Jesus Christus, der gekommen ist, sein Leben als Lösegeld für uns hinzugeben, sei mit euch.
Jesus sagte klar, dass er in Jerusalem zum Tode verurteilt werden und am dritten Tag auferstehen werde. Die Frage ist, warum Jesus das sagte, obwohl er sehr gut wusste, dass die Apostel seine Rede nicht verstehen würden. Die Erklärung ist leicht. Die Wahrheit muss man anderen sagen, wenn sie unsere Rede nicht verstehen – auch damals. Sie werden später verstehen, wie die Apostel zu einem späteren Zeitpunkt begriffen, was Jesus ihnen sagte.
Jesus, du bist gekommen, um zu leiden und zu sühnen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Tod der Erlösung vorausgesagt. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest der Letzte und Diener aller sein. Herr, erbarme dich unser.
Es ist ganz normal, dass Eltern sich bemühen, für ihre Kinder das Beste zu tun. Ähnliches konnten wir auch im heutigen Evangelium hören, als die Mutter der Söhne des Zebedäus zu Jesus ging und zu ihm sagte: „Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.” Diese Mutter hieß Salome und liebte ihre Söhne sehr. Jesus kam ihrem Wunsch jedoch nicht nach. Warum spreche ich davon? Ich möchte auf die Liebe dieser Frau und Mutter hinweisen. Es ist nur natürlich, dass sie für ihre Söhne das Beste wollte. Mehr konnte sie für ihre Kinder nicht verlangen, als dass diese rechts und links von Gott sitzen, denn das ist die größte Würde und Macht. Salome wollte, dass ihre Söhne im Gottesreich waren. Um das sollten auch wir uns bemühen. Bitten wir für unsere Kinder, aber auch für uns, damit wir mit ihnen im Gottesreich zusammentreffen können. Bemühen wir uns nach Kräften, in den Himmel zu gelangen, auch wenn es viel Mühe kostet. Was Salome sich für ihre Kinder wünschte, wird sich auch bei uns nicht verwirklichen, aber wir sollen deshalb nicht den Mut verlieren. Bemühen wir uns, unser Ziel zu erreichen – nicht nur ein flüchtiges, sondern das ewige, unvergängliche Ziel. Jeden Tag sollen wir alles tun, um einen Platz im Himmelreich zu erlangen. Unser Bestreben soll es aber auch sein, unseren Nächsten zu diesem Ziel zu verhelfen, denn wir wollen auch für sie das Beste. Ein Gottesdiener namens Neal Scott hat vor seinem Tod geschrieben, dass er seinen Eltern dankbar sei, weil sie ihm das Tor zum Leben und zum Himmel geöffnet haben. Bemühen wir uns, so zu leben, dass wir zusammen mit den Menschen, die wir lieben, im Gottesreich sitzen können.
Der Menschensohn gab sein Leben als Lösegeld für uns. In seinem Namen wagen wir zu beten.
Um die besten Plätze kann man streiten. Der Friede Gottes überdauert Zeit und Ewigkeit. Wir bitten um den Frieden.
Selig, die den Becher des Leidens trinken und den Platz im Reich des Vaters empfangen.