Hl. Stephanus 2018 C Mt 10, 17-22

Einführung

Jesus sagte zu seinen Aposteln und auch zu seinen Nachfolgern, dass sie verfolgen werden. Hütet euch vor den Menschen: denn sie  werden  euch vor die  Gerichte bringen und  in ihren Synagogen auspeitschen. Mk 10, 17. Diese Worte  wurden bald an heiligen Stefan erfüllt. Auch wir müssen damit rechnen, dass solche Zeit kommen kann, wenn wir wegen unseres Glaubens, verfolgt werden. Und es ist wichtig zu wissen, wie sollen wir uns in solcher Situation benehmen. Der heilige Stephanus gibt uns das Beispiel.

Predigt

Eine junge Frau hat mir erzählt, ihr Zimmer schmückte  noch vor kurzem die Fotografien  eines Schauspielers, den sie bewunderte und liebte. Dann las ich ein Interview mit ihm in einer Zeitschrift, in der er  sein  wahres Gesicht  enthüllte. Ich war sehr  enttäuscht. Ich riss alle seine Photografie aus der Wand herunter. Das war ein Mädchen taumel. Schlechter ist, wenn ein solcher Taumel nicht ohne Folgen bleibt. Zu einem Priester kam eine Frau um Rat, ob sie ihren Mann zurück annehmen soll, der sie  vor acht Jahren, mit zwei kleinen Kindern verließ, wegen einer anderen Frau, mit der er ein Kind wartete. Jetzt hat ihn diese Frau  ,, hinausgeworfen“ weil sie einen anderen Mann gefunden hat, der nicht für zwei Kinder zahlen muss. Was würden sie solcher Frau raten? Es gibt auch  auch andere Fälle, die nicht so selten sind. Die Menschen haben   den Versuchungen unterliegen. Das Leben ohne Christus schien ihnen leichter zu sein. Wir leben nur einmal. Das Leben müssen wir auskosten. Aber das Gewissen ist keine Maschine, die wir  dauerhaft   ausschalten können. Deshalb ist notwendig   die Worte Jesu aus dem heutigen Evangelium   in Erinnerung  zu rufen.  Wer bis zum Ende ausharrt  wird gerettet. Heute haben wir in Apostel Geschichten von einem Mann gehört, er heißt der heilige Stefan. Er war der erste, der für Christus gestorben ist.   Er war der erste, aber nicht der letzte.  Ihm folgten die anderen.  Der heilige   Petrus  starb auf dem Kreuz   mit dem Kopf nach unten, denn   er fühlte sich nicht würdig, als sein Meister zu sterben. Der heilige Paulus legt seinen Kopf auf den  Scheitstock und der Henker enthauptet ihn. Jakob der Jünger wurde gesteinigt und Filip gekreuzigt. Bartholomäus wurde abhäuten. Matthäus wurde mit einem Spieß getötet, und das Leben von heiligen Thomas  ein Dolch beendete. Alle Apostel starben Märtyrertod außer dem Apostel Johannes. Und nicht nur sie. In den ersten Jahrhunderten Mehrheit der Päpsten starb Märtyrertod. Es  scheint  wenn man heilig sein will,  muss er den Märtyrertod sterben.  Aber muss er nicht. Und er muss weder der Bischof sein, wie der heilige Adalbert, noch der Priester wie der heilige Johannes Vianey, noch Ordenspriester wie Vinze de  Paul. Wir haben in der Kirche auch jungen Christen, die nicht den Märtyrertod starben zum Beispiel Dominik Savio, Aloisius, Theresa von Lisieu, Antonia Messin und viele andere. Sie  haben alle in ihrer Zeit die Zeugenschaft von ihrem Glauben von ihren Liebe zu Christus abgelegt. Ihr Glaube war  nicht nur eine emotionale Angelegenheit,  eine Gewohnheit. Auch sie waren jung, gebildet, auch sie konnten in der Welt die Karriere machen. Aber sie gaben dem Christus in ihrem Leben Vorrang vor allem anderen. Viele ihre Zeitgenossen  betrachteten sie   als Narren, Aber Gott liebte ihre Seele mehr   als den Reichtum   und den Stolz   ihrer Zeitgenossen. Wir wissen, dass es nicht genug ist   nur zu sagen, ich glaube an Gott, aber auch unseren Glauben durch unsere Taten zu beweisen. Wir kennen unsere menschliche Schwäche. Heute bedroht uns wegen unseres Glauben nicht Tod. Wir müssen aber mit anderen Problemen kämpfen. Mit religiösen Gleichgültigkeit, mit Relativismus, damit, dass viele Christen  sich dieser Welt anpassen  und den materiellen Dingen geben  dem Vorzug vor Christus. Und sie sind überzeugt, dass alles in Ordnung ist. Nicht alles in Ordnung ist.  Ich höre schon wie diese Menschen sagen. Ich mache nichts Böses.  Hier geht es nicht um die Taten. Hier geht es um  gesamte Orientierung/Peilung/ des Menschen. Und diese Orientierung ist heute bei vielen Menschen, sogar auch bei vielen Christen von Gott völlig oder teilweise abgewandt  und das Ergebnis ist, dass diese Menschen ihr Leben ohne Gott  überleben. Und so alle solche Menschen verlieren etwas was für jeden Menschen wesentlich ist. Nämlich das göttliche Leben. Sie gewinnen die zeitlichen Dingen und verlieren die ewigen. Leider sehr viele Menschen wissen das nicht. Und das ist die Tragödie.


											
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