Freitag der 5. Woche im Jahreskreis Mk 7,31-37

Jesus, der  einen  Taubstummen geheilt hat, sei mit euch.

Der römische Dichter Trilussa schrieb ein biographisches Gedicht. Darin beschreibt er sein nächtliches Wandern im Wald. Er wandert lange, bis er zu einer alten Frau  kommt. Er gesteht ihr , dass er  fehlging. Er wusste  nicht aus dem Wald zurückkommen. Die alte Frau sagt zu ihm: „Ich werde dich begleiten, keine Angst haben, ich kenne den Weg.“ Er war fassungslos:  Wie kannst du den Weg kennen und mich aus dem Wald holen? “ Du bist doch blind. Die alte Frau  greift ihn  an seiner Hand:  und sagte zu ihm „Folge mir einfach!“ Und bring ihn aus dem Wald.

Jesus, du hast Blinde und Taube geheilt. Herr, erbarme dich unser.

Du  hilfst uns, Gutes und  Böses zu unterscheiden. Christus, erbarme dich unser. 

Du hast  in allem auf  das Wort des  Vaters gehört. Herr,erbarme  dich unser.

Zu Jesus brachten einen Taubstummen. Er nahm ihn von der Menge beiseite, legte die Finger an die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel. Dann sah er zum Himmel auf, seufzte und sagte: „Effata “ Und sofort wurden seine Ohren geöffnet und seine lose Zunge gelöst. Gott spricht auf verschiedene Weise zu uns. Durch die Schönheit der geschaffenen Dinge,durch  die schöne Natur, durch das unendliche Universum. Das ist eine allgemeine Berührung, die allen gehört. Es betrifft auch Individuen, jeden einzelnen, wie diesen Taubstummen aus dem  Evangelium. Unsere Ohren bleiben bei seiner Rede unzugänglich, weil andere Dinge in ihnen klingen.  Musik, angenehmer Dialog, wirtschaftliche, politische, sportliche Nachrichten usw.  Allmählich verlieren wir unser geistiges Gehör und was wir nicht hören, können wir nicht einmal weitergeben. Wir sind taub gegenüber Gottes Wort und werden wir  sicherlich auch stumm …

Zu den Wundern des Herrn Jesus gehören einige, die  sehr wirksame, sind. Es genügte einfache Worte, sogar Gedanke, und der Tat folgt  unmittelbar. Auf der anderen Seite  gibt es andere , die  etwas  umständlich  erscheinen. Als Jesus müsste   neue Kraft  und Energie sammeln, um sie  ausführen. Ein Wunder mit einem Taubstummen liegt irgendwie in der Mitte zwischen diesen beiden Arten. Jesus verwendet bestimmte Handlungen,  um das Ergebnis zu erzielen. Ein Wort reicht ihm nicht, aber es zeigt dem Taubstummen deutlich, was er tun wird. Sicherlich schwierig, mit Taubstummen zu kommunizieren. Jesus passt sich ihm an, und verwendet symbolisch,aber wahrnehmbare Gesten um ihm anzuzeigen, was mit ihm geschieht, damit das Wunder, das mit ihm stattfindet, nicht unbemerkt  bleibt. Wir denken oft, dass es ausreicht, eine gute Tat zu vollbringen und dass er seine eigene  Rede spricht. Aber manchmal ist es notwendig in Worten zu erklären, was wir tun,die Quelle zu zeigen  auf der die Tat basiert.

Der Geist, der auf Jesus ruhte,er lässt  auch uns zu Gott   Vater sagen. Als  seine Kinder beten wir. 

Das Wort des Herrn  ist eine gute Nachricht, die zur  Versöhnung  ermutigt  und auf  Frieden hoffen lässt. S bitten wir.

Lobe den Herrn, meine Seele. Alles in mir lobe seinen heiligen Namen

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