Hl. Leo der Große Lk 16,13-19

Jesus sagte: „Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu.“ Er sei mit euch.

In der Capella della Collonna im Petersdom zu Rom fällt ein besonderes schönes Grabmal auf. Es ist die letzte Ruhestätte eines Papstes, der als einziger außer Gregor den Beinamen „der Große” erhielt. Er ging als einer der bedeutendsten Nachfolger Petri in die Geschichte ein und rettete die Stadt Rom durch sein mutiges Verhalten. Es ist das Grab von Leo I., der die Stadt Rom vor der Zerstörung durch die Hunnen bewahrte.

Jesus, du bist unser Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser.

Du bist uns auf dem Weg des Gehorsams vorausgegangen, Christus. Erbarme dich unser.

Du hast alles nach dem Willen des Vaters getan. Herr, erbarme dich unser.

Wer war dieser Papst, unter dem das Papsttum seinen ersten Höhepunkt erreichte? Leo kam zu Beginn des 5. Jahrhunderts in Tuszien, der heutigen Region Toskana, zur Welt. Über sein Elternhaus und seine Kindheit und Jugend ist nichts überliefert. Sein Lebensweg lässt sich erst ab dem Zeitpunkt verfolgen, als Leo Archidiakon von Papst Cölestin wurde. Rund acht Jahre nach Cölestins Tod – dessen direkter Nachfolger Sixtus III. war – wurde Leo zum Papst ernannt. Leo I. führte gleich zu Beginn seines Pontifikats eine wesentliche Veränderung innerhalb des Papsttums durch. Er entpersonalisierte das Amt des Papstes und betonte es als reines Erbe Petri. Leo sagte einmal, dass im Nachfolger des Petrus der geehrt wird, der in sich auf ewig die Sorge aller Hirten mit der Obhut über die ihm anvertrauten Schafe vereint und auch bei einem unwürdigen Nachfolger nichts von seiner Würde einbüßt. Unermessliche Verdienste erwarb Leo I. der katholischen Kirche durch seine vehemente Verteidigung der kirchlichen Rechte sowie durch die Abwehr von zahlreichen Irrlehren in ganz Europa, etwa des Manichäismus oder des Pelagianismus. In vielen Ländern ordnete der große Papst die Kirchenverhältnisse, indem er die Hierarchie wiederherstellte. Unüberhörbar verteidigte Leo I. immer wieder die beiden Naturen in Jesus Christus: die göttliche und die menschliche. Vor allem in seinen Schreiben an den Patriarchen von Konstantinopel betonte er diesen Tatbestand immer wieder. Es war eine Machtprobe mit der Kirche des Ostens, die Mensch gewordene göttliche Natur betreffend. Als die Ostkirche auf der Synode von Ephesus im Jahr 449 weiterhin auf dem Monophysitismus bestand, bezeichnete Leo die Versammlung als „Räubersynode”. Auf dem zwei Jahre später einberufenen Konzil von Chalkedon, das als eines der wichtigsten in die Geschichte eingehen sollte, triumphierte dann der Papst, denn alle Kirchenvertreter stimmten Leos Ansicht zu.

Beten wir um das Reich des Lichts und des Friedens! Beten wir mit den Worten Jesu um das Reich Gottes!

Jesus Christus war der Diener aller. Durch seine Erniedrigung hat er den Frieden gebracht. Deshalb bitten wir.

Meine Augen haben das Heil gesehen, das du für alle Völker bereitet hast.