Hl. Cyrill und Methodius 2017

Gott der Herr,der uns seinen Sohn als Boten des  Friedens auf die Erde gesandt hat, sei mit euch.

Heute begehen und feiern wir das Fest der heiligen Cyrill und Methodius. Diese beiden Heiligen haben die Worte Jesu tief verstanden und in ihrem Leben ernst genommen. Sie haben begriffen, was es bedeutet, seinem Auftrag zu folgen und ihn weiterzutragen. Jesus sagt: Darum gehet hin, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie, alles zu halten, was ich euch befohlen habe. Dieser Auftrag aus dem Evangelium nach Matthäus (28,19–20) war für sie richtungsweisend und bestimmend.

Jesus, du hast dein Wort in Gleichnissen verkündet. Herr, erbarme dich unser.

Deine Botschaft ergeht an die ganze Welt. Christus, erbarme dich unser.

Du vereinigst alle Völker im Wort der Wahrheit. Herr, erbarme dich unser.

Jesu Befehl „Geht und lehrt alle Völker“ erinnert uns eindringlich an das Ereignis beim Fischfang, als Jesus die Apostel aufforderte und ihnen einen klaren Auftrag gab. Er sprach zu ihnen: „Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zum Fang hinab“ (Lk 5,4). Diese Aufforderung war zunächst ungewöhnlich, doch sie vertrauten ihrem Wort und handelten danach. Und als sie das taten, fingen sie eine so große Menge Fische, dass ihre Netze begannen zu reißen und sie kaum imstande waren, den Fang zu bewältigen. Dieses Erlebnis hinterließ einen tiefen Eindruck.

Als Petrus das sah und die Größe des Geschehens erkannte, wandte er sich an Jesus und sprach: „Herr, gehe von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch.“ In diesem Moment wurde ihm seine eigene Begrenztheit bewusst. Doch Jesus antwortete ihm tröstend und zugleich richtungsweisend: „Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fangen. Damit gab er Petrus und den anderen Aposteln eine neue Aufgabe und eine neue Sendung, die über das bisher Bekannte hinausging.

In der Geschichte der Kirche gab es immer wieder neue Verkünder der Lehre Jesu, Menschen, die diesen Auftrag weitergetragen haben. Sie waren in der Vergangenheit tätig, sind es in der Gegenwart und werden es auch in Zukunft sein. Unter ihnen zählen auch die heiligen Cyrill und Methodius, die eine besondere Rolle spielen. Sie wirkten im Gebiet des heutigen Mährens und der Slowakei und setzten sich dort für die Verbreitung des Glaubens ein.

Man kann nicht sagen, dass das Christentum zu dieser Zeit dort völlig unbekannt gewesen wäre. Es war bereits vorhanden, jedoch nur in geringem Maße und noch nicht weit verbreitet. Um die wirkliche Ausbreitung des Christentums unter diesen Völkern haben sich die heiligen Cyrill und Method in besonderer Weise verdient gemacht. Durch ihren Einsatz konnte der Glaube tiefe Wurzeln schlagen und mehr Menschen erreichen.

Auch ihre Jünger trugen wesentlich dazu bei, indem sie den Glauben zu den Südslawen brachten und ihn dort weiterverkündeten. Auf diese Weise wurde die Botschaft Jesu in immer weitere Regionen getragen. Nicht ohne Grund erklärte der heilige Papst Johannes Paul II. sie zu Schutzpatronen Europas, da ihr Wirken eine bleibende Bedeutung für die Geschichte des Glaubens auf diesem Kontinent hat.

Da Gottes Reich nah ist, lasst uns den Vater bitten, dass es in allen Menschen vollendet  werde.

Der Friede, den wir wünschen,soll uns und allen zuteil werden. So wollen wir den Herrn bitten.

Selig, auf denen der Friede ruht und bis zur  Vollendung im Reich der Herrlichkeit bleibt.