Hl.Theresia vom Kinds Jesus

Jesus, du Freude aller Heiligen,  er sei mit euch.

Heute erinnern wir  uns  an Theresia von  Lisieux. Kleine  heilige Theresia, wird genannt,  die große Ordensfrau und Mystikerin Theresia. Die Bezeichnung klein diente zum einen wohl zur  Unterscheidung von der  Ordensreformatorin  Theresia von  Avila,  zum anderen drückt  sie  aber  auch aus, dass man Theresia von Lisieux  lange Zeit als  kindliche Beterin bezeichnet hat.

Jesus, du stärkst, die  dir  zu  dienen  bereit sind. Herr, erbarme dich unser. 

Du  tröstest,  die  mit dir  das  Kreuz zu tragen   bereit sind. Christus erbarme dich unser.

Den  Demütigen  hast  du  dein  Reich  verheißen. Herr, erbarme dich unser.

 Theresia vom Kinde Jesus, kam am 2.Januar 1873 in den Örtchen Alencon  in der  Normandie  zur Welt und  hieß  mit  Familiennamen Martin. Ihr  einziger Wunsch war  schon als  Kind   dem  Karmeliterorden  beitreten zu dürfen. Nach  mehreren  vorangegangen   Ablehnung  wurde   Theresia  dann im Alter  von  15  Jahren  in  den  Karmel  von Lisieux, wo  sie mit ihrer  Familie seit  dem  frühen Tod der  Mutter lebte, aufgenommen.  Die Schwestern  im  Kloster kamen  mit der  Persönlichkeit    Theresia  von  Anfang an  nicht zurecht, niemand  kannte  sich  in  ihrem Wesen  aus.  Man  hielt  das  Mädchen, aufgrund   einer  Sondererlaubnis täglich  kommunizieren durfte, für eingebildet  und   stolz   und  bemerkte  nicht,  welche   inneren  Kämpfe es  Tag  für Tag  auszufechten   hatte.   Die Oberin erschwerte Theresia durch   ständige Demütigungen  das  Leben  noch  zusätzlich. Theresia,  die  nach  außen  so ruhig  und  beherrscht wirkte, litt ihr  Leben lang  unter Angstzuständen. Sie  wurde  oft  vom  Gedanken  gequält,  Gott habe   sie verlassen  und   geriet   dadurch    in  schwere  innere starke Versuchungen, denen die Theresia widerstehen konnte. Manchmal    war  sie  überzeugt, sie  sei  zur  Verdammnis    verurteilt. Dennoch  gab   sie  sich  ganz  der  Liebe Christi  hin. Ihr  Leitspruch   war: „Alles ist  Gnade.“

Jesus hat uns  zu Kindern   Gottes  gemacht und   ruft  uns  auf  den  gemeinsamen Weg  zum Vater:

Friedensverträge reichen  nicht aus. Der Friede  muss  persönlich  werden, so  wie  Christus selbst unser Friede wird:

Wenn wir  das Brot   des Lebens  teilen,   empfangen   wir  die Kraft, der  Einheit   unter   den Menschen   zu dienen. 

  

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl.Theresia vom Kinds Jesus

Hl.Hieronymus,Priester, Kirchenlehrer, Lk ),46-50

Jesus, der sagte: den wer  der  Kleinste ist  unter euch  allen, der ist groß, sei mit euch.

Heute erinnern wir uns an heiligen Hieronymus. Er gehört zu den  bedeutendsten Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte, er  ist Kirchenlehrer und  einer  der vier  lateinischen Kirchenväter, er  zählt zu den  größten Gelehrten innerhalb  der  katholischen Kirche.

Jesus, du kamst als Lehrer der Weisheit. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  deine Apostel zu  Boten  deines  Wortes bestellt. Christus, erbarme dich  unser.

Dein  Wort weist uns den Weg des  Lebens. Herr, erbarme  dich  unser.

Es ist interessant, dass    der große Hieronymus nie offiziell  heiliggesprochen wurde. Der Grund  für  diese außergewöhnliche Tatsache ist  möglicherweise in dem   oft ungestümen Temperament des  Cholerikers Hieronymus zu suchen, der aufgrund zahlreicher Krankheiten und  eines  strengen Asketenlebens häufig überreizt und  kränkend war und polemisch urteilte. Doch  trotz aller  Schwächen war Hieronymus  bei  den  Großen  seiner Zeit  hochgeschätzt, das Volk  verehrte  ihn  bereits   im  Mittelalter wie einen  Heiligen. Hieronymus kam  um das  Jahr  347 im dalmatisch-pannonischen Grenzort Stridon in Kroatien zur  Welt. Seine katholischen Elter erzogen  ihn  im  christlichen Glauben. Nach  einem umfassenden  Studium  in Rom, wo er auch  das Taufsakrament empfing, zog  Hieronymus zunächst  nach Trier, wo  er  das  Mönchtum  kennen und schätzen  lernte. Die  nächste  Station  im Leben von Hieronymus war  Aquileja östlich  von  Venedig,  wo  er sich  um das  Jahr  370 einem asketischen Freundeskreis, dem ,, Chor der  Seligen“  anschloss . 373 verließ  der  inzwischen  26jährige Hieronymus  Aquileja wieder und  unternahm mehrere Pilgerfahrten in den  Orient. Einige Zeit lebte er  in strengster Abgeschiedenheit  in  einer  Mönchsgemeinschaft bei Aleppo im heutigen Nord-Syrien. Doch  die Streitigkeiten unter  den Mönchen  vertrieben   ihn  bald wieder. Das ist ein Teil von Leben des heiligen Hieronymus. 

Alle die zu  Christus gehören, haben teil an  seinem Leid, an seinem Tod und  seiner  Auferstehung. Sie  leben mit und aus dem Gebet, das diesen Glauben bezeugt und  vertieft. So beten  wir  zum Vater, wie  Jesus  es  den Seinen gesagt  hat:

Der  Friede, den der Herr versprochen  hat ist Friedhofsruhe.Der Friede des Herrn ist  die Brücke Gottes zu den  Menschen, um Leben zu spenden. Darum bitten wir:

Singt  dem Herrn und  preist seinen Namen, verkündet  sein Heil von Tag  zu Tag.

 

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl.Hieronymus,Priester, Kirchenlehrer, Lk ),46-50

Samstag der 25.Woche Lk 9,43-45

Jesus, der den mondsüchtigen Knaben heilte, sei mit euch.

Der heilige Lukas beendet die Geschichte der Genesung des mondsüchtigen Knaben mit den Worten: „Und alle waren  erstaunt über  die große  Kraft Gottes.“ Die Menschen äußerten ihr Erstaunen offen und mit Begeisterung. Das war fast immer,wenn Jesus ein Wunder Tat. Die Leute waren spontan begeistert.

Jesus, du liebst alle Menschen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Menschen immer geholfen. Christus, erbarme dich unser.

Du trittst beim Vater für  uns ein. Herr, erbarme dich unser.

Jesus war immer zurückhaltend, wenn es um die Begeisterung der Menschenmassen ging. Er sah nicht nur die jauchzenden Gesichter, sondern auch die Seelen und Herzen dieser Menschen. Diejenigen, die begeistert waren, werden sich bei den ersten Lebensstößen abkühlen, sobald sie sich mit Jesus trennen. Ihre Begeisterung hat sie nicht  verändert, aber sie bleibt an der Oberfläche. Jesus kennt diese Leute.  Er kennt alle Menschen. Darum lässt er sich  durch die Begeisterung der Menschenmassen nicht irren. Obwohl in diesem  Moment alle Jesus feierten. Für, alles was Jesus getan hatte, Jesus sagte zu seinen Apostel: „Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen überliefert werden,sie werden ihn verurteilen und getöten.“ Die Apostel verstanden diese Rede nicht, aber Jesus wusste, was er sagt. Er kannte die Gesinnung der Menschen. Wie schnell sich ihre Meinung ändert. Ich habe  kürzlich einen Dokumentarenfilm über Mussolini gesehen.  Die Massen  waren jahrenlang von ihm begeistert. Und dann waren fast alle gegen ihn und buchstäblich lynchten sie ihn. Heute suchen viele Politiker die Gunst der Massen und darum sagen sie, was  die Leute  hören wollen. Deshalb sagen sie nicht, was sie sagen sollten, weil sie wissen, dass den Menschen es  nicht gefalle  würde, und sie die Gunst der Menschen verlieren würden. Jesus gab uns ein anderes  Beispiel.

Mehr als ein Vater sich um seine Kinder sorg, umfängt uns Gott mit seiner Liebe. So dürfen wir vertrauensvoll beten:

Wir alle kennen das Hauptgebot  der Liebe und denoch  handeln  wir oft anders. Darum gibt’s Unfrieden und Spaaltung. Wir bitten:

 Mein ganzes Herz erheben dich.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Samstag der 25.Woche Lk 9,43-45

Hl.Vinzenz von Paul Lk 9,18-22

Jesus, der die Apostel fragte, für wen halten mich die Menschen, er sei mit euch.

Jesus fragt die Apostel, was sie über ihn sagen. Die Jünger  sind gerade von den Wegen unter vielen Menschen zurückgekehrt, so dass sie die Möglichkeit hatten, nicht nur  von Jesus zu sprechen, sondern auch hören, was die Menschen von ihm sagen. Daraus folgt, dass die Menschen über Jesus, überschiedliche Meinungen hatten.

Jesus, du hast allen Gutes getan. Herr, erbarme dich unser.

Du hast Kranke geheilt und Arme gespeist. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst uns richten nach den Werken der Liebe. Herr, erbarme dich unser.

