Die Gaben des Heiligen Geistes.
Wenn wir über die Gaben des Heiligen Geistes sprechen, meinen wir zwei Bewegungen. Gott gibt seinen Geist dem Menschen und der Heilige Geist bringt ihm die Gabe des Heiligen Geistes. Damit uns der Heilige Geist erfüllen kann, ist zweierlei notwendig. Wann sendet uns Gott seinen Heiligen Geist? Er erteilt den Heiligen Geist bei der Heiligen Taufe.
Im Katechismus unter der Nr. 1265 heißt es: „Die Taufe reinigt nicht nur von allen Sünden, sondern macht den Neugetauften zugleich zu einer ‚neuen Schöpfung‘, zu einem Adoptivsohn Gottes. Er hat an der göttlichen Natur Anteil und ist Glied Christi, Miterbe mit ihm und ein Tempel des Heiligen Geistes.“
Kat. Nr. 1266: Die heiligste Dreifaltigkeit gibt dem Getauften die heilig machende Gnade, die Gnade der Rechtfertigung, die ihn durch die göttlichen Tugenden befähigt, an Gott zu glauben, auf ihn zu hoffen und ihn zu lieben, und es ihm durch die Gaben des Heiligen Geistes ermöglicht, unter dessen Ansporn zu leben und zu handeln; sie befähigt ihn durch die sittliche Tugend, im Guten zu wachsen. Gott gibt dem Menschen sein Leben und der Mensch empfängt dieses göttliche Leben und diese Gabe ist der Heilige Geist. Wie sieht der Empfang des Heiligen Geistes aus? In der Apg. 8,18 steht: „Als Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist verliehen wurde, brachte er ihnen Geld.“ Apg. 10,44: „Noch während Petrus dies sagte, kam der Heilige Geist auf alle herab, die das Wort hörten.“ Apg. 19,5–6: „Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen. Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten.
Die Erfahrung des Empfangens und der Wirkung des Heiligen Geistes ist so mächtig, dass in der Bibel davon gesprochen wird, als von der Bestätigung dessen, dass wir mit Christus verbunden sind. 1 Joh 4,13: „Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben.“ Hauptsächlich bei den Menschen, die als Kinder getauft wurden, handelt es sich klar um zwei verschiedene Erfahrungen. Schon die Kirchenväter sprechen von den zwei Taufen. Die Taufe mit Wasser, in der wir den Heiligen Geist empfangen, und die Taufe mit dem Heiligen Geist, in der wir den Heiligen Geist wirklich annehmen. Dabei betonen sie, dass es nur eine Taufe ist, aber nicht in der Zeit, in der wir sie bekommen; wir müssen sie auch annehmen. Bei der Erwachsenentaufe empfängt der Täufling die Sakramente der Firmung und der Eucharistie. Das Kind empfängt das Sakrament der Taufe und später das Sakrament der Firmung, wenn es im Glauben gewachsen und reif geworden ist.
Das Werk des Heiligen Geistes
Joh 14,26: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird , der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.““
Apg. 8,29: „Und der Geist sagte zu Philippus: ‚Geh und folge diesem Wagen.““
Röm 8,26: „So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an.“ Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen: Der Geist selber tritt jedoch für uns ein, mit einem Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.“
Der Heilige Geist kommt als wirklicher Führer und Lehrer, um jeden Christen persönlich zu führen. Selig, die ihre Herzen offen für die heiligen Eingebungen wahren. Der Heilige Geist gibt jedem, der ihm nicht widersteht, notwendige Gnade, damit wir in uns das geistliche Leben instand halten können. Außerdem heiligt, führt und mit Tugenden schmückt der Heilige Geist das Gottesvolk, nicht nur mittels der Sakramente und Dienste, sondern auch dadurch , dass der Heilige Geist unter den Gläubigen aller Stände besondere Gnaden verteilt.
1 Kor 12,8- 11 ,, Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen ,dem andern durch den gleichen die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist: „Einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.““
Die Gaben des Heiligen dienen der Gemeinschaft. Sie sind kein Zeugnis der Heiligkeit oder der Richtigkeit. Mt 7,22-23, Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: „Herr.“Herr, sind wir nicht in deinem Namen viele Wunder vollbracht. Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht.Weg von mir , ihr Übertreter des Gesetzes.“ Sie werden umsonst gegeben, weil sie an Jesus glauben. Lk 24,46-49, Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift : Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen , und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden: Sie sollen umkehren , damit ihre Sünden vergeben werden.Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe,die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt ,bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“Die Teilnahme an Leben Jesu Christi enthält in sich auch die Teilnahme an seiner Verkündung – was ist: Lebensendung –, das Evangelium zu verkünden (24,46-4). Der Heilige Geist befähigt uns eben zu dieser Mission.
Wie empfange ich den Heiligen Geist?
Es gibt zwei wichtige Texte darüber, wie man den Heiligen Geist empfangt.
Joh 7, 37-39, Am letzten Tag des Festes ,dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: ‚Wer Durst hat?‘ Komme zu mir und trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: „Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben, denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war“.
Apg 2,37-38 ,Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: ›Was sollen wir tun, Brüder?‹ Petrus antwortete ihnen. „Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.““ Wir können das zusammenfassen: Umkehren/Matanoia/
Wir glauben an Jesus, dürsten nach ihm, trinken und werden mit ihm erfüllt.
Aufgrund dessen können wir die Bedingungen des Empfangens des Heiligen Geistes definieren. Kat. 143: „Durch den Glauben ordnet der Mensch seinen Verstand und seinen Willen völlig Gott unter. Er gibt Gott, der sich offenbart, mit seinem ganzen Wesen seine Zustimmung. Die Heilige Schrift nennt diese Antwort des Menschen auf den sich offenbarenden Gott „Glaubensgehorsam“.
Der Durst, also die Sehnsucht danach, dass das Wort Jesu an uns erfüllt wird, ist es, was uns vom Teufel unterscheidet. Der Teufel glaubt, aber er sehnt sich nicht danach, vom Jesus-Geist erfüllt zu werden. Gott ist kein Gewaltmensch. Solange wir nicht mit dem ganzen Herzen nach der Verwirklichung seines Evangeliums streben, wird Gott auch an uns die geringste Gewalt nicht tun.
Jer 29,13 : „Sucht ihr mich, so findet ihr mich.“ Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt.
Mt 5,6 : „Selig die Hungernden und Durstenden nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden.““
Wir sollen durstig sein und uns nach dem Heiligen Geist sehnen. Nachdem er uns erfüllt, durchdringt er uns, damit wir in die Gemeinschaft mit ihm eintreten. Wenn wir wollen, dass uns der Heilige Geist führt, umfasst das den Verzicht auf den eigenen Willen sowie auf persönliche Pläne und Vorstellungen zugunsten des Gotteswillens.
Apg.5,29: „Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“
Die Bibel spricht darüber, wie vom Tod und von der Wiedergeburt.
2 Kor 5,17: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“.
Wir sollten uns sehnen, uns das Leben und die Denkweise Jesu Christi anzueignen. Sich sehnen, sein Leben Christus, seiner Mission weihen. Es ist notwendig, dass diese unsere Sehnsucht in ein verbindliches Sehnen umgewandelt wird.
Exodus 24,3: Mose kam und übermittelte dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des Herrn. Das ganze Volk antwortete einstimmig und sagte: „Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun.“
Sind wir bereit die Wirkung des Heiligen Geistes zu empfangen? Sind wir bereit, uns zu leeren, für die Führung des Heiligen Geistes, in unserem Leben? Der Heilige Geist kann in unserem Leben nicht wirken, ohne unsere Mitwirkung.
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