Ostermontag C Lk 24, 13- 36

 Die Erfahrung des Lebens nach dem Tod.

Einführung

Die religiösen Frauen suchten Jesus im Grab. Die Engel aber sagten zu ihnen. Warum sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Die Erfahrung lehrt uns: Wenn wir den Leib  ins Grab legen, so legt eine  Leiche im Grab . Aber bei Jesus stimmt das nicht. Jesus hat nach dem Tod das Leben. Das war das  erste Mal  in der Geschichte  der Menschen.

Predigt

Die Wirklichkeit, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, war so überraschend, so unglaublich, dass die Apostel lange Zeit dem nicht  glauben konnten. Sogar sie glaubte ihren  eigenen Erfahrungen nicht, die sie  mit  auferstandenen Christus hatten. Zum Schluss glaubten sie, weil sie mit  dem auferstandenen Christus gesprochen haben, ihn berührt hatten und mit  ihm aßen. Es geht darum, ob ich diese Erfahrung von Apostel annehme oder ablehne. Wir werden uns dessen bewusst, dass  die Erfahrung, die die Apostel und die Frauen hatten, uns wie ein sinnvolles Leben für Gegenwart und  Ewigkeit bietet. Um mein Leben sinnvoll zu machen, wem soll ich mich widmen? Der Karriere, dem Sport, der Arbeit oder der Familie? Jesus spricht zu uns. Widme dich dem, damit du die Nächsten und Gott lieben kannst. Damit ich die Liebe äußern kann, muss ich studieren, arbeiten und  etwas haben, was ich dann weitergeben kann. Etwas anderes sind die Mittel, etwas anderes ist das Ziel. Wir aber können denken.Jesus ging schlecht aus. Er endete am Kreuz. Nein, das ist ein Irrtum. Nein, sein Leben endete nicht im Grab. Seine  Liebe war stärker als der Tod. Einmal habe ich eine schöne schwedische Erzählung gelesen. Wer sie geschrieben hat, weiß ich nicht. Der Autor  hat  verschiedene  Erfahrungen  aus dem menschlichen  Leben in das Leben von Vögeln    Tieren und Natur  eingelegt. Sehen wir  also  hinter diesen Aussagen  keine Tiere, keine Natur, sondern menschliche Erfahrung. Einmal fragte ein  Buchfink. Was ist das Leben? Die ganze Umgebung wurde aufmerksam. Eine Nachtigall bemühte sich zu antworten. Das Leben ist das Singen. Nein, das Leben ist ein ständiger Kampf  im Dunkel“, vernünftelte ein Maulwurf. „Meiner Meinung nach  ist das Leben  eine Entwicklung“, sagte eine Rosenknospe. Gerade flog ein wunderschöner   Schmetterling daher; er küsste   die  Blume  und sagte: „Das Leben ist Freude und Genuss. Das Leben ist  nur  ein kurzer Tag“, summte eine  kleine  Fliege. „Ich denke“, sagte eine Biene, „dass das Leben die  Abwechslung  zwischen Arbeit und Nutznießung ist.“ Als Leben  sehe ich   nichts anderes , nur lautere Mühe, jammerte eine Ameise, die  ein Stück des Stiels  in  ihren Ameisenhaufen  schleppte.  Du hast recht, stimmte  ein Eichhörnchen zu. Das Leben ist eine schwierige  Nuss  zum Knacken. Der winzige Regen flüsterte. Das Leben, das sind Tränen, Tränen. Nein, das Leben ist immer eine sich ändernde Form“, donnerte eine  stürmische  Wolke. „Ich denke , das Leben  ist Freiheit  und Macht“, schrie  ein Adler, der hochschwebte. Die großen Tannenbäume neigten sich einander  zu und sagten und sagten zueinander. Das Leben  ist  eine  Anstrengung , immer höher  zu gelangen. Ich denke, dass das Leben das Neigen  vor der Macht ist“, sagt die Weide traurig. Es näherte sich die Nacht und sie seufzte.  Das Leben ist  nur ein Traum. Es kam die Nacht; alle ruhten aus, nur ein Gelehrter arbeitete  vertieft  an der Lösung seiner Aufgaben. Morgen muffelte  er für  sich selbst. Das Leben ist nur das Suchen. Am frühen Morgen kehrte   ein junger  Mann aus der Unterhaltung zurück  und  sagte: Das Leben ist die Sehnsucht nach  dem Vergnügen und  den Genüssen. Die Morgenröte begrüßte die Erde. Als ob sie der Umgebung  verkünden. Wir  sind  noch nicht am Tag. Wir sind nur das Vorzeichen des Tages. Bis hinter uns  folgt  volles   Sonnenlicht.  Hier auf der Erde ist nur der Beginn des Lebens. Das echte und vollkommene Leben wird bis in die Ewigkeit bestehen. Über  diese Aussagen  erschallt  die  Aussage  eines der über sich sagte. Ich bin das Leben; wer an mich glaubt, wird Leben haben, auch wenn er stirbt. Wer  mir folgt,  wird nicht  in der  Dunkelheit  wandeln. In ihm, in Christus, ist das  Leben. Über einen quälen wir uns nicht. Was würden Sie einem Menschen sagen, der den  elektrischen   Strom  erfinden möchte? Wir würden zu ihm sagen. Der elektrische  Strom  ist bereits erfunden. Wir müssen den Sinn des Lebens nicht suchen. Christus zeigte uns schon  den Sinn des Lebens. Es  hängt  von  uns ab,  in wem oder   wo wir  den Sinn des Lebens  suchen.  Christus  zwingt uns nicht, seine  Lehren   anzunehmen. Christus sollen wir   frei  und freiwillig folgen. Christus erfüllte stets den Willen Gottes und half den Menschen.  Sein Ziel  war die Menschen zu Gott  zu führen.  Mit  seiner Hilfe haben wir die Möglichkeit, das ewige Leben zu  erreichen.  Und wenn jemand sagt. Das ewige Leben , daran habe ich kein Interesse. Ich gebe alles für dieses irdische Leben. Was soll ich dazu sagen? Ein solcher Mensch ähnelt  einem Menschen, der ein  Königreich für  eine Schüssel  Linsen  verkauft hat. Noch niemand, der Christus folgte, hat es bereut.