Jesus Christus, der den Aposteln die Macht gegen alle Bosheit gegeben hat, sei mit euch.
Über die Persönlichkeit des heiligen Markus ist uns einiges bekannt. Wir wissen, dass er Begleiter des heiligen Paulus war und später ebenfalls heiliggesprochen wurde. Um 70 nach Christus schrieb er sein Evangelium. Zur Zeit des Kaisers Trajan wurde er in Alexandria, Ägypten, zu Tode gefoltert. Der Heilige wird mit einem Löwen und einem geöffneten Buch dargestellt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sein Evangelium mit der Beschreibung des Johannes des Täufers in der Wüste beginnt, dem Vorgänger Jesu. Und der Löwe lebt in der Wüste.
Jesus, du rettest die, die an dich glauben. Herr,erbarme dich unser.
Du hast deine Apostel ausgesandt, Christus, erbarme dich unser.
Du lebst weiter in deinem Wort. Herr, erbarme dich unser.
Religion gibt uns die Möglichkeit, mit unserer Vorstellungskraft zu glauben. Gerade das verleiht unserem Glauben eine starke menschliche Dimension. Das Problem ist jedoch, dass unsere Vorstellungen oft deutlich von der Wirklichkeit abweichen. Viele Pilger, die das Heilige Land besucht haben, sagten, dass sie sich alles anders vorgestellt hatten.
Noch schwieriger wird es, wenn wir uns den Himmel vorstellen wollen. Im heutigen Evangelium ist davon die Rede, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Dabei müssen wir uns von rein materiellen Vorstellungen lösen: Wir dürfen nicht annehmen, der Himmel sei irgendwo im Weltraum. Das Evangelium sagt, dass Jesus sich zur Rechten Gottes gesetzt hat.
Laut Kardinal Walter Kasper existierte der Himmel nicht schon immer, sondern entstand in dem Moment, in dem sich die erste Schöpfung mit Gott vereinte. Der Himmel sei entstanden, als Jesus mit seinem verherrlichten Leib zum Vater zurückkehrte. Jesus stieg nicht in einen bereits bestehenden Himmel hinauf, sondern um ihn zu schaffen..
Er selbst sagte: Wenn ich gegangen bin und euch eine Stelle bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit ihr auch dort seid, wo ich bin. (Joh 14,3)
Da wir durch Jesus Christus die Botschaft des Heils empfangen haben, wagen wir, zum Vater zu beten.
Das Evangelium in die ganze Welt bringen, das heißt, Friede sei überall. Dazu bitten wir den Herrn.
Selig, die Jesus Christus nachfolgen und zu seiner Rechten sein werden.