Von Vinzenz von Paul ist bekannt, dass  er  Libertären vollbracht hat. Außerdem organisierte  er  die Hilfe, die sie bräuchten und die  nicht in der Lage waren sich selbst zu helfen. Davon ein paar Worte. Ein Werk der Liebe des heiligen Vinzenz ist die Anstalt zur  Versorgung von  Findelkindern. Vinzenz ward einst in der Nacht zu einer Kranken  gerufen. Ein Bruder begleitet ihn mit einer Laterne. Sie hörten an einer Gassenecke ein lautes Geschrei. Als Vinzenz näher kam, hörte er die Stimme einer Frau, welche flehend zu einem andern Frau  sagte, sie möchte  ihr doch ihr Kind lassen und sein unschuldiges Blut nicht zu gottlosen Zaubereien mißbrauchen. Als Vinzenz  hinzu trat, wollte die Frau entfliehen, er aber hielt sie zurück. Die trostlose Mutter erkannte an  der Kleidung, dass  Vinzenz  ein Priester ist, und gestand ihm, dass die Not  sie gezwungen  habe, ihr Kind auf die Straße  zu setzen. Nun habe sie gehört, dass jene Frau Landry, mit der sie geredet, diese ausgesetzten  Kinder aufnehme und zum  Missbrauch gottloser Zauberei  verkaufe. Sie habe  Heute von dieser Frau ihr Kind  wieder zurückgefordert, vergeblich. Vinzenz  ließ sich von der jammernden Mutter  zur Frau Landry  führen, wo er durch strenge Nachforschung  und  durch  sein großes  Ansehen  die Wahrheit  obiger Frau erfuhr. Er  erhielt das Kind, und da er bei dieser gottlosen Frau   noch mehrere  kleine  Kinder in der hilflosesten Lage sah, legte er bei sich das Gelübde ab, diesen unglücklichen   Findlingen  zu helfen. Am folgenden Morgen zeigte er  die ganze Sache am Magistrat an, die lasterhafte Frau mit ihren Genossen wurde  streng bestraft. Vinzenz  aber sann auf Mittel und Wege, wie die  täglich auf  Straße  in Paris ausgesetzten  Kinder  gerettet und  christlich  erzogen  werden könnten. Er berief die zur  Wohltätigkeit  vereinten Frauen  zu einer  Versammlung, stellte ihnen die traurige Lage  dieser armen  Findlinge vor  und sprach ihnen  so eindringlich zu, was sie an Schmuck und Geld  bei sich hatten  hergaben und  damit  die Gründung  eines Findelhauses  den Grund legten.

Jesus Christus  ist Mensch geworden und hat uns  zu Kindern Gottes  gemacht. So dürfen wir  zu Gott, als unseren Vater beten:

Friede  wird möglich, wenn Menschen  sich so  begegnen dass jeder  den Segen Gottes im anderen wahrnimmt. Damit uns  das  gelingt, bitten wir:

So spricht der Herr: Wer in mir bleibt und  in wem ich  bleibe, der bringt  reiche Frucht.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl.Vinzenz von Paul Lk 9,18-22

26.Sonntag C Lk 16,19-31

26.Sonntag 2019 Wie man den Glauben nicht verlieren kann? 

Einführung

Glaube ist für einen Christen wichtig. Wir Gläubigen sollten uns mit dem Glauben befassen, weil der Glaube keine fertige  Sache ist. Der Glaube kann leicht verloren gehen. Wie?

Predigt

Wie kann man den Glauben  verlieren? So wie den Glauben die Brüder von reichen Mann verloren haben. Nach dem bekannten Evangelium von reichem Mann und Lazarus, bittet der reiche Mann in der Hölle Abraham für seine fünf Brüder, damit er sie warnt, sie sollen ihr Leben ändern, damit  auch sie nicht wie er in der Hölle enden. Abraham antwortet darauf: „Sie haben Mose und Propheten.“ Der Reiche aber drängt weiter: „Nein Vater Abraham, wenn jemand zu ihnen kommt, der von den Toten auferstanden ist, werden sie  Buße tun.“ Abraham beendet diesen Dialog  mit traurigen, aber  mit wahren Worten: „Wenn sie  nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie nicht glauben auch wenn jemand von den Toten auferstanden ist.“ Was Abraham sagen damit wollte ist das: Die Menschen die mit den materiellen Genüssen ,,verschüttet“ sind, diese sind nicht fähig an Gott zu glauben, oder den Glauben an Gott zu behalten. In der Heiligen Schrift steht, dass der Glaube im Allgemeinen nicht so schwer zu gewinnen ist. Zum Beispiel schreibt der heilige Paulus in den Brief an die Römer: „Seit Erschaffung der Welt wird seine  unsichtbare  Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen seine  ewige Macht und Gottheit . (Vergleiche Röm 1,20). Aber was, wenn der Mensch von dem Streben nach Genuss ,,umgarnen“ wird. Der Hl. Gregor von Nazianz  sagt: „Wenn du ein Haus betrittst und du siehst, dass in diesem Haus alles ordentlich, aufgeräumt  ist, man kann leicht glauben, das jenes Haus seinen Besitzer hat, der alles arrangiert hat. Ähnlich wenn du das Haus dieser Welt betrittst und du siehst auf der Erde und im Weltraum Ordnung, Zweckmäßigkeit, Gesetzmäßigkeit, wirst du leicht glauben, dass es einen Gott gibt. Aber wenn man sich nur für die irdischen Genüsse interessiert, wie einst die fünf Brüder des Reichen, ist er fähig über Ordnung und Zweckmäßigkeit nachzudenken  und so erkennen dass Gott wirklich existiert.“ Doch auch der Apostel Paulus hat geschrieben: „Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt.“ (1.Kor 2,14).   Karl Gustav Jung einer der größten Psychologen des letzten Jahrhunderts  bestätigt wissenschaftlich die Lehre aus dem heutigen Evangeliums. Er war selbst einst ungläubig und die Religion lehnte er ab. Aber, als er  die Psyche  des Menschen bis ins kleinste Detail untersuchte, stellte  er fest, dass es beim  Menschen unweigerliche  Fragen  gibt. Wer bin  ich? Wohin  gehe ich? Aus  welchem Grund lebe ich hier? Es ist möglich, dass es gibt einen Menschen die  diese Frage  nicht stellen. Vor allem die Menschen, die nur  irdische Freuden  suchen. Aber ein Mensch, der sich  ernsthaft mit diesen Fragen beschäftigt, gelangt allmählich  in die Tiefe  seines  Inneren, wo seine Selbsterkenntnis mit der Erkenntnis  Gottes zusammentrifft. Und genau so kam zum Glauben der Psychologe  Karl Gustav Jung. Seine analytische Psychologie wurde von vielen Gläubigen  übernommen und mit  ihrer Hilfe waren sie fähig  die  großen Mystiker  des 16. Jahrhunderts, wie z. B.  die  heilige Theresia von Avila und den heiligen  Johannes vom Kreuz besser zu verstehen können. Ihre Bücher: „Die innere Burg“, oder „Der Aufstieg auf den Berg Karmel“, beschreiben genau diesen Weg in die Tiefen unseres Inneren. Und Jung fügt  hinzu: „Die entschiedenste Frage unseres Lebens ist: ‚Bin ich auf Gott gerichtet, oder nicht‘?. Daraus folgt dann, dass der fatale Fehler  von der Person begangen wird, die  seine  Tiefe ursprünglich auf Gott gerichtet, verschüttet/zuwerfen/ ist mit  materiellen Genüssen in so einer Menge, dass er den Glauben an Gott verliert“. Daraus folgt auch, wenn  jemand  einen Menschen um den Glauben berauben will, muss das nicht durch  das Überzeugen oder Argumentation  machen. Die Überzeugungsarbeit und Argumente haben  noch niemanden bekehrt weder zum Glauben, noch vom Glauben weg. Dazu, dass wir jemanden vom Glauben abwenden, ist genug, wenn wir  im Menschen eine konsumierende  oder unmoralische  Lebensweise  stellen, etablieren. Wenn der Mensch viel materielle Genüsse hat, verliert er das Interesse an Gott, und an Gottes Dingen. Wir sehen es  in einer  Lebensweise vieler Menschen der Gegenwart. Der Reiche meinte, wenn jemand von den Toten  zu ihnen  käme, würden  sie vielleicht  Buße tun. Lass uns vergessen. Solange ist der Mensch mit seinen Genüsse zufrieden und erfüllt ist, wird er nicht glauben, auch wenn jemand von den Toten auferweckt wird. Schließlich ist auch Jesus auferstanden, und wie viele Genießer nehmen das ernst? Wir wurden nicht geschaffen, damit wir es uns gemütlich machen. Wir wurden für höhere Dinge geschaffen. Vielleicht kennen sie die Geschichte von einem Bauer. Eines Tages fand er ein Adlereier. Er nahm es und legte es den anderen Hühnereiern hinzu. Bald schlüpfte der Adler aus dem Ei. Der Junge  Adler wuchs mit den  anderen Küken auf, und was sie machten, machte auch er. Er dachte, er sei ein Huhn. Und da ein Huhn nur sehr  kleine  Entfernung fliegen kann, ist der Adler, auch  nur sehr kleine Entfernungen  geflogen. Er dachte, es sei alles, was er tun könne. Und das Ergebnis war, dass es wirklich alles war, was er tun konnte. Eines Tages sah der Adler einen Vogel hoch über ihm  fliegen. Wer ist das? Das ist der Adler. Der König der Vögel. Sagten ihm die Hühner. Er gehört am Himmel. Wir gehören hier am Boden, weil wir nur  Hühner sind. So lebte der Adler und starb wie ein Huhn, weil er dachte, das war das was er tun sollte. Heute möchte ich euch alle ermutigen Adler zu sein. Vielleicht wurden sie als Huhn  aufgezogen. Vielleicht sind sie Hühner geworden.Vielleicht sind wir durch unsere unklugen, kurzsichtigen Entscheidungen zu Hühnern geworden, um sich voll und ganz den Genüsse hinzugeben. Was auch immer war, machen wir heute die Entscheidung ein  Adler zu werden. Machen wir uns auf den Weg, den uns  Gott, bestimmt hat. Den Weg, des Geistes, den Weg zu Gott. Der heilige Aloisius pflegte sagen: „Ad maiora  natus sun. – Ich bin für höhere Dinge geschaffen.“

Veröffentlicht unter Sonntagpredigt | Kommentare deaktiviert für 26.Sonntag C Lk 16,19-31

Erntedankfest 2019

Einführung

Heute ist der Tag  des Dankes für alle Geschenke der Natur, die wir erhalten haben. Wir wissen, dass jede Feier der Euchristie Danksagung ist. Bei Opferung sprechen wir die Worte: „Wir bringen dir Herr Geschenke, die die Frucht  deiner Schöpfung und die Frucht menschlicher Arbeit  sind. Daraus folgt, dass jedes Werk, zwei Dimensionen hat. Wir finden darin die Macht Gottes und auch die Teilnahme des Menschen.

