Unschuldige Kinder Mt 2,13-18

Gott, der Herr, der in seiner Vorsehung alles lenkt und leitet, sei mit euch.

Das Evangelium erzählt uns nicht nur glückliche Geschichten. Sie zeigen die Welt in ihrer Schönheit und in ihrer Brutalität. Und so folgte nach dem liebevollen Fest der Liebe – nach der Geburt des Kindes Gottes – unmittelbar das Fest des jungen Diakons Stefan, der Opfer menschlichen Zorns und Hasses wird. Und nach dem Fest des Liebling  des Herrn, des Heiligen Apostels und des Evangelisten Johannes, haben wir eine weitere Erinnerung an Hass und Bosheit.

Jesus du bist allen nahe, die um deinetwillen leiden. Herr, erbarme dich unser.

Du stehst denen bei, die auf dich vertrauen. Christus, erbarme dich unser. 

Du bist die Hilfe  derer, die keinen Helfer haben. Herr, erbarme dich unser.

Noch heute, inmitten von Weihnachtslichtern und -dekorationen, sterben kleine Kinder, kleine Menschen, junge Menschen. Sie fallen menschlicher Wut und Dummheit zum Opfer. Das heutige Fest sagt uns, dass die Kinder von Bethlehem, die von König Herodes dem Großen getötet wurden, die allerersten sind, die ihr Leben für Christus niederlegen. Er tat dies nur, um sicherzustellen, dass der neue jüdische König ihn nicht des Throns berauben würde. Diese Jungen von Bethlehem opferten jedoch nicht bewusst und freiwillig ihr Leben als Zeugnis des Glaubens an Christus, sondern wurden auf gewalttätige und grausame Weise anstelle von Christus des Lebens beraubt. Diese kleinen Kinder haben ihr Leben anstelle von Christus dem Herrn hingelegt.

Alle Gefühle toben in uns, wenn wir über die Folgen des nicht etablierten Verlangens nach Macht und der verzweifelten Anstrengung nachdenken, die Macht aufrechtzuerhalten. Das Gleiche gilt bis heute, als die Hauptursache aller Kriege und aller Gewalt genau dieses nicht etablierte Streben nach Eigentum und Macht ist. Aber gehen wir zurück nach Bethlehem und Umgebung. Als König Herodes nicht genau den Ort des Jesuskindes erfuhr, führte er seine Absicht auf grausam gründliche Weise aus: Er ließ alle kleinen Jungen töten, bis er zwei Jahre alt war. Ist diese Tat des fürsorglichen Herrschers seiner Untertanen würdig? Aber trotz dieser genialen Gründlichkeit kann keine menschliche Klugheit Gottes Heilspläne untergraben. Jesus muss jedoch in einem so jungen Alter an seinem Körper erfahren, was Auswanderung bedeutet. Ein weiteres Beispiel dafür, dass ihm außer der Sünde nichts Menschliches fremd war.

Das Leben eines jeden von uns ist mit kleinen und großen Dramen verwoben. Und am heutigen Fest der jungen Märtyrer von Bethlehem – Märtyrer – haben wir die großartige Gelegenheit zu lernen, wie man diesen Lebensdramen begegnet und wie man sie entführt. Versuchen wir uns nun vorzustellen, was eine der jungen Bethlehem-Welpen uns sagen könnte, wenn sie sagen könnte: Mein Geburtsort und Todesort ist Bethlehem. Ich hatte noch keine zwei Jahre, aber ich kannte bereits „Vater, Mutter“. Ich habe schon auf eigenen Beinen gestanden. Meine Hände waren mollig und sie wussten bereits viele Dinge: am Rock meiner Mutter kleben, an den Haaren meiner Schwester ziehen und was ich packte – mach weiter! Aber dann stand plötzlich ein Soldat mit Blitzpanzerung vor mir. Ich lachte ihn aus – aber ein Schwert flackerte in seiner Hand und er zeichnete …

Und jetzt bin ich hier zu Hause im Reich Gottes unter den großen Heiligen. Wir sind alle hier aus Bethlehem als Erwachsene im schönsten Alter – wie die anderen. Und Sie sagen, wir haben wirklich keinen Kredit? Du liegst falsch. Wir haben es verdient. Wir haben das Leben unseres Herrn Jesus gerettet. Herodes würde die Heilige Familie in Ägypten sicherlich nicht ausruhen und verfolgen. Aber als sie ihn unseren Leichen meldeten, beruhigte er sich. Die Jungfrau Maria und der heilige Josef hatten Frieden in Ägypten. Wir haben unser Leben anstelle des Herrn Jesus niedergelegt, und er hat uns dieses Leben reichlich gegeben. Der Herr Jesus ist schon so – wenn jemand etwas für ihn tut, wird jeder reichlich zurückzahlen. Ein Weihnachtslied singt gut: Er ist sehr reich, er wird alles großzügig zurückzahlen, einen Schatz für ihn aufbewahren, er wird sich dort nicht verlaufen.

Gott ist unser guter Vater, der uns  Leben schenkt und bei dem alle Menschen ihren Platz finden können. Zu ihm beten wir voll Vertrauen.

Gott hat uns in einer Welt  der Gewalt und der Hasses das Angebot  der Versöhnung gemacht. In Jesus Christus schenkt  er uns  Frieden. Deshalb bitten wir.

Sie sind es, die aus den Menschen losgekauft wurden als Weihegabe für Gott und das Lamm. Sie folgen dem Lamm, wohin immer es geht.

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