Sicherheit des Glaubens
Glaube und Liebe haben viel Gemeinsames. Das Wichtigste ist, dass der eine und die andere Stellungnahme haben. Liebe bedeutet, sich selbst jemandem zu schenken. Es ist schön, wenn Liebe von Emotionen begleitet wird, aber die Liebe selbst ist kein Gefühl. Das 4444 zeigt uns selbst Gott, der den Israeliten sagt: Vierzig Jahre war dieses Volk mir zuwider, dass ich sprach. Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will und die meine Wege nicht lernen wollen. Ps. 95,10. Vierzig Jahre lang widerstrebten ihm Juden, doch Gott sorgt für sie und beschützt sie. Gottes Liebe zu Israel war kein Gefühl, sondern die Entscheidung und Verpflichtung, die Gott freiwillig auf sich nahm. Glaube bedeutet, die Entscheidung zu treffen, jemandem zu vertrauen. Das ist kein Gefühl. Glaube bedeutet nicht, etwas zu spüren. Einige Menschen spüren das so. Wenn sie die Gegenwart Gottes spüren und Zeichen und Wunder sehen, dann glauben sie. Aber wenn diese Zeichen und Wunder aufhören, verlieren sie ihren „Glauben“, der eigentlich noch nicht der Glaube war. So benahmen sich die Juden. Als sie die Wunder sahen, glaubten sie. Aber in der Wüste brachte Gott zunächst keine Wunder hervor und die Juden begannen zu zweifeln und zu murren. Ohne Glauben kann Gott mit den Menschen nichts zu tun haben. Und er konnte dort keine einzige Tat tun, nur wenigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er verwunderte sich über ihren Unglauben. Mk 6,5. Unglaube der Israeliten verhinderte Gott , die Generation, die aus Ägypten herauskam, ins gelobte Land einzuführen. Gott sagte: Alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben.Von denen soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe, auch keiner, der mich gelästert hat. Num 14,22. Der Grund war der Mangel an Glauben. Können wir fragen? Warum führte Gott sie auf so einen schwierigen Weg? Brauchte Gott sie so durch Hunger und Mangel zu prüfen? Sicher nein. In Wirklichkeit baute Gott ihren Glauben auf. Stellen wir uns einen Vater vor,der sein Kind lehrt zu gehen und zu schreiten. Zuerst hält der Vater das Kind an den Händen. Dann lässt er es für einen, zwei Schritte selbst gehen und fängt es wieder an. Dann verlässt er Halten länger, aber er ist immer bereit, das Kind einzufangen, wenn es zufällig fallen würde. Dann kommt ein Moment, in dem ein Kind alleine und ohne Unterstützung geht und es die Hand seines Vaters nicht mehr braucht. So wird der Glaube geboren. Zuerst ist hier die. Manifestation der Gottes Kraft. Gott heilt, tut. Damals entschloss sich der Mensch, an Gott zu glauben, doch in Wirklichkeit hat er kaum daran geglaubt. Der Mensch ist überzeugt, dass er einen felsenfesten Glauben hat, aber in Wirklichkeit hat er fast keinen Glauben. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung, denn wie kann man das hoffen, was man sieht? Das Ziel dieser Periode ist es, den Menschen die Kraft zu geben, sich zu entscheiden, auf den Weg des wahren Glaubens auszutreten. Dann kommt eine Krise, Schmerz, Verlust der Freude. Können wir Gott in einem solchen Zeitpunkt vertrauen? Wenn ja, dann überzeugen wir uns davon, dass unser Glaube uns nicht enttäuscht. Wir erleben die neue Erfahrung von Gottes Macht und Liebe. Schon brauchen wir nicht, dass Gott uns ständig an die Hand hält. Aber dann kommt eine neue Prüfung, eine neue Krise, größer, schwieriger; wir sehen keinen Ausweg, wir verstehen nichts. Nur eines bleibt uns übrig: zu entscheiden, auf Gott zu vertrauen, trotz dessen, was wir sehen. Nehmen wir wahr: Durch solchen Weg führte Gott Israel, aber Israel versagte. Vertraute nicht auf Gott. Nehmen wir wahr, wie Gott Abraham erzieht. Abraham musste 25 Jahre auf Isak warten und jeden Tag fiel jede vernünftige Hoffnung auf null. Das war kein Selbstzweck. Nach der Geburt von Isak wuchs Abrahams Glaube in solche Kraft und Größe, dass er den letzten Schritt machen konnte, durch den sein Glaube Vollkommenheit erreichte.Das war die Opferung Isaks. Gott verlangt von Abraham, dass er seinen Sohn Isak opfert. In diesem Moment scheint es, dass Gott seinen Eid , sein Versprechen, außer Kraft setzt. Gott fordert etwas, was er selbst verboten hat. Kann Abraham noch auf Gott vertrauen? Abraham ist in völliger Dunkelheit. Nur der Wille, gegen jede Hoffnung zu vertrauen. Abraham verliert die letzte Hoffnung und entscheidet sich für den Glauben. Er nimmt ein Messer und ist bereit seinen Sohn zu opfern. Und dann erreichte sein Glaube Vollkommenheit. Wahrer Glaube wird geboren, wenn ein Mann gegen alle Hoffnung vertraut. Wenn es aus menschlicher Sicht unverständlich erscheint.
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