 Predigt

Wenn wir uns umschauen, die Natur, die Werke menschlicher Hände, Städte, Dörfer, Gebäude. Das alles ist im Wesen die Verwirklichung, Erfüllung  und  Umsetzung  von Gottes  Plan. Von  Ewigkeit an hat Gott in seiner  Weisheit  den Zweck und die  Bedeutung  von allem bestimmt. In der Geschichte der ganzen Schöpfung  können  wir  Gottes  große  schöpferische  Tätigkeit  sehen. Alles was  in der Welt geschieht, geschieht   nach seinem  heiligen  Willen. In diesem  großartigen Werk  Gottes ist nur  der Mensch eine Ausnahme. Gott, lud  den Menschen ein, an seinem Werk  mitzuarbeiten. Der Mensch wird so zu einem schöpferischen  Wesen, das Gott ähnlich ist. Dies ist ein  wunderbares  Privileg. Wir Menschen können und sollen durch unseren Geist die Weisheit und Schönheit Gottes bemerkbar machen. Was ist bisher gesagt habe und viele von ihnen haben sich wahrscheinlich gefragt, warum ich das erzähle, deshalb muss ich erklären, das es ein Vorspiel war, wieder zu erkennen, wer wir sind, was der Zweck unseres Seins  ist, und was ist die Mision unseres menschlichen Lebens. Gott hat uns geschaffen, er berief uns an seinem Leben teilzunehmen, damit wir  an seiner  schöpferischen  Tätigkeit  teilnehmen können. Vergessen wir nun, dass der  Mensch zu  Beginn seiner Geschichte in Konflikt  mit Gottes Willen geraten ist, und dass Gott noch  ein Werk für ihn  getan hat, nämlich  das Werk der Erlösung. Aber  ich  möchte jetzt  nicht darüber  sprechen. Dies ist ein anderes Kapitel. Jeder von uns sollte  erkennen, dass dies  ein großer  Vorteil  ist, wenn wir mit Gott zusammenarbeiten können. Der Glaube lehrt  uns, zur  Ehre und Herrlichkeit  Gottes zu  arbeiten. Nur ein stolzer Mann denkt, dass er Gott ist, der alles erfunden und erschaffen hat. Ein Irrtum. Wir sind nur Werkzeuge. Wie klug es fasste Carlo Carreto, als er in einer seiner Meditation schrieb/Mit dem Schweiß  auf der Stirn/.Wir könnten sagen, dass ein Mann in seiner Arbeit, nicht allein ist, dass selbst Gott es ist, der in ihm arbeitet. Die Wahrheit ist, dass Gott in seiner Schöpfung immer gegenwärtig ist und mit seiner Kreatur zusammenarbeitet, um seinen Plan zu erfüllen, wobei er auch den Menschen ausnützt. In der Hand des Künstler ist die Hand Gottes, die nach Schönheit ruft. In der Hand des Arbeiters  ist die Hand Gottes der an das Brot für seine Kinder denkt. Gott ist im Werk eines jeden Menschen präsent. Keine Entdeckung, kein technischer  Fortschritt wird ohne Gottes Willen erreicht. Ja, Arbeit ist für den Menschen notwendig. Ein Wort drückt das Wesen der Arbeit  /Erlösung/ sehr gut aus. Die Arbeit  war vor der Verwirrung durch die Sünde lediglich schöpferische Tätigkeit und Freude. Durch die Sünde beginnt sie sich mit Mühe und Leiden verbinden. Jesus Christus hat uns ermöglicht, dass die Arbeit für uns heilbringende wird. Die Arbeit hilft den Menschen vom Bösen sich  zu befreien, wichtige und nützliche  Dinge zu tun, und täglich  an seiner Erlösung zusammen zuarbeiten. Carlo Caretto dessen Bücher in vielen Sprachen gelesen werden, erklärte kurz und deutlich die Bedeutung  unserer Arbeit und  Aktivitäten. All dies hat uns den Boden für unser Denken bereitet. Heute  möchten  wir Gott für die geleistete Arbeit danken. Wenn wir Gott danken, in dem Wissen, dass er uns gesegnet hat, dass die Arbeit unserer Hände gelinkt, dass wir an seinem Werk zusammenarbeiten  können. Auf dem was uns aufzubauen gelungen sind, sehen und nehmen wir wahr: Gottes Schönheit, Weisheit, Größe. Vielen Dank für das Privileg mit Gott zusammenarbeiten  zu dürfen. Jede kleine Arbeit, nicht nur  die großen, sondern auch die einfachsten, das  ist unser Anteil, an dem Werk des Guten und der Erlösung. Allen, die fleißig  arbeiteten, gehört  Dank und  Anerkennung ausgesprochen.

 

m

Veröffentlicht unter Sonntagpredigt | Kommentare deaktiviert für Erntedankfest 2019

Donnerstag der 25.Woche Lk 9,7-9

Jesus, den Herodes  sehen wollte, sei mit euch.

Herodes hörte von allem, was um Jesus herum geschah und war verlegen, weil einige sagten, Johannes der Täufer  sei von den Toten auferstanden, andere  sagten, einer von den alten Propheten ist von den Toten auferstanden. Wir sehen, dass Jesu Wirken, die Fragen auch bei Herodes herausgreifen.

Jesus, du kamst vom Vater, um uns seine  Liebe zu künden. Herr, erbarme dich unser.

Du bist unter uns zum Weg der Wahrheit geworden. Christus, erbarme dich unser.

Du führst uns zum Vater. Herr, erbarme dich unser.

Während die Apostel wanderten im Auftrag Jesu in Galileä, ließ  Herodes  Johannes  den Täufer enthaupten. Nach diesem kriminellen  Mord fühlte sich Herodes in seiner  Burg unwohl. Hier erfuhr er von den Wundern Jesu. Viele  Gerüchte, die unter den Menschen  kursierten, kamen zu ihm. Lukas schreibt, dass Herodes sei  verlegen gewesen. Sein Zustand könnte auch so ausgedrückt werden als Zweifel, Unsicherheit, Hilflosigkeit. Wer ist Jesus? Diese Frage legte sich das Volk, die Höflinge und selbst der Herrscher Herodes. Er war wegen der verschiedenen Meinungen über Jesu unsicher. Auch bei den Israeliten äußerte sich ab und zu der Hünneraberglaube. Die Seele  des hingerichteten Mannes/Johannes/ zog in einen anderen Menschen um. Diese Täuschung fand bei  Herodes  mehr willige Ohren, als  das Wort  der Wahrheit. Herodes Herz war feige. Er wollte Jesus sehen. Dies geschah, als Pilatus Jesus  zu Herodes sandte. Herodes freute sich. Er hoffte von Jesus ein Wunder   zu sehen. Er wollte Jesus sehen und mit ihm sprechen. Er dachte,  er würde Jesus auf diese Weise erkennen. Was für ein Irrtum der Weg zu Jesus führt nicht durch die Unterhaltung, Wunder, oder Neugier. Es führt durch Glauben und Liebe. Jesus  zu kennen ist ein Geschenk Gottes, nach dem wir uns in Demut  und aufrichtig sehnen müssen.

Von Gott gibt es viele Vorstellungen. Am meisten wird das Bild vom Vater im Himmel verwendet. Wir nennen Gott unseren Vater, weil Jesus Christus und so beten gelehrt hat:

Die  Welt ist voller Friedenssehnsucht, aber  oft ist es nur eine weltliche Friedensvorstellung. Der Stärkere hat das Techto, der Klügere bekommt das Recht. Jesus aber  sagte, bei euch aber soll es nicht so sein, deshalb gebe ich euch meinen Frieden.

Herr, von  Früchten deiner Schöpfung werden alle satt. Du schenkst dem Menschen Brot von der Erde und Wein, der sein Herz erfreut.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Donnerstag der 25.Woche Lk 9,7-9

Mittwoch der 25.Woche Lk 9,1-6

Jesus Christus, der seine Apostel in die Welt sandte das Reich Gottes zu predigen, sei mit euch.

Jesus, am Ende seiner Tätigkeit in Galileä erweiterte sein Werk, indem er seine  Apostel aussandte, das Reich Gottes zu predigen. Die Apostel haben ihn bisher nur als Zeugen seiner  Worte und Taten begleitetet. Jetzt will er sie zur selbständigen apostolischen Tätigkeit führen. Durch sie will er die  Botschaft von Gottes Reich in allen Dörfer und Städten in Galileä verbreiten. Es war noch nicht die wahre Verkündigung des Heiles, zu der die Apostel nach der Herabkunft des Heiligen Geisten, bevollmächtigt wurden.

Jesus, du bist zugegen, wo Menschen dein Wort verkünden. Herr, erbarme dich unser

Du bleibst bei uns bis ans Ende. Christus, erbarme dich unser.

Du läßt in menschlichen Wirken deine Macht sichtbar werden. Herr, erbarme dich unser.

Jesus rief seine Apostel zusammen. Das deutet etwas feierliches an. Die Aufgabe der Apostel bestand nicht darin, vor Jesus zu gehen,  sondern eher ihm zu folgen. Die Menschen wussten schon viel über Jesus. Die Apostel sollten darin fortsetzen, was er angefangen hatte. Sie sollten herausfinden, wer ihrer Anwesenheit und ihren Worten  würdig ist. Sie sollten den Staub von ihren Füßen schütteln, wo sie nicht  empfangen wurden. Jesus besteht darauf, dass die Menschen selbst entscheiden müssen. Jesus gibt den Apostel die Macht, die bösen Geister auszutreiben und die Kraft zu heilen. Sie sollen Frieden und Liebe bringen. Durch die Wunder sollen sie  die Wahrheit  ihrer Mission  bestätigen. Da Gottes Reich nicht durch Mensche Macht errichtet wird, sondern durch Gott. Deshalb sagt er zu den Aposteln, nichts auf dem Weg zu nehmen, weder Tasche, noch Brot noch Geld. Jesus gibt den Apostel auf den Weg nicht nur die Macht, sondern auch die Anweisungen. Sie sollen einfach ohne Vorbereitung und ohne  Vorrat gehen. Jesus versichert ihnen, dass sie  Alles  von denen erwarten können, zu denen sie kommen. Sie sollen sicher sein, dass sie keine Knappheit haben werden. Und das ist passiert. Als die Apostel von ihrer Mission zurückkamen, fragte Jesus sie, ob ihnen an etwas  felhte und sie antworteten, dass es ihnen an nichts fehlte. Diese Anweisung war jetzt gültig, als die Apostel zu dem Volk Israel gingen, das das Recht  der Diener Gottes kannte. Ernährung war ein Recht für ihren Dienst. Später bei den Heiden, werden die Ankündiger des Evangelims um sich kümmern, damit sie nicht den Eindruck erwecken, dass  sie nicht  zur Last sind. Der heilige Apostel arbeitete jahrenlang  mit  eigenen Händen für sein Brot. Aber  er  lehnte es nicht ab,  wenn es geeignet war, eine Unterstützung der Gläubigen für das Wohl der Gottes Sache zu bekommen.

Zu unserem Vater im Himmel, der uns zu seinen Söhnen und Töchtern berufen hat, beten wir voll Vertrauen:

Der Friede Christi will sich auf unser Leben auswirken, durch seinen Kreuzestod weckt er in uns den Willen zur Versöhnung und  führt  uns  zur Gemeinschaft. Deshalb bitten wir:

Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit.

