Der heilige Knud von Dänemark.

Der heilige Knud war ein Sohn Königs Svends, der von 1047 bis 1074 in Dänemark regierte. Nach dem Tod des Königs wählten die Dänen zunächst Harald zu ihrem neuen Herrscher. Als dieser starb, trat Knud 1080 dessen Nachfolge an.  In dieser kurzen Regierungszeit veranlasste er, dass auch in Kurland, Samogitien und Litauen das Evangelium gepredigt wurde. Knud war bestrebt, die Königsmacht gegenüber dem Adel zu stärken und die geringe Stellung der Kirche in Dänemark zu verbessern. Die Bischöfe stellte er in der Rangfolge vor den weltlichen Adel, und die wirtschaftliche Abhängigkeit versuchte er durch die Einführung des ,,Zehnten“ zu beenden. Stiftungen, die er freigebig  verteilte, sollten nach seinem Willen das Ansehen der Kirche unter den Dänen fördern. Nicht nur sein politisches, sondern auch sein persönliches Leben war von christlicher Geisteshaltung  geprägt. Mit seiner Reformpolitik schuf er sich jedoch auch zahlreiche Feinde. Nach einem gescheiterten Feldzug gegen Wilhelm den Eroberer brach 1086 ein Aufstand gegen ihn aus. Knud versuchte, wieder Herr der Lage zu werden. Als er die Aussichtslosigkeit seiner Situation erkannte, zog er sich in die Kirche des heiligen Alban zurück und starb dort, von einem Speer getroffen, auf den Altarstufen. Dies geschah im Jahr 1086. Die Bildwerke zeigen Knud als König. Er trägt einen Pfeil und eine Lanze oder einen Dolch bei sich. Dänemark verehrt Knud, der schon 1101  heiliggesprochen und zum ersten Märtyrer Dänemarks erklärt wurde, als Schutzpatron.

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