Gott, der eine, der allein unser Vater im Himmel ist, sei mit euch
Das heutige Evangelium markiert den Beginn der scharfen und anklagenden Worte gegen die Pharisäer. Für die Zuhörer muss dies sehr erschütternd gewesen sein, schon allein deshalb, weil sich jemand gegen diese einflussreiche gesellschaftliche Gruppe stellte. Die Jünger Jesu und die übrigen Anwesenden hörten die Vorwürfe gegen die Pharisäer mit Überraschung und Furcht, als würden die Worte wie Steine auf sie niederfallen.
Jesus, du allein bist unser Meister und unser Lehrer. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich erniedrigt und bist Mensch geworden. Christus, erbarme dich unser.
Du kennst die Menschen, denn vor dir ist nichts verborgen. Herr, erbarme dich unser.
Die Gruppe der Pharisäer entstand aus einer religiösen Bewegung, die etwa 200 bis 300 Jahre vor Christi Geburt begann. Diese Bewegung prägte das Verständnis davon, wie ein Jude leben sollte. Anfangs gehörten nicht nur die Pharisäer dazu, aber sie wurden später zu ihren typischen Vertretern..
Die Pharisäer forderten die genaue Einhaltung des mosaischen Gesetzes. Jeder Israelit war davon überzeugt, dass diese Gesetze von Gott stammten. Die Pharisäer fügten jedoch Hunderte komplizierter Regeln und Vorschriften hinzu, die strikt befolgt werden sollten, um Vollkommenheit zu erreichen. Dazu gehörten auch unnötige Anordnungen, die eine enge persönliche Beziehung zu Gott eher erschwerten..
Menschen, die sich mit diesen Vorschriften beschäftigten, nannten sich Peruschim, was „Abgesonderte“ bedeutet. Daher stammt der Name Pharisäer. Sie selbst nannten sich Haberim, also „Gefährten“ oder „Genossen“. Sinngemäß lässt sich das auch mit „Ich weiß von nichts“ wiedergeben.
Diese im Grunde laienhafte Gruppe stand im Gegensatz zu einer anderen religiös-politischen Bewegung: den Sadduzäern, zu denen die Mehrheit der Priester gehörte.
Nun einen sollen wir auf Erden unsern Vater nennen. Zu ihm dürfen wir voll Vertrauen beten.
Die Ehre der Welt ist vergänglich. Der Friede des Herrn ist die bleibende Kraft unseres Lebens. Deshalb bitten wir.
Selig, die sich selbst erniedrigen, sie werden erhöht werden im Reich des Vaters.