Gott, der Herr, der uns sein rettendes Wort durch die Propheten verkündet hat, sei mit euch.
Heute ist der Gedenktag der heiligen Walburga von Heidenheim. Als Bonifatius durch das deutsche Land zog, waren in seiner Begleitung drei Frauen. Eine dieser Frauen war Walburga,die als Äbtissin das Kloster Heidenheim zu einem Zentrum hochstehender Bildung machte. Dieses Kloster unterstützte die Mission in Deutschland.
Jesus, du hast die Hilfe frommer Frauen angenommen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deine Jünger über alles belehrt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns das Leben einer neuen Welt verheißen, Herr, erbarme dich unser.
Wir versuchen, mithilfe politischer und sozialer Systeme eine Gesellschaft zu schaffen, in der Gleichheit herrscht und es keine erheblichen Unterschiede zwischen Armen und Reichen gibt. Diese Gesellschaft ist es aber noch nicht gelungen, zu schaffen. Auch heute ist der Unterschied zwischen den Armen und den Reichen riesengroß. Christus stellt uns einen Reichen und den Bettler Lazarus in zwei gegensätzlichen Lagen vor. Zuerst die Wohlhabenden im irdischen Paradies und dann der arme Lazarus in der irdischen Hölle. Dann den Reichen in der ewigen Hölle und den armen Lazarus im Schoß Abrahams. Das Evangelium erwähnt nicht,dass der Reiche in die Hölle geriet wegen einer Unsittlichkeit, eines Diebstahls oder eines Mordes. Er ist dort geraten, einfach deshalb, weil er wusste, dass er neben den Armen reich sein konnte. Nach Christus können wir nicht „schmausen“ prassen, wenn jemand neben uns vor Hunger stirbt.
Damit wir nicht vom Reichtum der Erde verführt werden, wagen wir, zum Vater zu beten.
Damit unser Leben im Frieden, den wir bei Gott finden, vollendet wird, wollen wir beten.
Selig, die das Wort der Propheten hören und hingelangen zur Auferstehung des Lebens