 

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Mittwoch der 25.Woche Lk 9,1-6

Dienstag der 25.Woche im Jahr. Lk 8,19-21

Gott, der Herr, der uns durch Jesus Christus den Geist des Glaubens geschenkt hat, sei mit euch.

Als die Pharisäer Jesu Wunder nicht leugnen konnten, begannen sie zu verbreiten, dass Jesus mit der Hilfe des  Bellezebub, die bösen Geister austreibt. Diejenige, die aus jeden beliebigen Gründen gegen Jesus voreingenommen waren, verbreiteten diese falsche Nachricht, und dachten dass sie von ihrer Pflicht  befreit sind, ernsthaft darüber nachzudenken, wer Jesus und was seine Mission ist.

Jesus, wenn wir den Willen deines Vaters erfüllen, sind wir deine Brüder und Schwestern. Herr, erbarme dich unser.

Du hast in allem dem Vater die Ehre gegeben.  Christus, erbarme dich unser.

Du rufst und führst uns in das Reich des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Die böswilligen Reden haben die Verwandten Jesu erreicht. Als sie diese Reden hörten, kamen sie, um ihn abzuführen, schreibt der heilige Markus. Der Evangelist Lukas erwähnt nicht, warum die Verwandte zu Jesus kamen. Er schreibt nur, dass die Leute, die um Jesus herum waren, sagten zu ihm: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und und möchtehn dich sehen.“ Darauf antwortete Jesus: „Meine Mutter und meine Brüder, sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.“ Hier hat Jesus gesagt, was er für wesentlich hält und was wir für wesentlich halten sollen. Die Gemeinschaft mit Jesus bildet sich nicht durch natürlichen, verwandschaftlichen Verbindungen, also durch Verbindungen des Blutes. Wer das Wort Gottes hört und bewahrt, der ist in der Gemeinschaft mit Jesus, der ist ihm nahe. Jesu Mutter Maria ist aller Ehre würdig, aber nicht vor allem darum, dass sie seine natürliche Mutter ist, sondern darum, dass sie das Wort Gottes  bewahrt, sie ist die demütige Dienerin Gottes. Sie ist voller Glauben, Liebe und Hingabe an Gott. Das Zuhören und die Bewahrung des Wortes Gottes bedeutet seine Mutter, sein Bruder, seine Schwester  zu sein. Wir hören auch dieses Wort. Es ist nicht wichtig, dass wir Jesus sehen, wie seine Verwandte  ihn sehen wollten. Es geht darum das Wort Gottes zu hören und zu erfüllen. Auf dem ist die Kirche gebaut. Auf dem Gottes Wort. Das Wort Gottes ist die Seele der Kirche und sie ist ihre Frucht. Die Kirche schafft, bildet Jesu Familie damit, dass sie Wort Gottes zuhört und es bewahrt.

Alle, die den Wille des Vaters tun, hat Jesus seine Brüder und Schwestern genannt. In seinem Namen wollen wir  beten:

Wer den Willen Gottes tut, findet den Frieden. Deshalb bitten wir:

Selig, die den Willen Gottes tun und aufgenomimen werden zu denen, Idee Vergebung  gefunden haben.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Dienstag der 25.Woche im Jahr. Lk 8,19-21

Gewissenhaftigkeit und Gewissenlosigkeit

Sollen wir  unser Gewissen wohl oft befragen, ob  etwas  recht  oder unrecht ist? Bei  allem, was wir tun  sollen wir denken. Ist das gut? Wenn wir  es so  machen, wird   es uns  mit der  Zeit  zur  Gewohnheit, fortwährend   auf unser  Gewissen   zu achtem und kostet  uns  gar   keine   Mühe  mehr. Wie  nennt  man den, der  immer  auf  sein  Gewissen  achtet  und ihm auch  folgt? Gewissenhaft.  Wie nennt man  aber  diejenigen, der  sich um das, was  ihm das  Gewissen   sagt, nicht  kümmert.?  Gewissenslos. Wer ist  glücklicher, der gewissenhafte oder  der gewissenslose  Mensch? Was  macht den gewissenhaften  Menschen glücklich? Sein Gewissen sagt ihm, dass er  auf  dem rechten Wege ist, dass Gott mit ihm zufrieden ist. Das macht  ihm große Freude. Wie nennt man  diese Freude, die aus  einem  guten  Gewissen entspringt? Den Frieden des Herzens. Dieser Friede  macht uns viel glücklicher, als alles, was es in der Welt gibt. Wenn man sich immer an sein  Gewissen hält und sich nicht danach richtet, ob einem etwas angenehm  ist  oder nicht, ob  einen die  Leute loben   oder  tadeln, wird man zu einem Charakter. Wie  gut  es ist  ein Charakter  zu sein. Wie  geht es  aber  dem  gewissenslosen Menschen? Wie sieht es in  seinem  Inneren  aus? Sein Gewissen  macht  ihm  Vorwürfe, denen  er nicht  entfliehen kann, durch diese  Gewissensbisse, wird ihm alles   verbittert, nichts  freut  ihn recht. Wann wird den  gewissenslosen   Menschen das Gewissen  am meisten   peinigen? Bei Sterben. Es  kommt  wohl vor, dass sich  das Gewissen  auch bei Sterben wenig regt, weil  es fortwährend     unterdrückt   worden ist. Das ist aber  um so schlimmer. Warum? Weil  sich  ein solcher Mensch nicht bekehrt. Wird sein Gewissen   doch  noch  einmal  erwachen? Ja, in der Ewigkeit. Mit   welchen Worten  sagt   uns  Jesus, dass  die Sünder das Gewissen  in der  Ewigkeit  furchtbar  peinigen  wird? Ihr  Wurm  stirbt nicht. Was  heißt   das?  Das Gewissen  wird  an der  Seele  immerfort  nagen und sie  peinigen. Wie nützt ihr  auch also in bezug auf  euer  Gewissen verhalten , wenn ihr  glücklich  werden wollt? Wir  müssen  auf  unser  Gewissen achten und es  immer  besser  ausbilden. Das  Gewissen ist das  inneres Licht, dass  uns  zu  erkennen gibt, ob das, was  wir tun, gut  oder  böse ist. Alle  Völker haben  das Gewissen, fühlen auch, dass  sie  ihm  folgen sollen und  können  es nie ganz unterdrücken, es muss also von  Gott sein.  Dem Gewissen muss man  folgen, auch  wenn es  unverschuldet irrt. Wenn es  zweifelt, muss  man  sich  erkundigen. Ist dazu keine Zeit, so  kann man  beliebig handeln. Aber  viele  sind  selbst schuld, dass ihr  Gewissen irrt. Gewissenhaftigkeit  macht  glücklich.  Gewissenslosigkeit verächtlich  und unglücklich.

Veröffentlicht unter Katechesen | Kommentare deaktiviert für Gewissenhaftigkeit und Gewissenlosigkeit

Padre Pio Lk 8,16-18

Jesus der sagte: Denn es ist nichts verborgen,was nicht offenbar werde, er sei mit euch.

Heute haben wir den großen Gedenktag von hl.Pius von Pietrelcina. Einige Daten aus seinem Leben. Er wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina geboren. Sein Geburtsname war Francesco Forgione. In den Orden der Kapuziner trat er am 6. Jänner 1903 ein. Die Ordensgelübde, legte er am 27. Jänner 1907 ab. Seit 1918 trug er an seinem Körper die Wundmale Christi. Das Gerücht seiner Heiligkeit hat sich sich schnell ausgebreitet und viele Leute begannen ihn aufzusuchen. Am 16.Juni 2002 erklärte ihn Papst Johannes Paul II. zum Heiligen.

Jesus, du hast das Leben in Armut  angenommen. Herr, erbarme dich unser.

Du warst dem Vater gehorsam bis in den Tod. Christus,erbarme dich unser.

Du bist den Weg der Entsagung und der Sühne gegangen. Herr, erbarme dich unser.

Wir kennen mehrere Artikel über die Bilokation des Pater Pio. Einer von ihnen wurde von der italienischen Schriftsteller Andreas Tornielli beschrieben. Sein Artikel erzählt, wie Pater Pio in eine Gefängniszelle in Budapest kam, in der Kardinal Jozsef Mindszenty, der ungarische Primas, inhaftiert war.  Bilokation ist ein  außergewöhnliches mystisches Phänomen, das dazu führt, dass sich eine Person gleichzeitig an zwei Orten befindet. Pater Pio hatte dieses kostbare Geschenk. Viele Augenzeugen aus verschiedenen Teilen der Welt bezeugen die Anwesenheit Pater Pios, sogar hat er mit ihm gesprochen. Jozsef Kardinal Mindszenty wurde im Dezember 1948 von den den Kommunisten inhaftiert und im folgenden Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, sich gegen die Regierung verschworen zu haben. Während er im Gefängnis war, wuchs allmählich sein Wunsch  die heilige Messe zu zelebrieren. Aber er wurde immer beobachtet. Eines Morgens erschien Pater Pio vor dem Kardinal mit allem, was er zur Feier der heiligen Messe bräuchte. Bei der heiligen  Messe diente er ihm als Ministrant. Dann sprachen sich miteinander. Schließlich  verschwand Pater Pio mit allem, was er mitgebracht hatte. 1965 machte der Journalist Battisti Interview mit Pater Pio und unter andern fragte ihn, ob er sich traf mit Kardinal Mindszenty. Pater Pio bestätigte das: „Ja, wir haben uns getroffen und haben sich unterhalten.“ Dies war jedoch nicht der einzige  Fall der Bilokation von Pater Pio. All dies zeugt von  außergewöhnlichen Gaben, die Pater Pio hatte.

Wir wollen beten, dass Gott uns befreie vom Bösen, damit wir seinen Willen tun können:

Christus will,dass alle, die teilhaben an dem einen Brot und dem einen Kelch, in Frieden und Eintrach zusammenleben. Deshalb bitten wir:

Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Padre Pio Lk 8,16-18

Hl. Matthäus, Mt, 9,9-13

Jesus, der zu  Matthäus sagte, folge mir nach, sei mit euch.

Matthäus, der  Verfasser  des  ersten Evangeliums, hieß ursprünglich  Levi und  war  Zöllner in Kapharnaum am See Genezareth. Eines  Tages  sah  Jesus  ihn  bei  der Arbeit  und sprach:  „Levi, folge  mir nach.“ Der  Angesprochene stand stand auf, verließ  sein Zollhaus und  folgte  dem Herrn. Christus nahm Levi  in den  Kreis  der Apostel auf. Von  diesem  Tag an trug  der  Zöllner  den  Namen Matthäus was  im  Hebräischen sowiel  wie  ,,ein Geschenk  Gottes “ bedeutet.

