7.Sonntag im Jahr C Lk 6,27-38

7. Sonntag C 2019

Jesus verlangt von uns manchmal Dinge, die nicht leicht sind. Heute sagt Jesus zu uns, dass wir unsere Feinde lieben sollen, und das ist nicht leicht. Außerdem will Jesus, dass wir Gutes für das Böse vergelten. Es ist etwas, das gegen die menschliche Natur ist und das wir nur mit Gottes Hilfe erfüllen können.

Predigt

Unter den Heiden galt. Wenn jemand  dir  bewusst das Böse macht, musst du ihm das  nicht nur zurückgeben, sondern auch die Zinsen zugeben, um ihn davon abzuhalten, dass  er nicht mehr  wagt, dir  mehr  Böses zu tun. Aber der, dem mehr  Böses getan wurde ,als er verursachte, sagt. Jetzt wurde mir Leid angetan, und er beginnt, das Böse wieder zu tun. Bei den Juden wurde  die strenge Gerechtigkeit verlangt. Das bedeutete. Wenn dir jemand weh tut, darfst du nicht mehr wehtun, als  dir wehgetan wurde. Nach dieser Regel. Wenn dir jemand ein  Auge aussticht, kannst du ihm auch ein Auge ausstechen. Aber auch diese Methode führt nirgendwo hin. Aber es gab schon Ausnahmen  im Alten Testament. Solche Ausnahme war  David. Er hat dem Saul nie wehgetan. Und doch hegte Saul Neid gegen ihn wegen  seiner Beliebtheit bei den Menschen. David hatte ihn  zweimal in seiner Macht; er  näherte  sich  ihm  in der  Höhle und  schnitt ihm einen Zipfel des Mantels ab. Zweites Mal   schlich er  sich in sein Zelt.  Er hätte ihn  mit einer   Kopie  durchbohren können, tat es  aber  nicht. Ein weiteres Beispiel. David floh  vor seinem Sohn Absalom, als Semej   Steine  auf ihn   warf, und als er   kam, um Vergebung  zu  bitten,    vergab David ihm. Und kommt Jesus Christus, und er verlangt das fast Unmögliche. Er sagt.Wenn dich  jemand  auf  die rechte Wange  schlägt,  stell  ihn  auf  die linke. Anders gesagt. Wenn du  die Spirale der Gewalt stoppen wi, antworte nicht auf das verübte Unrecht:icht. Zähle das Böse mit Bösen nicht zurück. Dieses Gebot einzuhalten ist sehr schwierig. Ein Beispiel dazu Ein Vater hatte drei Söhne. Er sagte zu ihnen. Geht  ein Jahr lang in die Welt, dann kommt ihr zurück und  erzählt darüber, was Gutes ihr getan habt, und wer  die schwierigste   gute  Tat  getan hat, wird dieses Haus  erhalten. In einem Jahr kamen die Söhne   zurück , und der erste Sohn sagte. Das verdiente Geld habe ich einer unglücklichen Familie gegeben. Die Eltern waren krank, die Kinder vernachlässigt , und ich habe ihnen Essen und Kleidung  gekauft. Der Vater sagte zu ihm . Du hast das gut getan. Der zweite Sohn erzählt. Ich sparte das Geld. Ich wollte schon nach Hause fahren, aber  ein Brand brach aus. Eine  Mutter schreit: „Im Haus blieb mein Kind.“ Das Haus  stand schon in Flammen.  Ich bin aber ins Haus hineingelaufen und habe das Kind gerettet. Ich wurde selbst verbrannt, aber ich erhielt keine Belohnung   von irgendjemandem, und das, was ich gespart hatte, gab ich  der beschädigten Familie. Der Vater sagte zum zweiten Sohn: „Du hast eine schwerere gute Tat getan.“ Und  du, mein dritter Sohn? Ich arbeitete , sparte das Geld zusammen und ging nach Hause. Ich traf mich  mit einem Mann, und wir wurden befreundet. Wir übernachteten zusammen in einem Hotel. In der letzten Nacht beraubte er mich. Er hat  mir alles weggenommen. Und er hat mich sogar betäubt. Ich habe gesagt. Die Menschen sind böse. Ich wanderte  weiter alleine. Ich bin zu einem  angeschwollenen  Fluss gekommen. Die Brücke  war heruntergerissen. Dann habe ich gesehen, wie eine Person ins Boot trat. damit er an das andere Ufer überschifft. Aber  in der Mitte  des Flusses  das Boot stürzte um, und der Mensch  rief um die Hilfe. Ich erkannte diese Stimme. das war der Mann, der mich  ausgeraubt hat. Mein erster  Gedanke war. Gott hat dich bestraft. Dann aber erinnerte  ich  mich  an den Satz von Christus, der sagte, dass wir auch unseren Feinden das Gute tun sollen. Ich sprang in den Fluss und rettete ihn. Als ich das  Wasser aus ihm  fallen  ließ und er  seine Augen  öffnete, sah ich Staunen und Angst in seinen Augen. Das Staunen darüber, dass jemand so handelt, kann, und die Angst, dass ich ihm jetzt zurückzahlen werde. Ich reichte ihm meine Hand und sagte zu ihm: „Mache das nicht  mehr.“ Und dann gehe ich nach Hause und habe nichts. Der Vater sagte. Du hast die schwierigste gute Tat getan. Du hast dem Guten seinen Feind erwiesen. Die ersten Christen konnten  ihre Feinde lieben. Wenn Sie das Buch von Henrik Sienkiewicz, Quo vadis, zu Hause haben, werden Sie darin eine Szene finden, in der der christliche Arzt Glaukos und der Grieche Chylon befreundet sind. Chylon war ein  wortbrüchiger  Mensch. Auf dem  Weg von Neapel  nach Rom  erdolchte er  Glaukos  und  verkaufte  seine Frau und seine Kinder   in die Sklaverei. Chylos ordnete sich unter den Christen  ein und  zeigte sie an. Einmal besuchte er ein armes Haus und sah, wie ein Arzt die Kranken verband. Das war Glaukos. Er wollte  nicht  an seine  eigenen Augen glauben. Also habe ich  ihn  nicht getötet.  Seht ihn an   und sagt.  Bitte vergib mir.Und der Arzt Glaukos sagte nach einer Weile. Ich verzeihe dir. Chylos dachte nach: Was für ein  Mensch ist er? Aber verbesserte er  sich nicht? Dem Kaiser Nero  hat er geraten , die Stadt Rom anzuzünden, und er lebte sich im Martyrium der   Christen aus. Auch Glaukos wurde zum Tode verurteilt. Chylos sah Glaukos an, als er  an der Säule   festgebunden  war und  ihn schon  die Flammen leckten, und bat ihn wieder: Bitte , wegen Jesu Christi, verzeihe mir. Es war nicht leicht zu vergeben.  Und Glaukos sterbend sagt. Ich vergebe dir. Und das entschied. Chylos bekehrte völlig. Er ließ sich vom heiligen Paulus taufen und  zeigte Nero  als den Verursacher des Brandes in Rom an. Er  starb als Märtyrer des christlichen Glaubens. Das Böse wird nicht  in der ersten Runde besiegt.Das Gute muss sich mehrfach erweisen, um das Böse zu ersticken. Das Fieber heilt man mit den kalten Umschlägen; Hass und Böses  werden durch Liebe geheilt.Für die Liebe zu  unseren Feinden  bekommen wir die größte Belohnung. 

sc

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