Hl.Cyprian, Bischof von Karthago
Der heilige Cyprian wurde 210 in Karthago, in heutigem Tunesien, in einer reichen, heidnischen Familie geboren. Er bekam eine sehr gute Ausbildung; in den Wissenschaften, in der Kunst. Er lebte wie die Heiden – unsittlich. Er war hochmütig. Gelegentlich hatte er Gewissensbisse. Einmal erzählte ihm der Priester Cecial von der Reinigung von den Sünden. Dem Cyprian gefiel das, aber er hatte nicht genug Willen und Entschlossenheit. sich zu entscheiden, ohne Sünden zu begehen. Nach langer Zögerung entschied er sich, sich zu taufen. Nach der Tafe verkaufte er einen Teil seines Vermögens und verteilte das Geld den Armen. Dann zog er sich in die Einsamkeit ein. Er begann, die Heilige Schrift zu studieren. Er lebte sehr streng. Er wurde berühmt. Die Christen ermunterten ihn, sich zum Priester weihen zu lassen. So ist es auch geschehen. In kurzer Zeit starb der Bischof in Karthago. Die Gläubigen baten ihn, Bischof zu werden. Er stimmte zu. Von Anfang an wirkte er sehr eifrig. Zu dieser Zeit wurde Kaiser Decius. Er gab den Befehl, dass jeder den heidnischen Göttern das Opfer bringen muss. Viele Christen starben durch Märtyrertod. Die Gläubigen baten ihn, sich zu verstecken. Cyprian machte das. Im Jahre 252 brach die Pest aus. Viele Menschen starben. Cyprian forderte die Christen auf, damit sie nicht gleichgültig werden. Er selbst half, wie es möglich war. Die Heiden redeten dem Kaiser Gallus ein, die Christen seien für die Pest verantwortlich. Und so begann der Kaiser, die Christen zu verfolgen. Nach Kaiser Gallus wurde Kaiser Valerian. Viele Christen wurden verhaftet. Unter ihnen auch Cyprian. Der Statthalter Paternus forderte ihn auf, den heidnischen Göttern zu opfern. Cyprian lehnte das ab. Deshalb wurde er ins Exil in die Stadt Kurubin gesandt. Dort lebte Cyprian im Gebet und in Einsamkeit und schrieb viele Schriften. Nach einem Jahr rief ihn der Statthalter zurück. Der Kaiser erließ die Verordnung, dass jeder, der auf seinen christlichen Glauben nicht verzichtet, mit dem Tod bestraft wird. Cyprian wurde erneut aufgefordert, auf seinen Glauben zu verzichten. Cyprian lehnte das ab. Er wurde zum Tode durch Enthauptung verurteilt. In der Nacht, in der die Christen seinen Leib beerdigten, feierte man. Der Kaiser Karl der Große erhielt seine Überreste von einem muslimischen Herrscher. Die Überreste des heiligen Cyprian wurden nach Arles in Frankreich gebracht und von dort später nach Lyon. Ein Teil dieser Überreste befindet sich im Kloster Compiègne.
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