, und das Zeugnis seines einfachen Lebens hat uns etwas zu zeigen.

Jesus, deine Ankunft hat der Täufer  Johannes angekündigt. Herr, erbarme dich unser.

Du kamst als die  Gnade des himmlischen Vaters. Christus, erbarme dich  unser.

Du sandtest  den Boten voraus, deinen  Weg zu bereiten. Herr, erbarme dich unser.

Johannes kam inmitten himmlischer Wunder und Zeichen auf die Welt und wurde die Stimme eines Menschen, der in der Wüste weinte und sagte: Bereite den Weg des Herrn vor und mache die Wege unseres Gottes in der Wüste. (Jes. 40, 3). Er beruhigte die Menschen, die so lange auf die Erfüllung der Verheißungen Gottes gewartet hatten. Johannes sagte das Ende ihrer schweren Sklaverei und das Sühnopfer ihrer Weine voraus (40, 2). Was für eine überwältigende Botschaft! Und er stieg auf einen hohen Berg und erhob seine Stimme und sprach zu den Städten Judas: Siehe, dein Gott! (40, 9).

Ein unglaublicher Auftakt zur Erfüllung der Heilsgeschichte! Nach Jesus war Johannes bereits als Kind „der Größte, der von einer Frau geboren wurde“ (Mt 11,11). Und wie hat er seine Mission verstanden und erfüllt? Von seiner Kindheit mit Elisabeth und Sacharja bis zu einem tiefen Verständnis der prophetischen Schriften widmete Johannes sein ganzes Leben der Suche und dem Verständnis von Gottes Willen und Mission. Und weil er ein aufrichtiges und reiches Gebetsleben führte, war er viel mehr als nur ein vom Wind weggefegtes Schilfrohr oder nur ein anderes aus einer Reihe von halb verrückten, erfolglosen Propheten. Er sprach und handelte als Mann Gottes und widmete sein ganzes Leben Gott und seinem Reich. Jesus selbst bestätigte, dass Johannes tatsächlich „Elija“ war, der als Vorläufer des Herrn kam. Wie Johannes ruft Gott uns dazu auf, unser Leben seinem Willen zu unterwerfen. Versuchen wir, all unsere Energie darauf zu verwenden, Gottes Ruf zu fangen und seinen Geist um die Kraft zu bitten, das zu tun, was Gott von uns verlangt. Lasst uns Hand in Hand mit Gott gehen, sein Reich freudig verkünden und gemeinsam rufen: „Bereite den Weg vor, der Herr kommt!“

Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat unser Leben mit Licht erfüllt. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten. 

Gott ist größer als unser Herz. Deshalb  bitten wir voll Vertrauen.

Sagt den Verzagten. Habt Mut, fürchtet euch nicht. Seht, hier  ist euer Gott. Er selbst wird kommen  und euch retten.

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