Pfingstmontag C Joh 3, 16- 21

Den Heiligen Geist zu empfangen, bedeutet, sich ihm ganz zu öffnen.
Einführung
Wer hat uns und womit hat man uns schon beschenkt?  Wir haben zu Hause verschiedene Gegenstände, die uns an Menschen oder Begebenheiten erinnern. Im Rückblick sind wir durch diese Erinnerungen innerlich beschenkt und bereichert worden. Als gläubige Menschen glauben wir, dass der Heilige Geist das größte Geschenk ist, das wir erhalten haben. Spüren wir, dass der Heilige Geist in unserem Leben wirklich wirkt?
Predigt

Wir leben in einer unruhigen Welt. Wir beobachten die Bemühungen der Regierungen weltweit, die darauf abzielen, die Welt zu verändern.  Als gläubige Menschen wissen wir jedoch, dass sich nicht alle Unordnungen, die uns quälen, mit menschlichen Mitteln beseitigen lassen. Wir wissen, dass Gott uns mit seiner Kraft helfen will. Er schenkt uns den Heiligen Geist, damit wir geheiligt werden und somit auch die ganze Welt..

Heiligen.

Für Kinder wird eine Vielzahl bunter, aufblasbarer Spielzeuge kreiert, die beim Spielen zum Leben erwachen. Wenn man ein solches Spielzeug kauft, ist es noch nicht aufgeblasen. Es hat dann noch keine Form und sieht überhaupt nicht schön aus. Wenn man es jedoch aufbläst, zeigen sich die eigentlichen Formen und das Spielzeug sieht schön aus. Durch die Taufe wurden wir Kinder Gottes. Wir empfingen den Heiligen Geist. Der Heilige Geist bläst unsere Seele auf, sodass sie zu wahrer Schönheit und Größe wird. So wie die Luft das Spielzeug verändert, so verändert der Heilige Geist uns.

Die Focolare-Bewegung ist weltweit verbreitet. Zu dieser Bewegung gehören auch  junge Leute. Eine von ihnen ist  Chantal. Sie wohnt in einem Siedlungshaus. Dort interessiert sich niemand für den Nachbarn. Nur dann, wenn jemand stirbt, fragen die Menschen:  Wer ist gestorben?. Chantal denkt darüber nach, warum die Menschen zueinander so fremd sind.  Sie sehnt sich danach, etwas  dazu beizutragen, damit  die Menschen geschwisterlicher zueinander werden. Einmal stieg aus dem Aufzug ein alter Herr aus. Das war Herr Martin. Chantal grüßte ihn herzlich. Das wiederholte sich bei jeder Begegnung.   Eines Nachmittags schüttelte Chantal auf dem Balkon ein Tischtuch aus. Das Tischtuch aber fiel ihr aus den Händen und  landete auf dem Balkon unter ihr. Sie ging in die Wohnung, die um ein Stockwerk niedriger war. Als sie anläutete, öffnete Herr Martin die Tür. Er lud Chantal ein, in seine Wohnung zu kommen. Zuerst weigerte sich Chantal, nahm dann aber die Einladung an. Herr Martin fragte sie:  „Fräulein, sagen Sie mir, warum Sie immer so lieb sind und Ihr Gesicht immer strahlt? Verraten Sie mir ihr Geheimnis?“  Chantal wurde ein wenig  rot und dann sagte sie: „Das ist mein Glaube. Ich habe mein Glück und den Sinn meines Lebens bei Jesus gefunden, der uns alle liebt.“  Dann sie wieder in ihre Wohnung hinauf. Nach einiger Zeit wollte sie Herrn Martin zu sich einladen. Als sie zu deren Wohnung kam, öffnete nicht Herr Martin die Tür, sondern ein Priester. Er sagte zu Chantal: „Ich will mich bei Ihnen bedanken. Herr Martin ist mein Vater. Er hat mir vom Gespräch mit ihnen erzählt. Ich möchte Ihnen sagen,   was sie damit erreicht haben. Mein Vater wollte nicht, dass ich Priester werde. Er versuchte, mich daran zu hindern. Schließlich wurde er  so zornig, dass er vom Glauben abgefallen ist. Ihre Worte, ihr Lächeln, ihre Zärtlichkeit brachten ihn wieder zu Gott zurück.“

Merken und spüren Sie: Wer in seinem Leben Platz für den Heiligen Geist schafft, lebt im Willen Gottes. So werden Barrieren zwischen den Menschen beseitigt. Der Heilige Geist fordert uns dazu auf: „Vertraut auf meine Wirkung! Gebt mir Raum in euren Herzen, damit ihr euer Leben und die ganze Welt verändern könnt.”

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