Weihnachten 2013 in der Nacht

 

Einleitung

Wir leben in einer Zeit der Informations- und Intelligenzexplosion. Viele Informationen gibt es in den Büchern; alles ist auf den Webseiten. Man will  uns sagen, welchen Lebensstil wir leben sollen, wie wir erfolgreich sein können, wie wir kommunizieren sollen, was wir essen sollen, und es werden uns viele andere Ratschläge gegeben. Wir haben Anteil an einem Wissen, das die Menschheit formen soll. Viele können sich ohne diese vielen Informationen das Leben nicht vorstellen. Ich glaube aber, dass die einfachen Hirten, die nach Bethlehem zur Krippe eilten, um Jesus anzubeten, für uns eher eine Bereicherung sein könnten.

 Predigt

Die Hirten lehren uns, dorthin, mit Freude zu eilen, was uns wichtig ist – nämlich zu Jesus, zu Gott. Auch wir wollen heute im Geiste in Bethlehem sein. Wie könnten wir uns fühlen? Vielleicht sind wir müde vom vorweihnachtlichen Stress, der uns im Advent begleitet hat, der überall war –  in den Städten, in den Geschäften, in den Medien, müde vielleicht auch von den vielen humanitären  Aktionen und von Geschenken, die wir gar nicht brauchen. Manche feiern Weihnachten und sind gar nicht glücklich darüber, denn in ein paar Tagen hat der Alltag sie wieder eingeholt, und alles ist wieder beim Alten im persönlichen Leben, in der Familie, in der Welt.

Wir sollten uns bemühen, dem Weihnachtsfest einen tieferen Sinn zu verleihen.  Das kann für uns zum Segen  für das weitere Leben werden. Wir sollten uns im Angesicht des Kindes von Bethlehem fragen: Wo ist meine Freude und habe ich eine wahre und wirkliche Freude in mir, die von Dauer ist?  Oftmals machen wir die Bemerkung: „Das Leben ist heute schwierig.“ Niemand gibt uns etwas gratis. Wenn wir überleben wollen, müssen wir kämpfen. Ab und zu  kommt Freude auf, aber sie dauert nicht lange . Irgendwie ähnelt das einem Schnellimbiss, den man auf einer Tankstelle zu sich nimmt, um zu überleben.

Wir sollten niemals vergessen, dass es da noch etwas gibt – unseren Glauben an Gott.  Dafür sollten wir mehr Zeit und Aufmerksamkeit aufwenden. Wir sollten nachdenken und uns fragen: Wo liegt unser Schwerpunkt in unserem Leben – sind es die vielen weltlichen Dinge oder ist es Gott? Wenn Ersteres bedeutender ist, wird uns die Leichtigkeit des Daseins fehlen. Wir werden weiterhin irgendwohin eilen, immer müde sein und nie glücklich und zufrieden sein. Wenn unser Schwerpunkt aber Gott ist, so ändert sich unser Leben und wir werden Freude empfangen und diese weiterschenken. Das haben uns die Hirten ganz deutlich gezeigt. Wir müssen unser Leben nicht gänzlich ändern, weder in unserer Familie noch am Arbeitsplatz noch in unseren persönlichen Interessen; unser Schwerpunkt sollte woanders liegen.  Weihnachten zu feiern, ohne Christus, verliert seinen wahren Sinn.

Stellen wir uns folgende Fragen  und geben wir darauf Antwort:  Warum ist Gottes Sohn Mensch geworden? Er wurde Mensch aus Liebe zu uns, weil sich die Menschheit von Gott abgewandt hat. Er will uns wieder zu Gott hinziehen und dass wir unser Leben auf Gott hin ausrichten.  Jesus’ Geburt ist ein Geschenk Gottes an die Welt. In Jesus ist jeder Mensch der Beschenkte. Leider hat die Welt das Weihnachtsfest degradiert zu einer profanen Sache – zum Fest des Geschäfts und der Werbung. Es ist unsere Aufgabe, diesem Weihnachtsfest wieder den eigentlichen Sinn zurückzugeben – das Licht, das in Christus erstrahlt.

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