Es ist der wahre Leib und das wahre Blut Jesu Christi, die unter den Gestalten von Brot und Wein zur Nahrung unserer Seele wirklich und wesentlich gegenwärtig sind.
Was wollte ich damit sagen, als ich sagte: „Der dann wahre Leib“? Seht einmal hier: Ein Kreuz. Wer hängt daran? Jesus Christus. Sein Leib. Aber ist das sein wahrer Leib? Nein, es ist nur ein Bild seines Leibes. Denn der wahre Leib Jesu besteht nicht aus Holz oder Eisen. Sein wahrer Leib besteht aus Fleisch und Blut. Es gibt Menschen, die sagen, das Allerheiligste Sakrament des Altares sei ein Bild des Leibes Christi, ähnlich wie das Osterlamm ein Bild des Leibes Christi war. Haben diese Menschen recht? Nein, im heiligen Sakrament ist nicht nur ein Bild des Leibes Christi, sondern der wahre Leib Jesu Christi. Es ist also derselbe Leib, der in der Krippe gelegen, am Kreuz gehangen und jetzt im Himmel ist. Das wahre Blut bedeutet nicht nur ein Bild des Blutes, sondern das wahre Blut, das im Leibe Christi war, am Kreuz vergossen wurde und jetzt in seinem glorreichen Leib im Himmel ist. Dieser wahre Leib und dieses wahre Blut Christi sind im heiligen Sakrament unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig. Er sieht aus wie Brot bzw. eine Hostie und das Blut Christi sehen aus wie Wein. Wenn Christus noch auf Erden lebte, sah sein Leib aus wie der Leib anderer Menschen, und so sieht er jetzt auch im Himmel aus, nur glänzend und strahlend in unaussprechlicher Herrlichkeit. Im heiligen Sakrament sieht er aber aus wie Brot und Wein. Wenn der Priester die heilige Kommunion austeilt, was seht ihr da? Etwas Rundes, Weißes. Wir können sagen: eine weiße Oblate oder eine Waffel. Aber nach der Wandlung ist es nicht mehr die Oblate, sondern der Leib Christi. Und wenn der Priester aus dem Kelch trinkt, ist es nicht mehr Wein, sondern das Blut Christi.
Jesus Christus ist im heiligen Sakrament wirklich gegenwärtig. “ Es träumt dich, du hast deinen Bruder, der im fremden Land ist, gesehen. Am Morgen erzählst du es und sagst. Heute Nacht habe ich unseren Karl gesehen – so lebhaft. Hast du deinen Bruder wirklich gesehen? Nein, du hast dir nur so vorgestellt, eingebildet, dass es dir so vorgekommen ist. Ist es beim heiligen Altarsakrament auch so, dass wir uns bloß etwas einbilden oder vorstellen? Jesus sei da. Nein, Jesus ist leibhaftig da. Wir sahen weiter: Jesus ist im Allerheiligsten Sakrament wesentlich gegenwärtig. Das bedeutet, er ist mit allem, was zu ihm gehört, zugegen. Was gehört zu Jesus? Wer ist Jesus? Der Gottmensch. Woraus besteht er? Aus Gottheit und Menschheit. Und was gehört zur Menschheit? Leib und Seele. Und was gehört zum Leib? Fleisch und Blut. Also Jesus ist unter den Gestalten von Brot und Wein, wo das allerheiligste Sakrament ist. Das bedeutet, dass dort, in allen Kirchen, das allerheiligste Sakrament aufbewahrt wird. Aber wozu ist Jesus Christus so gegenwärtig? Zur Nahrung unserer Seele, also um unsere Seele zu nähren, zu speisen.. Also, dass der Leib Nahrung braucht, wisst ihr. Wozu? Was geschieht ,wenn der Mensch nicht mehr isst? Er stirbt, er verliert die Kraft und dann das Leben. Wir brauchen also Nahrung , um das Leben zu erhalten. Wir haben aber ein doppeltes Leben. Ein leibliches, natürliches, irdisches Leben , das mit dem Tod endet, und ein geistiges , übernatürliches, himmlisches Leben, das nur die Kinder Gottes haben und das durch die Todsünde verloren geht. Nun merkt wohl auf. Um das leibliche, natürliche, irdische Leben zu erhalten, braucht man leibliche irdische Nahrung. Z. B. Brot, Fleisch, Gemüse. Um aber das geistige , übernatürliche, himmlische Leben zu erhalten, brauchen wir eine geistige Nahrung, eine himmlische Nahrung, das „Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“, und dieses ist Jesus Christus selber. Wie glücklich ihr werdet, wenn ihr Jesus in euer Herz empfangt.