Hl. Marta von Betanien

Jesus Christus, der zu Marta sagte: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Er sei mit euch.

Papst  Paul VI. hat  die hl. Marta wurde zur Schutzpatronin der italienischen Hoteliers  bestimmt. Der Vatikan  begründet   die Ernennung mit dem Beginn des 12. Kapitels des Johannesevangeliums, in dem es heißt. Sechs Tage  vor dem  Osterfest kam Jesus  nach Bethanien, wo Lazarus wohnte, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Dort bereitete man ihm  ein Gastmahl. Marta wartete auf Jesus.

Jesus, du hast  in allem den Willen des Vaters getan. Herr,erbarme dich  unser. 

Du hast  alles hingegeben, um dein Werk zu vollenden. Christus, erbarme dich unser.

Du vollendest, was wir  nicht zu  leisten vermögen, Herr,erbarme dich unser.

Es geht daraus hervor, dass die Schutzheilige der Arbeiterinnen – Dienstmägde, Hausfrauen, Köchinnen und Wäscherinnen – noch  ein neues, modernes Patronat zugewiesen  bekam, das  den Hotelwirten in  einem Land, in dem die Fremdenindustrie eine  der Haupteinnahmequellen ist. So reichen die  Heiligen  lebendig bis  in unsere Zeit und  wirken auf  ihre besondere Weise weiter in der Welt. Ihre Fürsprache  bei Blutfluss  geht nach einem  Bericht des  hl. Ambrosius darauf zurück, dass sie jene Blutflüssigkeit des Evangeliums gewesen sei,  die der  Herr geheilt  hat. Dadurch, dass die Stadt Tarascon  in Südfrankreich auf ihre  Fürsprache hin  im Jahre 1630 von der Pest verschont  blieb, wurde sie  neben  den  hl. Rochus  und   Sebastian   zu  einer  wirksamen  Helferin auch  in dieser  Not.  Nicht  zuletzt  ist sie  auch  Sterbepatronin.  Man sieht, die hl. Marta ist  eine vielseitige Heilige,  wie ihre  Stellung als  tüchtige, fleißige Herrin   des Hauses von Bethanien gewiss auch  vielerlei  Tun  umfasste.  Weil sie  als  Schwester des hl. Lazarus und der  hl. Maria Magdalena, die Jesus  oft gastlich  aufgenommen  hat, wird  „Gastwirtin des Herrn“ genannt. Die  hl. Marta wurde  zur  Personifikation  des tätigen  Lebens  im Gegensatz  zu ihrer Schwester  Maria, die  das  beschauliche  Leben  verkörpert.

Da Jesus Christus uns  nah und  unser  Mittler ist, dürfen wir  durch  ihn  zum Vater  beten. 

Es gibt ein Leben der  Herrlichkeit.  Es wird  denen zuteil, die  es  im Frieden suchen. Deshalb  bitten wir. 

Selig,die glauben an das wahre Leben und  eingehen in Gottes  Herrlichkeit.