Hl. Josef der Arbeiter Mt 13, 54-58.

Wir wissen, dass das Fest des heiligen Josef am 19.März ist. Damals verehrten wir den heiligen Josef als den Pflegevater Jesu Christi und als Haupt der heiligen Familie. Aber dieser gewählte Gottesmann  wird auch als Patron der Arbeit verehrt. Was  wurde durch die Einführung seines Festes am ersten Mai hervorgehoben? Aus den Evangelien wissen  wir, dass der heilige Josef Zimmermann war. Darum verehrten die Zünfte ihn seit Menschengedenken  als ihren Patron, die mit Holz  arbeiteten. Vor allem die Tischler und Zimmermänner. In Rom entstand im 16. Jahrhundert die Bruderschaft des heiligen Josef. Am Anfang des 17. Jahrhunderts schloss sich  die sogenannte Tischlehrer-Universität an. Das war die Korporation der verschiedenen Nutz- und  Kunsthandwerke zu dieser Bruderschaft hinzu.  Dort gehörten  Dreher, Schnitzer, Binder, Erzeuger der Möbel  und  der Musikinstrumente, Kutschen und Kähne.  Die ähnlichen Bruderschaften und Vereine, die den heiligen Josef als ihren Patron verehrten, entstanden in Spanien, Frankreich und  Belgien. Papst Pius XII. verbreitete  das Patronat des heiligen Josef  auf alle Arbeitenden und führte das Fest des heiligen  Josef  des Arbeiters am ersten Mai ein.  Die Kirche will sich nicht nur  zur Ehre und zum Lebensberuf des heiligen Josef äußern, sondern auch  den Wert und die Bedeutung  der Arbeit hervorheben. In diesem Sinne schreibt auch die Konzil-Enzyklika „Gaudium et spes“:  Der Mensch wurde als Abbild Gottes geschaffen und er hat den Auftrag bekommen, die  Erde zu unterwerfen, mit allem, was sie in sich enthält/umfasst/. Der Mensch ,der arbeitet, verdient,was er  für den Lebensunterhalt braucht; er erweist den Dienst der Gesellschaft und kann mit Recht auf seine Arbeit als die  Fortsetzung des Schöpferwerkes schauen.

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