Möge Jesus Christus, dessen Wort bleibt, bis Himmel und Erde vergehen, mit euch sein.
Justin, der um die Mitte des zweiten Jahrhunderts in Samarien als Sohn heidnischer Eltern geboren wurde, wurde zu einem der bedeutendsten Gelehrten der jungen christlichen Kirche. In aller Öffentlichkeit, in einer Reihe bedeutender Schriften und in Diskussionen verteidigte er den Glauben an Jesus Christus, bis er um das Jahr 165 zusammen mit sechs seiner Schüler enthauptet wurde. Glaube ist keine Privatsache. Er erfordert furchtlosen Mut. Wir wollen für unser Versagen Gott um Vergebung bitten.
Jesus, du hast den Menschen den Weg zum Heil gelehrt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich nicht vor den Drohungen der Schriftgelehrten gefürchtet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast verkündet, was der Vater dir aufgetragen hat. Herr, erbarme dich unser.
Gott sagte zu den Sadduzäern: „Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ Warum wählt er gegenüber den Sadduzäern solche scharfen Worte? Um zu verstehen, was Jesus vorhat und warum sie geistlich tot sind, müssen wir den historischen Hintergrund kennen. Bis ins zweite Jahrhundert vor Christus war das jüdische Volk nicht in Pharisäer und Sadduzäer gespalten. Dies geschah, als die griechische Kultur Palästina durchdrang. Sie wurde nicht nur mit Freiheit in Verbindung gebracht, sondern auch mit verschiedenen Strömungen des Denkens, die auf die Anwesenheit Gottes in der Welt verwiesen. Als sich das jüdische Volk mit der heidnischen Kultur traf, teilten sich die Führer des Volkes in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe waren die Pharisäer. Sie spürten die Gefahr des Heidentums und suchten die Rettung in der genauen Erfüllung der Gesetze des Mose. Die zweite Gruppe waren die Sadduzäer. Sie unterstützten die griechische Kultur und verbreiteten sie. Unter ihnen fanden sich die wohlhabenden Familien, die den Einfluss der griechischen Kultur förderten. Die Sadduzäer behaupteten, dass Gott sich nicht in die Leitung und Erhaltung der Welt einmischte. Sie glaubten weder an die Existenz von Engeln noch an die Auferstehung. Darum sagte Jesus zu ihnen, dass Gott nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebenden ist.
So wie sich Israel in seiner Geschichte mit der heidnischen Kultur traf, so sind auch wir heute. Auch wir sind den verschiedenen Ansichten der heutigen Zeit ausgeliefert, die heidnisches Denken in unserem Leben auslösen. Es werden billige Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens angeboten. All diese Antworten sind ohne Gott, d. h., die Probleme, die die Menschen quälen, werden ohne Gott gelöst. Ähnlich wie die Sadduzäer, die an die Auferstehung nicht glaubten, gibt es auch heute eine Gruppe von Menschen, die sagt: „Wir glauben nicht an das ewige Leben.” Und Jesus sagt auch zu ihnen: „Ihr irrt euch. Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden. Jesus gibt uns die Sicherheit, dass das ewige Leben wirklich existiert.
Damit wir reif werden für gute Taten und zu einem Licht für die Welt werden, dürfen wir zum Vater beten.
Die, die nach dem Gesetz und den Propheten leben, sind auf dem Weg des Friedens, um den wir bitten.
Selig sind die, die Gottes Gebote erfüllen, denn sie werden groß sein im Himmelreich.