Hl.Antonius Mk 2,23-28

Jesus Christus, der uns die Sorge um den Schatz im Himmel aufgetragen hat, sei mit euch.

Ein Mann geht in die Wüste, um ganz in der Einsamkeit zu leben, fern der Welt, allein mit Gott. Dieser Mann wird nicht nur das Vorbild ungezählter christlicher Mönche. Er wird Ratgeber von Fürsten und Bischöfen, Kaisern und Königen, die zu ihm kommen und ihm Briefe richten. Als er im Alter von etwa 105 Jahren starb, gehörte er zu den einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Eine großartige und seltene Gestalt.

Jesus, du bist in die Einsamkeit der Wüste gegangen. Herr, erbarme dich unser.

Deine Jünger haben alles verlassen und sind  dir gefolgt. Christus, erbarme dich unser.

Du hattest nichts, um dein Haupt hinzulegen. Herr, erbarme dich unser.

Es war Samstag, als die Jünger Jesu, durch den Acker gehend, die Ähren rissen; sie bröckelten und stillten mit den Körnern ihren Hunger. Den Pharisäern nach begingen die Jünger ein großes Vergehen. Sogar zwei. „Sie mähten“ und „dreschten“ das Getreide. Wenn jemand den Samstag unbewusst verletzte, sollte er eine Mahnung erhalten, und dann müsste er das versöhnende Opfer bringen. Wenn er das auch nach der Mahnung tat, konnte er gesteinigt werden. Die Jünger wurden ermahnt. Weiter löste Jesus dieses Problem selbst. Er löste es mithilfe der Methode der damaligen Rabbinerschule. Statt der direkten Antwort stellte er den Pharisäern eine Gegenfrage, ob sie gelesen haben, was David tat, als er in der Not war. Jesus wollte damit andeuten, dass es nicht genug ist, nur das Gesetz zu kennen, sondern auch die Verfassung bzw. die Situation dessen zu kennen, von dem verlangt wird, das Gesetz einzuhalten, und dass sie das Gesetz dann nicht nach dem Buchstaben geltend machen, sondern nach dem Anliegen dessen, der das Gesetz gegeben hat. Sicher hatte Gott nicht die Absicht, die Menschen durch das Gesetz zu plagen, sondern ihnen zu helfen. Darum: Wenn die Pharisäer die Gesetzeseinhaltung forderten, ohne Rücksicht auf die Lage, in der der Mensch sich befindet, dann handeln sie gegen den Geist des Gesetzes. 

Jesus hat uns die Botschaft vom guten Vater gebracht. So dürfen wir mit vollem Vertrauen mit den Worten  beten, die er uns zu beten gelehrt hat.

 Als Boten seines Friedens hat unser Herr die Jünger in die Welt gesandt. So wollen wir ihn um seinen Frieden bitten, damit wir Frieden bringen können.

Selig, die zur Hochzeit des ewigen Lebens geladen sind und den Bräutigam erwarten dürfen.