Jesus, du hast deinen  Aposteln den Tod des  Martyriums verheißen. Herr,  erbarme  dich unser.   

Du  krönst deine Heiligen mit  Herrlichkeit. Christus, erbarme  dich unser.

Wer dir nachfolgt, findet  das Leben. Herr, erbarme dich unser.

Spärlich  sind die  Überlieferungen  über das weitere Leben von  Matthäus. Um das  Jahr 42,  einige  Jahre nach  Christi Himmelfahrt,  soll  der Apostel  Palestina  verlassen haben und zur  Verkündigung   des Evangeliums   nach  Ägypten und   Äthiopien   gezogen  sein.  In Äthiopien   machte  Matthäus   durch  zahlreiche  Wunder, die  er  vollbrachte, auf sich   aufmerksam. So  soll er   den Sohn   des  Königs   vom  Tode   erweckt und   die  Königstochter  vom Aussatz   geheilt haben. Wie lange  Mattehäus  gewirkt, wie lange er  überhaupt   gelebt  hat, ist nicht  authentisch  überliefert. Auch  über  seinen  Tod  gibt  es  die  unterschiedlichsten Berichte.  So soll  er  einerseits eines  friedlichen Todes  gestorben  sein, in anderen  Erzählungen heißt es, er  sei zu Tode  gesteinigt  worden, wieder  andere sagen, Matthäus  sei  verbrannt worden. Die  lateinische   und die  griechische  Kirche  verehren  den Apostel  und Evangelisten  jedenfalls  als  Märtyrer.

Lasset uns  beten,wie sich  die Kirche nach der  Weisung   des Herrn von Anfang  an  zu beten bemüht war:

Herr Jesus Christus, du führst  deine Kirche   immer wieder  von  den  vier Winden  her zum Frieden. So bitten wir dich:

Selig die Frucht  bringen in ihrem  Leben und  eingehen  zur Ernte des Lebens.

 

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl. Matthäus, Mt, 9,9-13

Hl.Andreas Kim,hl.Paul Chong Hasang

Jesus, den die Apostel und einige Frauen begleiteten, sei mit euch. Das heutige Evangelium berichtet, dass Jesus das Reich Gottes verkündete und wurde nicht nur  von den Apostel, sondern auch von einigen Frauen begleitet. Einige Frauen  werden auch namentlich erwähnt. Wie Maria Magdalena, Johanna, Susanna. Auch wir sollen mit Jesus leben wie sie, oder wie die  koreanischen Märtyrer, die wir heute feiern.

Jesus, du hast alle zur Nachfolge  des Kreuzes gerufen. Herr, erbarme dich unser.

Du gibst uns Kraft durch dein Kreuz und deine Auferstehung. Christus,erbarme dich unser.

Dein Sterben war deine  Verherrlichung. Herr, erbarme dich unser.

Bei der Heiligsprechung  der koreanischen Märtyrer sagte Papst Johannes Paul II. unter anderem: „Die Wahrheit Christi ist auch in Korea eingedrungen. Sie kam gleichzeitig mit Priestern aus China. Auf wunderbare Weise brachte die Gnade Gottes ihre Vorfahren zuerst zur Wahrheit des Gottes Wort und dann zu den lebendigen Glauben an den auferstandenen Erlöser.“ Um ihren christlichen Glauben zu stärken, vervollkommnen, sandten ihre Vorfahren eines ihrer Mitglieder nach Peking, um sich taufen zu lassen. Als er zurückkehrte, gründete er mit anderen Laien die erste christliche Gemeinde in Korea. Diese junge, aber  im Glaube starke Kirche musste den  Wellen der Verfolgung  widerstehen und kann sich mit mehreren Zehntausend Märtyrern  rühmen. In den Jahren 1791, 1801, 1827, 1839, 1846 und 1866 sind mit Blut, ihrer  Märtyrer gekennzeichnet. Trotz der Tatsache, dass die Christen in Korea in der erste  Hälfte des 18. Jahrhunderts  nur zwei Priester aus China  hatten und das nur einige Zeit, vertieften sie sich in der Einheit und untereinander. Sie achteten auf die soziale Klassenunterschiede nicht und ermutigten sich die spirituelle Berufe  zu wählen. Sie suchten immer  eine engere  Verbindung  mit ihrem Bischof  in Peking und mit dem Papst im fernen Rom. Nach mehreren, vieljährigen Bitten um die größere Zahl der Priester, begrüßten ihre Vorfahren 1836 die französischen Misionare. Einige von ihnen wurden Märtyren und opferten ihr Leben für das Evangelium. Die schöne Blüte der Kirche in Korea ist die Frucht  des Zeugnisses der Märtyrer.  Ihr unsterblicher Geist ist auch heute  noch eine Stärkung   der zum Schweigen gebrachten Kirche im Nordkorea dieses so  gespaltenen Landes.

Gott, dürfen wir Vater nennen und zu ihm rufen, wie uns Christus aufgetragen hat:

Friede mit Gott bedeutet enge Beziehung zu seinem Wort. Diese Beziehung wollen wir in unserem alltäglichen Leben suchen. Deshalb bitten wir.

Lass alle, die im Finstern  Gehen, die Sonne deiner Gnade sehen.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl.Andreas Kim,hl.Paul Chong Hasang

25.Sonntag C Lk 16,1-13

25.Sonntag C 2019 Macht und Geld

Einführung

Diesen Sonntag werden wir einen Abschnitt aus dem Evangelium hören, der von einem unehrlichen Verwalter handelt. Dieser Verwalter hat seine Position  missbraucht und doch am Ende stellte ihn Jesus, seinen Hörer zum Vorbild. Dies ist jedoch eine irreführende Interpretation. Was Jesus als Vorbild setzt, ist die Erfindungskraft des Verwalters, als er feststellte, dass er entlassen werden soll. Sein Verhalten als Verwalter Jesus verurteilt eindeutig.

Predigt

Schauen wir uns diesen Verwalter genauer an und versuchen wir herauszufinden, warum am Anfang aus einem guten und zuverlässigen  Menschen schließlich ein Betrüger und ein Dieb wurde. Abraham Lincoln sagte einmal: „Fast jeder Mensch ist in der Lage Widrigkeiten zu ertragen, aber wenn du den  Charakter eines Menschen überprüfen willst, gib ihm die Macht.“ Was er damit sagen wollte war folgendes: es gibt viele Dinge im Leben eines Menschen, die seinen Charakter bestätigt. Zum Beispiel die Fähigkeit das Leid, Widrigkeiten zu ertragen. Es ist nicht leicht, in allen diesen Widrigkeiten, durchzukommen, aber die meisten Menschen kann es standhalten. Aber das  Ertragen  der Widrigkeiten, auch wenn es  eine großartige Sache ist, das ist  noch nicht der klarste Beweis für die Kraft des Charakters eines Menschen. Ein handfester Beweis ist die  Macht. Erst wenn man die Macht hat, sehen wir , was im Menschen ist. In diesem Sinne ist es interessant kleine Kinder  zu beobachten. Wenn sie ihnen zufälligerweise eine kleine Verantwortung anvertrauen, zum Beispiel auf das Spielzeug auf dem Spielplatz  aufzupassen oder sie auf die Ordnung in der Klasse zu beaufsichtigen. Es kann passieren, dass aus einem angenehmen Junge oder Mädchen plötzlich  ein kleiner Tyran wird. Daher ist es notwendig den Menschen in diesem Bereich von Kindheit an zu erziehen, damit er wenn er heranwächst dass er in großen Dingen  bestehen kann. Deshalb sagt Jesus im heutigen Evangelium. „Wer in der Kleinigkeit treu ist ist im Großen treu.“ Den Menschen muss man allmählich mit Macht und Verantwortung belasten und beobachten, wie er sich benimmt. Und wenn er besteht, kann man  ihn  mit höheren Aufgaben und mit  größerer Macht beauftragen. Dies war der Fall des unehrlichen Verwalters aus dem heutigen Evangelium. Wer weiß, wie  er zu diesem  Posten gekommen ist. Entweder war er ein guter Schauspieler, als er sich um diesen Job bewarb, oder er hatte schon  den  guten  Ruf. Aber jetzt plötzlich, als er die große Chance hatte, die sich aus seiner Position  ergeben hatte, drehte sich ihm den  Kopf. Und so ist zu Beginn aus einem ehrlichen  Verwalter allmählich  ein unehelicher  Verwalter geworden. Plötzlich begann er die Menschen, Geld, Mittel  missbrauchen, vor  allem aber das Vertrauen seines Herrn. Missbraucher der Macht und des Geldes zu werden, ist nicht schwer. Es reicht aus, wenn man einen Moment nicht aufmerksam ist. Darum muss er sich ständig bewusst sein, dass die Sachen, die ihm momentan zur Verfügung stehen, die hat er in der Verwaltung.  Nur vorübergehend und eines Tages wird er von ihnen die Rechenschaft aus seinem Tun verlangt. Die meisten Funktionen und Ämter nicht nur in bürgerlichen Bereich,  sondern auch in kirchlichen Bereich, sind nur  für  eine  begrenzte  Zeit   anvertraut, um den Missbrauch  vorzubeugen. Totalitäre  Regime  sind damit  bekannt, dass bestimmte Ämter nicht   mit  Zeitlimit  begrenzt sind, und die Beamter missbrauchen ihre Ämter/Funktionen/ können, wie es ihnen gefällt. Macht und Geld korrumpieren wirklich. Auch die gläubigen Menschen. Dafür haben wir genügend Beispiele. Es gibt nur wenige Leute, die fähig sind, die im Rahmen grenzenlosen finanziellen  und anderen Möglichkeiten daran zu denken, dass  nichts davon, was sie haben, nicht ihnen gehört, das haben sie nur in der Verwaltung. Daher ist es notwendig  zu fragen, in welchem Verhältnis stehe ich zum Amt, zu der Funktion, die ich  derzeit  ausübe und zu den Vorteilen, die mit dieser Funktion verbunden sind. Es ist schwierig in einer Gesellschaft  zu leben, in der  Menschen ihre  Funktion  missbrauchen. Jesus erwähnt im Evangelium den Erfindergeist des unehrlichen  Verwalters. Wie aktiv und erfinderisch ein Mensch  ist, wenn es darum geht seine Betrüge zu verbergen und  für seine Zukunft  zu sorgen. Jesus will uns im heutigen Evangelium sagen, dass wir so wie wir uns  aktiv  um unsere irdische  Zukunft kümmern, so auch  um unser  ewiges Leben kümmern sollten. Aber wie? Ein sehr  wirksames Mittel zur Lösung dieses Problems ist,was Jesus im Evangelium sagt: Macht euch Freude mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. Lk 16,9. Mit Geld können wir viel Gutes machen. Es wird uns helfen, wenn alles, was wir haben, zur Hilfe der anderen Menschen verwenden. Lasst uns unser Leben auf die Ehrlichkeit und Liebe aufbauen.

