Ostersonntag C Joh 20,1-9

Auferstehung -das Programm der Liebe

Einführung

Heute feiern wir den größten christlichen Feiertag: die Auferstehung Christi.  Was bedeutet dieser Feiertag für uns? Der heilige Paulus spricht.  Mit Christus sind  wir von den Toten  auferstanden. Besser gesagt, wir haben die Möglichkeit  , mit Christus zu leben. Es geht nur darum,  ob wir Jesus die Möglichkeit geben, uns zum ewigen Leben auferwecken zu lassen.                                                                                                                                                                 Predigt

Sicher kennen Sie schöne bemalte Ostereier. Diese Eier sind  innen leer. Wenn  wir sie unter die Henne legen, schlüpfen sie etwas aus ihr heraus? Selbstverständlich nichts, weil sie leer sind. Das kann auch uns  Gläubigen passieren. Ein Mann  kann in seinem Glauben wie  ein schönes  bemaltes  Ei sein. Ich bin getauft, gefirmt, sogar meine Hochzeit war in der Kirche… Aber wie ist es in meinem Inneren? Das menschliche Leben gewinnt durch Liebe an Wert. Sie hat vor Gott den Wert. Die Menschen haben eine andere  Bewertung. Sie interessiert sich nicht für unsere Anstrengung, sondern für das Ergebnis  unserer Tätigkeit. Ich hatte einen Mitschüler, der große Schwierigkeiten bei der Vorbereitung der Predigten hatte. Der Vorbereitung des Predigens widmete er große Aufmerksamkeit. Er war oft nachts bis ein oder halb zwei auf. Trotzdem ging ihm die Predigt nicht, und  die  Gläubigen kritisierten ihn. Für sie hatten seine  Predigten keinen Wert. Aber Gott bewertet  seine Tätigkeit ganz anders. Er bewertet seine  Bemühungen  und seine Liebe. Nur das, was wir  mit Liebe  getan haben, kann  Gott  zum ewigen Leben  erwecken. Was wird Gott in meinem Leben auferwecken? Meinen Egoismus, meine Faulheit oder meinen Karrierismus? Bringen uns diese Eigenschaften zu Christus? Sicher nein. Nehmen wir Maria Magdalena wahr. Sie lief  zum Grab Christi. Warum? weil sie eine volle Liebe zu Christus hat. Menschen haben die Erfahrung. Wenn jemand stirbt, ist das damit das Ende. Wir werden uns mit ihm nicht mehr treffen. Das dachten auch die Apostel. Darum waren sie so traurig. Aber dann trafen sie den auferstandenen Christus, und ihr Leben änderte sich. Es geht darum ,ob wir unseren Erfahrungen glauben oder den Menschen, die Erfahrungen  mit auferstandenem Christus haben. Wir sind wie ein kleiner Junge vor der  Geschäftsauslage. Er sieht dort einen schönen Roller. Scheel  blickend  auf den Roller. Er weiß aber, dass die Mutter ihm den Roller nicht kaufen kann. Sie hat eine andere  Ausgabe. Ein älterer Herr ging an der Geschäftsauslage vorbei. Er sah, wie der Junge Stielaugen auf den Roller richtete, und sagte sich. Ich kann diesem Jungen Freude machen. Er fragt den Jungen. Willst du diesen Roller? Natürlich will ich ihn. Aber meine Mutter hat wenig Geld. Ich kaufe ihn dir. Der Junge will nicht glauben.  Aber der Herr  geht ins Geschäft  und kauft den Roller. Junge  Roller ist dein.  Der Junge hat so große Freude, dass er sich bedanken vergisst. Wir sind  alle vor dem  Schaukasten des Lebens, und  es gibt dort  alle möglichen Sachen. Alles , was wir uns  kaufen  können, was  wir  genießen können,aber hinten  im Schaukasten   ist ein  schwarzes Paket und darauf steht geschrieben.  ,,Tod“. Niemand will dieses Paket, aber er packt uns  alle. Und kommt zu uns Jesus, wie der Ältere   dem Jüngeren und sagt zu uns. Hab keine Angst. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Als ob Jesus uns fragen würde. Willst du  mit mir auf ewig leben?  Für viele ist dieses Angebot so unglaublich und auch  unverständlich , dass sie  sich nicht dafür interessieren. Wir  können ruhig auf den Tod schauen. Christus hat den Tod überwunden. Auch wir werden den Tod  überwunden,  aber nur dann, wenn wir mit Christus  verbunden bleiben. Aber wie können wir mit Christus verbunden bleiben? Durch den Glauben, durch die Liebe. Wir sind in einer ähnlichen Situation wie die drei Söhne in einem äthiopischen  Märchen. Der Vater sagte zu ihnen. Meine Söhne. Hier gebe ich euch  ein Stück   Gold.  Geht auf den Markt und kauft etwas , mit dem ihr diesen Raum  erfüllen werdet. Wer das am besten und schönsten machen wird, dem werde ich mein Eigentum  anvertrauen. Der älteste Sohn sagte. Diese Aufgabe erledige ich leicht. Auf dem Markt gibt es so viele Sachen, mit denen man das Zimmer erfüllen kann. Der zweite Sohn sagte: „Das ist kein Problem.“ Ich kaufe etwas ein  und fülle damit das Zimmer. Und der jüngste Sohn denkt nach. Mit wem würde ich  das Zimmer am besten belegen? Der älteste Sohn kaufte auf dem Markt viel Heu, der zweite Sohn kaufte  viele Federn, und der Jüngste eine Kerze. Der älteste Sohn begann, den Raum mit dem Heu zu erfüllen. Aber immer war freier Platz. Immer war es möglich , das Heu  ins Zimmer zu geben. Der zweite Sohn begann, das Zimmer mit Federn zu bedecken. Aber  Federn  flogen  von einer  Ecke   des Zimmers   zur anderen. Der jüngste Sohn zündete  eine Kerze   an,  und ihr Licht  erfüllte   den Raum. Und der Vater  hat  den  Besitz dem jüngsten  Sohn  anvertraut. Wir alle haben das Zimmer unseres Lebens. Wir sollen es während  unseres Lebens mit etwas erfüllen. Viele sagen. Kein Problem. Ich kaufe Möbel und einen schönen Teppich, schöne Sachen. So denken materiell  gesinnte  Leute. Der gläubige Mensch weiß, dass er das Zimmer seines Lebens  am schönsten mit dem Licht der Liebe erfüllt. Am vollkommensten erfüllte Jesus das Zimmer seines Lebens. Nur er konnte das von sich sagen. Ich bin das Licht der Welt. Und es ist  notwendig, dass sein Licht  uns erleuchtet, damit uns seine Liebe  inspiriert und auch aus uns  das Licht der Liebe ausstrahlt.