Darstellung des Herrn C Lk 2,22-40
Lichtmess 2016 –Marias Treue zum Gesetz des Herrn.
Jesus Christus, das Heil der Welt und Licht der Heiden sei mit euch.
Nach der Wende in den ehemaligen sozialistischen Ländern war die Aufgabe der dortigen Gesellschaft einen Rechtsstaat aufzubauen. Der Wichtigste dieser Anstrengungen sollte sein, dass das Gesetz dem Bürger dienen soll. Das Vorbild der Ehre und Respektierung des Gesetzes ist die Jungfrau Maria. Der Evangelist Lukas erwähnt fünfmal die Treue der Eltern Jesus dem Gesetz des Herrn gegenüber.
Jesus, du kamst als das Licht der Welt. Herr, erbarme dich unser.
Jeus, du erleuchtest die, die dein Wort hören. Christus, erbarme dich unser.
Jesus, du hast zum Licht der Wahrheit berufen, Herr, erbarme dich unser.
Maria hatte immer Sehnsucht, alles was das Gesetz vorschreibt, zu erfüllen. Ihre Treue zum Gesetz hat sie in zweifacher Weise geäußert. Sie war treu dem Gesetz in der Beziehung zu sich selbst und in der Beziehung zum Erstgeborenen. Sie selbst unterzog sich dem Gesetz der Reinigung. Zu diesem Gesetz war jede Mutter nach der Geburt des Kindes verpflichtet. Dem Gesetz gemäß war jede Frau nach der Geburt des Kindes 4o Tage lang unrein. Sie konnte weder heilige Sachen berühren, noch in den Tempel gehen. Erst nach vierzig Tagen konnte sie wieder in den Tempel eintreten. Dann erfüllte sie wiederum das Gesetz, indem sie zwei Tauben opferte. Sie erfüllte das Gesetz auch in der Beziehung zu ihrem Sohn. In Israel hatte Gott ein besonderes Recht auf den Erstgeborenen. Er gehörte nicht nur den Eltern, die mit ihm ihre Pläne hatten, sondern vor allem Gott. Maria war sich dessen bewusst, dass ihr Sohn Jesus in besonderer Weise Gott gehörte. Sie empfing ihn mit Hilfe des Heiligen Geistes und Jesus begann in ihr, Dank der Schöpfermacht Gottes, zu leben. Darum kam sie in den Tempel, damit Jesus dem Herrn dargestellt wird.
Die Marianische Verehrung ist dreifach von Bedeutung. Das erste ist die geistliche Ebene. Sie äußert sich im tagtäglichen Gebet. Dann ist die liturgische Ebene. Sie beruht auf der Teilnahme an der heiligen Messe und an Marienwallfahrten. Die Marianische Verehrung hat noch eine dritte Ebene. Wir nennen sie ,,juristisch oder gesetzlich“. Das bedeutet: Alles nach dem Gesetz des Herrn bewahren.
Welche Gesetze sollte ein Christ einhalten, damit er Maria ähnlich wird? Vor allem sind das die Zehn Gottes Gebote. Es ist nicht möglich über die marianische Verehrung zu sprechen und die Zehn Gottes Gebote nicht einzuhalten. Dann sind da auch noch die kirchlichen Gebote. Diese Gebote regeln unser sakramentales, liturgisches und asketisches Leben. Nicht Maria ähnlich werden wir, wenn wir nur einmal oder zweimal im Jahr an einer heiligen Messe teilnehmen, und am Glauben in unserem tagtäglichen Lebens kein Interesse haben. Und schließlich gibt es auch noch den Canon Codex Canonici. Es sind 1752 Normen, die das Leben der Christen regeln. Die Priester haben die Pflicht, den Gläubigen die Normen und Vorschriften bekantzugeben, die ihr Leben betrifft.
Wir leben in einem Rechtstaat. Es ist für uns normal, die Gesetze einzuhalten. Der Wunsch Marias ist es, dass wir auch die Zehn Gottes Gebote, die kirchliche Gebote und die kirchlichen Vorschriften einhalten. Nur so können wir wahre Marienverehrer sein.
Den Betenden schenkt Gott Gnade und Licht. So dürfen wir voll Vertrauen das Gebet zum Vater wagen.
Die Christus erkannt haben, können in Frieden leben. Um den Frieden des Herrn wollen wir bitten.
Selig, die alles erfüllen, was im Gesetz geschrieben steht, und das ewige Licht Gottes schauen dürfen.
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