Veröffentlicht unter Sonntagpredigt | Kommentare deaktiviert für 25.Sonntag C Lk 16,1-13

Donnerstag 24.Woche Lk 7, 36-50

Jesus, der zu der Frau sprach: Dein  Glaube  hat dich geholfen, gehe hin in Frieden, er sei mit euch.

Jesus nahm die Einladung  des Pharisäer Simon zur  Hausfeier an. Als eine Frau dies hörte, die in der Stadt als  Sünderin bekannt war, sie kam  und mit Tränen  in den Augen waschte und mit  teurer  Salbe  salbte sie seine Füße. Wir kennen dieses Ereignis. Diese Begebenheit   erreignete  sich  in Galiläa, zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu.

Jesus, du hast  den Sündern vergeben, die zu dir  kamen. Herr, erbarme  dich unser. 

Du kennst  alle Schuld, die unser Leben  belastet. Christus, erbarme   dich  unser. 

Du hast all unsere  Schuld  am Kreuz getilgt. Herr,  erbarme  dich unser.

So wurde  Jesus als Gast zum Pharisäer  Simon  eingeladen.  Es war  vor  einem  gewaltigen Streit mit den Pharisäer. Aus dem Evangelium  geht hervor, dass Simon  Jesus  nicht   sehr herzlich  und freundlich  aufgenommen hat, sondern  mit einer  Art, Zurückhaltung   und  kühler  Höflichkeit. Einerseits,  fühlte er  die Größe  Jesu, anderseits  stand er  unter  dem Einfluss  seiner Partei, die gegen Jesus war. Er nahm daher  eine Warteposition ein. Jesus  lehnte die Einladung  nicht  ab, um  nicht  zu beschuldigt zu werden, die Pharisäer  gänzlich  abgelehnt  zu haben. Jesus versucht gegen die Pharisäer  alle Mittel.  Strenge  und Gütigkeit,  Härte  und Freundlichkeit. Die Pharisäer waren zu dieser Zeit  bereits  Feinde Jesu. Beachten  wir aber in diesem  Evangelium  eine Frau,  die Sünderin ist.  Sie  hatte Jesus schon einmal  gesehen  und  gehört. Er öffnete   ihre  Augen  für das  verlorene Leben und sie  begann all  das Böse  zu bereuen, das  sie  begangen   hatte.  Diese Frau verdankt Jesus,  dass er ihr Herz  verwandelte  und ihr das Leben  retette. Jesus  brachte  sie  in ein  wirkliches  Leben zurück. Deshalb   kommt sie  voller Dankbarkeit zu Jesus,  die  durch  den  Geruch   von Öl   ausgedrückt  wird. Die Tränen   drücken   ihr Bedauern aus. In der Salbung mit Öl  ist ihr Opfer. Eines ist  sicher:  diese Frau,  vorher eine Sünderin, bereute   ihr sündiges Leben und sie wandte sich   mit ihrem ganzen Herzen zu Gott.

Sprechen wir  im Geist  der  Demut und Versöhnung   miteinander   das Gebet, das  uns   der  Herr gelehrt hat:

Es ist gut  zu wissen,  dass  Gottes  Friede  kommen  wird. Wir   wollen  uns   bereit  halten  für  dieses  Geschenk und beten:

Herr mach mich  zu einem Werkzeug deines Friedens.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Donnerstag 24.Woche Lk 7, 36-50

Mittwoch der 24.Woche Lk 7,31-35

Jesus, der sprach: Und die  Weisheit  ist  gerechtfertigt worden von  allen  ihren  Kindern, er sei mit euch.

Jesus fasste die Ergebnisse  der Wirkung  von Johannes  dem Täufer zusammen und  machte Schlussfolgerungen.

Durch die Taufe  der Buße bereitete Johannes  den Weg  nach Gottes  Plänen und  unter  Gottes  Anleitung vor.  Das Volk  erhielt  die Taufe  des Johannes  mit Demut  und dem Wunsch  nach  Reinigung. Die Pharisäer lehnten es  ab  und wollten  den Schwerpunkt   in die  Debatten  setzen, wer eigentlich  Johannes der Täufer ist. Die Ersten erkannten die Gottes Gerechtigkeit an, liesen sie sich taufen,  die Zweiten – Pharisäer – liesen sich nicht taufen  und machten Gottes Pläne zunichte.

Jesus, du bleibst  mit deinem  Wort  immer bei uns. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  uns den Beistand  des  Heiligen Geistes  verheißen. Christus, erbarme dich unser. 

Du gibst   uns die Kraft  zur Arbeit   in deinem  Reich. Herr, erbarme dich unser. 

Die Konsequenzen dieser  Haltung bestehen  von der Vergangenheit  bis zu  dem Zeitpunkt, als  Johannes  der Täufer im Gefängnis leidet und  die Worte  und Handlungen  von  demjenigen  übernommen wurden dem Johannes  den Weg vorbereitete. Die Pharisäer sind auch gegen Jesus  willkürlich, wie sie zu  Johannes  dem Täufer  waren. Jesus ähnelt sie zu den willkürlichen  Kindern  auf dem Platz   beim Spielen. Einige Kinder wollen zur Hochzeit spielen, die anderen   wollen zum Begräbnis spielen. Die ersten  spielen  Flöte   und wollen tanzen, die Zweiten sumsen  Bestattungslieder   und wollen weinen. Jeder besteht   auf sich selbst  und ist  mit dem anderen  nicht  zufrieden. Und das mit  einer solchen  Willkür  mit solcher Schrulligkeit,  wie man das nur  bei Kindern sehen kann. Gerade diese Willkür und Schrulligkeit beherrschte  viele  Pharisäer, denen Gottes Pläne nicht gut erschienen und sie  wollen  immer  etwas anderes als Gott.  Ihnen passt nichts,  sie kritisieren und   lehnen alles  ab.   Von Johannes  den Täufer,  der kein  Brot gegessen hat und keinen  Wein  getrunken hat  behaupteten sie  er hat einen Teufel,  von Jesus  der isst und trinkt   sagen sie, „… siehe ein Fresser  und Trinker,  ein Freund   der Zöllner und  Sünder.“ Auch heute gibt es die Menschen, die mit nichts zufrieden sind, die alles kritisieren, sie denken, dass nur sie Recht haben. Eigentlich  wissen  diese Leute  gar nicht, was sie wollen.

Jesus Christus hat uns ein Gebet  hinterlassen, das  uns  Rückhalt  gibt,  wenn unsere  Entscheidung  für Gott gefordert  ist. Wir dürfen  im  Vertrauen beten:

Zuverlässigen  Frieden  finden wir  nur in der  Treue  zu Gott. Durch  den  gemeinsamen  Glauben  verbunden, wollen wir  beten:

Lehre  uns  Herr, deinen Willen zu tun.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Mittwoch der 24.Woche Lk 7,31-35

Dienstag der 24.Woche Lk 7,11-17

Jesus, der den Jünger aus Nain  auferweckte, sei mit euch.  Nur der heilige Lukas  berichtet  von dem Vorfall mit dem  Jugendlichen aus Nain. Die Stadt  Nain liegt in der Nähe des Berges Tabor ca. 50 km südwestlich  von  Kafarnaum. Jesus kam zu den  Toren  dieser Stadt, gerade in dem Augenblick, als  der  Trauerzug  durch  die  Straßen ging. Es war Gottes Lenkung, dass der Trauerzug Zeugnis des  Wunders wurde. 

Jesus, du bist  gekommen, uns  ewiges Leben  zu schenken. Herr, erbarme dich unser. 

Du hast  Tote  erweckt  als der Herr über Leben und Tod. Christus, erbarme dich unser. 

Du bist  von den  Toten  auferstanden zu neuem Leben. Herr, erbarme dich unser.

Zwei Züge trafen  sich vor  dem Stadtort. Eskorte  des  Todes  mit den Toten  und die Eskorte  des Herrschers  des  Lebens, der Jesus ist. Als Jesus  die Mutter sah,  bedauerte er sie und sagte  zu ihr. „Weine nicht!“ Welch  ein Trostwort  inmitten  von  Hilflosigkeit. Das Wort aufmerksam und   sanft und zugleich  kraftvoll  und  vielversprechend. Aber dieses Wort ist nicht nur  ein schwacher und  machtloser  menschlichen  Trost. Es ist  ein Wort  des mächtigen Trostes  Gottes. Alles  ist bereits   in diesem  einfachen Trostwort  einbezogen. Jesus, wusste, was er tun wird.  Er berührte den Sarg. Die  Träger  blieben stehen. Wussten sie, wer  vor ihnen stand? Nach den wohlgesinnten Wörter  des Trostes  folgt die mächtige Tat der Hilfe. „Ich sage dir,  steh auf!“ Als ob man ihn aus  einem Traum wecken würde. Und der junge Mann setze sich auf und alle fürchteten sich. Sie priesen Gott: „Ein großer  Prophet   ist unter uns erweckt  worden!“ Wundern wir uns nicht,  dass  sich die Nachricht  über dieses Wunder  in ganz  Judeä verbreitet hat. Die  Gnaden Zeit des Herrn ist  gekommen  und  sie wird  niemals aufhören.

Mit den Worten,die Jesus  uns  gelehrt hat, beten wir gemeinsam zu  unserem Vater  im Himmel:

Durch  das Blut  am Kreuz hat Jesus Chrisstus  Frieden gestiftet und uns  versöhnt.  Deshalb bitten wir ihn:

Der Herr ist mein Hirte,  nichts wird  mir fehlen. Er läßt mich  lagern  auf grünen Auen und führt  mich  zum Ruheplatz  am Wasser.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Dienstag der 24.Woche Lk 7,11-17

Das irrige Gewissen

Schauen  wir  nun, wie wir uns  gegenüber  dem Gewissen verhalten sollen. Vor allem fragen wir  uns, ob wir  dem Gewissen immer  folgen sollen. Wie  dann, wenn unser  Gewissen  irrt? Kann es wohl irren? So wie  der Verstand überhaupt irren kann, kann auch das  Gewissen irren. Es vertraut sich z.B. eine Mitschülerin Namens Ema ihrer Freundin Elsa an. „Ich fürchte ein schlechtes Zeugnis zu erhalten. Wenn ich wirklich ein schlechtes Zeugnis erhalte, laufe ich meinen Eltern davon. Ich habe schon alles vorbereitet. Niemand weiß etwas, nur dir vertraue ich es an. Gib mir dein Ehrenwort, dass du niemand  etwas sagen wirst.“ Elsa gibt ihr das Ehrenwort. Darnach ist Elsa beunruhigt. Sie möchte gerne der Mutter Emas Mitteilung machen, um  ein Unglück  zu verhüten. Aber sie meint, sie  dürfte ihr Versprechen nicht brechen und so sagt sie nichts. Hat ihr Gewissen richtig verurteilt? Nein, wenn der Elsa ihr Versprechen hält, kann das  ein Unglück  zur Folge haben. Unter diesen  Umständen  gilt das Versprechen nicht. Wenn aber Elsa vollständig  überzeugt ist, sie dürfe nichts offenbaren, was soll sie dann tun? Ihrer Überzeugung  folgen und nichts offenbaren. Ihr Gewissen ist zwar  irrig, aber sie weiß  ja nicht, dass es irrig ist, und muss ihm darum folgen. Es  ist unrecht, dass sie das, was Emma vorhat,  nicht offenbart, aber sie weiß  nicht, dass es Unrecht ist. Begeht sie also eine Sünde? Nein. Wenn aber Elsa zweifelt  ob sie  unter  diesen  Umständen  ihr Versprechen  halten müsse, was soll sie  da tun?  Ihre Eltern,  die Lehrerin,  oder den Priester fragen. Es kommt aber vor, dass man  im  Gewissen zweifelt, ob man  etwas  tun muss oder tun darf und  dass man  keine Zeit   hat nachzufragen. Wenn man zweifelt  ob eine Handlung  Sünde ist und auch nicht nachfragen kann, darf man die Handlung verrichten.  Nur in gewissen Dingen darf man nicht im Zweifel handeln, weil es  zu gefährlich wäre. Sind  die Menschen an ihrem irrigem Gewissen nicht oft  selbst schuld? Sie unterrichten  sich nicht genügend  in der Religion. Was ist  wohl  der Grund, dass sie  sich nicht unterrichten lassen. Es ist  teils  Gleichgültigkeit, teils  dass sie in ihrem Sündenleben nicht  gestört  sein wollen. Sie lassen sich lieber  von   ungläubigen Menschen einreden, man brauche  keine Gebote  zu halten, der Mensch  soll sein   eigener   Herr sein. Das ist natürlich nicht wahr. Wir sind nicht   unsere  eigenen  Herren. Wer ist unser Herr?  Gott.  Warum ist Gott unser Herr?   Auch das ist nicht wahr, dass alles, was   die Natur begehrt, gut ist,  denn unsere Natur   ist durch die Sünde   verdorben.  Aber viele  hören solche  Beschwichtigungen    gerne   und suchen   selber   durch    solche   Ausflüchte   ihr  Gewissen    zu beschwichtigen. Habt  ihr vielleicht schon  gehört  worauf   sich Betrüger     gerne ausreden? Einem Reichen, schade es nicht, betrogen zu werden, mit der Ehrlichkeit   könne man   nicht  durchs   Leben   kommen. So gibt es  für  jede  Sünde  eine   Ausrede.  Zuerst  sehen  die  Sünder wohl, dass es  nur    eine   Ausrede   ist,  aber  nach und nach   glauben  sie  die   Ausrede selbst,   und   ihr   Gewissen   sagt  ihnen  nicht   mehr   die Wahrheit.  Werden solche beim  Gericht  Gottes   mit  der  Entschuldigung durch kommen? Ich  habe   nicht gewusst, dass  das  was  ich tue, Sünde   ist. Warum nicht?  Es  ist  ihre  eigene   Schuld gewesen, dass   sie  es   nicht  wussten,  denn   sie   haben  es  nicht wissen   wollen,  und   eine   Ahnung,  einen  Schimmer haben  sie  doch   noch   immer   davon   gehabt,  dass   ihr   Leben  sündhaft   ist. Macht   es ihr  nicht so.  Macht    es ihr   ja  nicht. Verfälscht  euer   Gewissen   nicht. Ihr würdet  euch  damit nur   selbst  zugrunde    richten. Bildet   vielmehr euer  Gewissen   aus, damit  es  euch  immer  besser  führt.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Das irrige Gewissen

Hl. Kornelius und hl. Cyprian Lk 7,1-10

Jesus Christus, der sagte:Nicht einmal  in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden,er sei mit euch.

Der Lebensgeschichte  von Cyprian dem großen Bischof von Karthago,steht  in engem Zusammenhang  mit dem Papst Kornelius. Wie  das Haupt des Papstes wird auch  das von  Cyprian  in Kornelimünster  bei Aachen verehrt. Auch Cyprian  ist  Kanon-Heiliger, auch er starb  an einem 14.September. Beider Gedenktag  wurde auf den  16.September  gelegt.

Jesus, du bist gekommen, um Menschen zu helfen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast unsere Krankheiten geheilt. Christus, erbarme dich unser.

Du freust dich darüber, wenn wir Glauben haben. Herr, erbarme dich unser.

Cyprian, einer der bedeutendsten Kirchenschriftteller der Frühkirche, kam als Sohn  reicher, heidnischer Eltern um das Jahr 200 in Karthago zur Welt. Erst später  bekehrte er sich zum Christentum. Er empfing 248 die Taufe, dann Priesterweihe, und schon bald darauf wurde er zum Bischof von Karthago  und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche gewählt.

Während der Christenverfolgung unter  Kaiser Decius leitete Cyprian  seine Gemeinde  nur  mit der  Hilfe von Briefen vom Verborgenen  aus. Wie  Papst  Kornelius  zur selben Zeit in Rom musste sich auch Cyprian nach seiner Rückkehr  nach  Karthago mit der Frage   der sogenannten  ,,Lapsi“ der während der Verfolgung  vom Christentum Abgefallenen  befassen. Auch er neigte  wie Kornelius   zu Milde  und Vergebung.  Mit dem Papst setzte es sich über dieses Problem in Briefen  auseinander. Während  einer erneuten  Verfolgung wurde Cyprian von Kaiser  Valerian  verbannt und schließlich  am 14. September  258 in Karthago  enthauptet. Reliquien des afrikanischen Märtyrers kamen auch  in die französischen Städte Compiegne und Lyon.

Wir haben den Geist empfangen, der uns  zu deinen Söhne  und Töchtern berufen hat. In ihm dürfen wir beten.

Jesus hat uns  zu Gliedern seines Leibes  gemacht und damit auch zum Frieden  berufen.

So spricht der Herr, solchen Glauben habe ich in Israel nie gesehen.

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Hl. Kornelius und hl. Cyprian Lk 7,1-10

Kreuzerhöhung 2019

Jesus Christus, der uns durch  das Kreuz seine Liebe erwiesen hat, sei mit euch.

Heute feiern wir das Fest der Kreuzerhöhung. Das Kreuz  Jesu  Christi ist  die Schule  aller christlichen  Weisheit. Jesus, der  Sohn  Gottes, ist durch seinen  Tod am Kreuze unser  Erlöser  geworden, aber  dadurch hat er nicht  aufgehört, auch noch am Kreuze unser Vorbild und unser Lehrer zu sein. Nicht bloß sein  heiliges  Leben, sondern auch  sein  bitteres  Leiden und  Sterben ist  und  bleibt für  uns  ein  Gegenstand der  Nachahmung.

Jesus, du hast für uns das Kreuz getragen. Herr, erbarme dich unser.

Du bist am Kreuz erhöht werden. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst wiederkommen im Zeichen  des Kreuzes. Herr, erbarme dich unser.

Ja liebe Brüder und Schwestern auch am Kreuze ist Jesus Christus noch  unser Lehrer und so ist, wie  der hl. Augustinus sagt /August Tractat. 119 in Joan/ jenes Holz an welchem  die Glieder  der sterbenden Erlösers, angeheftet waren, ist für uns  die Kanzel des  lehrenden  Meisters somit ist  sein heiliges Kreuz für uns die Schule  aller  christlichen  Weisheit geworden. Was Jesus in seinem Leben durch Worte und taten lehrte, das lehrte er  am Kreuze durch sein Schweigen, durch  sein Leiden und  Sterben durch  sein Kreuz  selbst. Aber die Weisheit, welche  der Gekreuzigte  lehrt, ist eine  himmlische, keine irdische, sie ist eine  geistige, keine  fleischliche Weisheit. Diese Weisheit, die christliche nämlich, weil sie von Christus kommt und zu Christus führt, diese Weisheit betrifft das eine Notwendige, welches ist: Die Sünde  fliehen, Gott zu  ehren, Gott zu lieben, Gott dienen und so selig werden. Diese christliche Weisheit erlernt  sich am schnellsten am leichtesten am sichersten in der Schule des Kreuzes.

Bei den Füßen des Gekreuzigten und versenkt in ein Meer geheimnisvoller Betrachtungen über das große Werk der Erlösung, erlangten die Heiligen Gottes jene hohe Tugend, welche  wir  in ihrem Leben bewundern.

Der  hl. Thomas  von Aquin, jener  wahrhaft englische Lehrer bekannte  von sich selbst. Er habe  von dem Kreuz  Jesu Christi weit mehr  gelernt, als  aus  Büchern.

Als der hl. Bonaventura gefragt  wurde, wo  er  denn  die kostbare Büchersammlung  habe, aus  welcher er  wahrscheinlich alle Schätze  seiner Weisheit  geschöpft   hatte, so  zeigte er hin auf  das  Bildnis des  Gekreuzigten, und sprach:  „Hier ist die Bibliothek, aus  welcher  ich  alles  gelernt habe, was  ich weiß.“

Die hl. Katharina von  Siena, diese  hochbegnadete und in  der Wissenschaft  des Heiles  erleuchtete Seele, bat  einst Gott, er  möge  ihr den Weg zur  Vollkommenheit zeigen und zur  Vereinigung  mit  ihm kommen. Gott  antwortete  ihr   in  einer  himmlischen Offenbarung: „Sieh auf  Jesus, meinen  Sohn, in welchem  ich  mir  allein wohl-gefalle, und welcher  sich  selbst  entäußerte, die Gestalt  des  Knechtes   annahm, und gehorsam  war  bis  zum  Tode  des Kreuzes.“

Im Namen Jesu Christi der durch sein  Kreuz die Welt gerettet hat, wagen  wir  zum  Vater zu beten:

Das Kreuz einst ein Zeichen der Schande hat uns den Frieden gebracht. Deshalb  bitten wir:

Selig, die gerettet werden, durch Jesus Christus der  für  uns am Kreuz erhöht  ist. 

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Kreuzerhöhung 2019

Freitag der 23.Woche Lk 6, 27-38

Jesus,der sprach: Was ihr  wollt, das euch die  Menschen tun, so  tut  auch  ihr ihnen ebenso, er sei mit euch.

Jesus predigte/verkündigte/ ein neues Leben  unter den Menschen. Er verkündigte es vor allem durch die Liebe und auch durch die Liebe zu den Feinden. Jesus  unterdrückte  überall Zornausbrüche und den Gedanken an Rache. Als Jakobus und Johannes Feuer und Schwefel auf die Stadt herabrufren wollten, wo die Bewohner Jesus nicht annehmen wollten, da sagte Jesus zu ihnen: ihr weißt nicht, wessen Geist  ihr seid. 

Jesus, du hast Liebe zu allen Menschen. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns befohlen, unsere  Feinde zu lieben. Christus, erbarme dich unser.

Du willst, dass unsere Liebe selbstlos  ist. Herr, erbarme dich unser.

Die Liebe von der  Jesus spricht, ist eine  heilige, gerechte  und feste Liebe. Es ist  keine  Feigheit  vor dem Bösen, sie  verbirgt  keine Fehler. Es ist  die Liebe  zu  den Menschen, die notwendig ist zu retten, auch  wenn man  seine  bösen Taten verurteilen muss. Jesus verurteilte  die  Sünde, liebte  aber  jeden Menschen. Jesus starb für alle Menschen  am Kreuz  und auch für  diejenige, die  ihn  hassten. Es war  die  größte  Äußerung der Liebe. Wie sollen wir  die Liebe  zu den Feinden haben, von der Jesus spricht? Stelle gegen Hass  deine gute Tat. Auf das Fluchen antworte  mit einem guten Wort. Wenn du  anderes  nicht kannst,  bete  wenigstens. Das machte Jesus selbst. Liebe  ist das eigentlichste Wort  des Evangeliums. Das  Evangelium lehrte die  Menschen  in  Liebe  zu leben. Passen wir uns nicht dem Bösen der Menschen an, weder  durch  Worte, noch durch  Taten. Menschen  reagieren  auf  harte  Worte, mit noch härteren und  auf schlechte  Taten noch  mit  schlechteren. Dann  folgt  Rache für Rache. Die Menschen fesseln sich selbst  mit Ketten,  mit Ketten der Rache. Sie machten uns das und das, sie werden sehen, was wir werden ihnen antun. So war  es  in der Geschichte. Zwischen Individuen und  zwischen Nationen. Jesus sagt brechen  sie die Kette der bösen  Worte und bösen Taten. Beantworten sie auf  den Fluch mit  einem guten  Wort und  tut  denen gut, die euch hassen. Bete für  den, der dich  hasst. Denken  sie  nicht  dass nur  das Böse  seine  Stärke  hat. Auch Gut hat seine Stärke.

Gottes Geist sammelt uns  zu  einer  neuen  Gesellschaft im Worten auf  das Reich Gottes.  Daher beten wir  voll Vertrauen  wie  Jesus  Christus  uns zu  beten  gelehrt hat:

Die  Gabe des Friedens ist das Geschenk, das  unser  Leben heil  macht und  versöhnt. Deshalb  bitten  wir:

So spricht  der  Herr: „Ich bin  das Brot  des Lebens, wer zu  mir  kommt, wird  nicht mehr  hungern, und wer an mich  glaubt, wird  nicht  mehr  Durst haben.“

Veröffentlicht unter Andere | Kommentare deaktiviert für Freitag der 23.Woche Lk 6, 27-38

24.Sonntag C Lk 15,1-32

24.Sonntag C 2019- Gottes Barmherzigkeit

Einführung

Im Mittelalter  sprachen  die Prediger mehr über die  Gerechtigkeit Gottes. Sie drohten  den Sündern, dass Gott sie bestrafen wird. Die moderne Zeit  betont mehr  die Barmherzigkeit Gottes, dass Gott  geduldig ist, und darauf wartet, dass der Sünder sich bekehrt. Und davon spricht auch das heutige Evangelium.

Predigt

Jesus erzählt  die Geschichte, von einer Frau, die eine Drachme verloren hat. Sie beginnt sie zu suchen. Wir müssen uns vorstellen, wie die Wohnung damals aussah. Es war  ein Raum, der als Küche, Esszimmer und Schlafzimmer diente. Und wenn das Wetter schlecht war,  in der Ecke des Raumes waren manchmal Gänschen, Zicklein. Der Boden hatte  kein Parkett. Es war dort verdichteter Lehm, auf dem Stroh war. Und  dort  ging das Geld verloren. Die Frau  musste  alles  vorsichtig  in den Hof bringen. Vielleicht  war  das Geld matschig, sie fand  das Geld, wusch es, freut sich und  rief  die  Nachbarn an. Aber was ist  ein Geld  gegen ein Schaf. Der Hirte stellte  fest, dass  ihm  ein Schaf fehlt. Er nimmt einen Stock  macht  sich  auf  die Suche  nach dem Schaf. Er fand es. Es ist  vom  Felsen  gefallen und hat  sich  die  Beine  gebrochen  hat. Er steigt zu ihm hinunter, wirft ihm nichts vor, er nimmt  das Schaf  auf  seinen  Schulter. Ihm macht  es  nichts  aus, dass  die  Last  schwer  ist. Er ist glücklich. Er fand  sein  Schaf. Aber was ist  ein Schaf  im Vergleich  zu seinem  eigenen Kind. Ein Vater hat  einen  fröhlichen Sohn, ein  wenig leichtsinnig. Eines Tages  sagt er zum Vater. Das Leben  ist hier  so  langweilig. Nur  arbeiten, nur beten. Kein Spaß. Ich  möchte  ein bisschen Spass haben. Ich gehe  in die Welt. Sein Vater gab ihm seien Anteil und er geht glücklich weg. Er bewegt sich  in einer  fröhlichen Gesellschaft. Er zahlt  für  alle.  Aber  dann  ist das Geld weg. Er muss arbeiten gehen. Aber er  kann  keine  richtige  Arbeit  finden. Schließlich  wird  er  ein Schweinehirte. Niemand  kümmert  sich  um ihn, er isst das, was  die  Tiere  übriglassen. Er hat einen  unerträglichen  Hunger. Dann  erinnert er  sich  ans Zuhause. Wie  leben dort alle im Behagen. Sie haben genug zu essen,  sie ruhen  auf  weichen  Betten. Er geht  zurück  nach Hause. Er denkt.  Vielleicht wird mich  mein Vater nicht vertreiben. Als  er sich  dem Haus  nähert, geht  sein Vater ihm  entgegen, sein Vater  beendet  seine Beichte, als  er  ihm  sagt, was er  getan  hat. Er befiehlt ihn zu baden, ihm ein  neues Kleid zu geben und  ihm  einen  Ring  zu  geben.  Das war ein Zeichen: du  ist wieder mein Sohn. Und der Vater richtete ein Mahl aus. So handelte dieser  Vater, und ich  bin überzeugt, dass sein Sohn  das Haus  nie  wieder  verlassen hat. Die  Barmherzigkeit  hat  ihn  völlig  verändert. Der  Mensch ist  ein merkwürdiges  Wesen. Wir  haben  eine  Seele in uns, die  uns  zu den Höhen  führt. Schöne Ideale, begeisterte Pläne. Wir  haben  aber auch  einen Körper, der uns  zur Sünde  verführt. Und der Mensch lebt  permanent  in der Zwiespalt . Der heilige  Paulus erwähnt auch, dass  er  ein  Sünder  war und er dankt  dafür,  dass Gott zu ihm  barmherzig war. Viele  Menschen werfen Gott vor, dass er gegenüber  Sündern  sehr nachsichtig ist.  Als ob  sie Gott  befehlern würden, böse  Menschen  zu bestrafen.  Aber  Gott  will nicht, dass  ein Sünder  stirbt, sondern, dass  er sich bekehrt  und lebt.  Gott bestraft  den Menschen  nicht  sofort, er gibt  ihm  die  Möglichkeit  seine Sünden  zu bereuen und er ist  immer weider bereit  uns  zu vergeben. Dazu  eine  Geschichte aus unserer Zeit. Jimmy  Martini war  ein junger Mann, der  aus dem  Haus  floh  und  sechs Jahre  lang  durch die  Welt  streifte. Solange  er das  Geld  hatte, das  er zu Hause  gestohlen  hatte, war es gut. Zuerst  besuchte  er  die bestens Hotels, und gönnte sich   ausgewählte  Gerichte. Dann sinkte er um eine Stufe nieder. Kneipen, Discos.  Und  als er dann  nichts mehr  hatte,  belästigte  er  seine Freude. Er schlief  draußen, auf den Bänken. Zum Schluss  Kleindiebstahle, Betrüge. Er stand  einmal  auf  der Straße  und sah  sich  die Plakate  an. Es war  dort ein Plakat  Kinoprogramm, Sportplakette, Plakat zur  Wahlversammlung. Auf  einmal  sieht  er  sein  eigenes  Bild  auf  einem  Plakat. Und   unter  seinem  Bild war geschrieben: Sohn  komm  zurück.  Die Tür  ist  immer  offen. Das hat ihn bewegt, er kam  zurück, aber  nicht  Tagsüber,  sondern   in der Nacht. Er kam  von  hinten  durch  den Garten  nach  Hause. Er  stieg  schweigend  die Treppe  hinauf und  ging  in sein  Zimmer. Es war offen. Alles war  dort  wie vor  sechs Jahren. Er  nahm ein Bad  und  schlief nach  langer  Zeit, in  einem sauberen Bett. Als er  aufwachte, stand sein Vater  am Bett. Bevor  er seine  Beichte ablegte, bevor  er anfing sich zu entschuldigen  und zu erklären, sagte zu ihm der Papa: „Du bist zu Hause, ich bin froh, du hast eine neue Chance, fange wieder  an.“ Eine echte Geschichte. Wie schön es ist einem tief Gefallenen eine neue Chance zu geben. Sie haben sicher von Schwester Kowalska gehört. Als sie starb war sie nur 33 Jahre alt. In ihren Gebeten sah sie Christus, wie aus seinem Herzen zwei Strahlen hervorströmen. Rote, das war sein Blut und weiße. Jesu Herzenswunsch war, dass die Menschen rein werden. Sie verbreitete die Andacht zur Gottes Barmherzigkeit. Lasst uns Barmherzigkeit lernen. Wenn wir barmherzig werden auch Gott wird zu uns barmherzig sein. Und vor allem freuen wir uns, wenn sich jemand bekehrt, wenn er seine Sünden verlässt.

 etru

Veröffentlicht unter Sonntagpredigt | Kommentare deaktiviert für 24.Sonntag C Lk 15,1-32