Maria Aufnahme in den Himmel,C Lk 1, 39-56

 

Einführung

Das heutige Fest wird seit dem 5. Jahrhundert im Osten und seit dem 7. Jahrhundert im Westen gefeiert. Der Papst erklärte „Maria Aufnahme in den Himmel“ zum Glaubensartikel. Sind wir uns dessen bewusst, dass auch uns die Aufnahme in den Himmel erwartet?

Predigt

Wir haben gehört, was Maria über Gott sagt: „Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.” Lk 1,49. Maria glaubte an Gott. Sie freute sich darauf, mit Gott zu leben. Gott, der Maria große Dinge getan hat, will auch für uns große Dinge tun. Glauben wir das?
Schauen wir uns unsere Augen an. Woher haben wir sie? Woher habe ich meine Hände? Mein Leben, das ich Wohnen nenne. Es ist ein Geschenk Gottes. Bin ich Gott dafür dankbar? Gott geht aber noch weiter. Er bietet mir das Wohnen bei ihm im Himmel an. Wenn ich jedoch nicht lerne, für mein irdisches Leben dankbar zu sein, werde ich auch nicht dankbar sein für das Wohnen bei ihm im Himmel.

Jesus fordert die Apostel auf, sich keine Sorgen zu machen. Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um ihnen einen Platz vorzubereiten. Die Aufnahme in den Himmel wird mein zweites Wohnen sein. Glauben wir das? Stellen sie sich vor, dass Sie einen kleinen Jungen aus einem Kinderheim zu sich nehmen. Bübchen würde bei ihnen wachsen. Später würde er sagen: „Aber ich habe keine Mittel, mir ein Haus zu bauen. Sie würden ihm sagen: „Wir haben dich als unseren Sohn angenommen. Dieses eingerichtete Haus gehört dir auch. Aber er sagte weiter: „Ich habe kein Geld, um ein Haus zu bauen. Sie sagen: „Junge, freue dich. Wir haben dir ein Haus gebaut. Und wenn du kannst, sei uns ein wenig dankbar. Was würden wir solchem Buben sagen? Sind wir ihm nicht einmal ähnlich? Wir altern, wir haben ein Gefühl der Angst: Was wird mit uns passieren. Haben wir Angst? Vor was? Dass wir auf ein Leben mit Gott zielen. Jesus sagt zu uns. Habt keine Angst. Ihr habt einen Platz im Himmel bereit. Zählen wir damit? Danken wir Gott dafür? Danke, dass du mich bei dir haben willst.

Unser Elend ist, dass wir uns nicht darüber freuen können, was uns geboten wird. Wir müssen wissen, wen wir in den Himmel aufnehmen werden. Nur müssen wir uns darauf vorbereiten. Um wie viel hat uns Maria darin überholt! Ich habe mit mehreren Menschen gesprochen und gefragt, ob sie wüssten, dass sie im Himmel leben dürfen.  Und die Antwort war:  „Wir haben davon nichts gehört.”  Wir möchten den Himmel von Gott unabhängig machen. Aber einen Himmel ohne Gott gibt es nicht. Maria zeigt uns die bedeutenden Dinge, die Gott für sie getan hat. Maria hat Gott geglaubt. Gott zu glauben bedeutet, an seinen Plänen für menschliches Glück zu glauben. Lass uns ein wenig in der Stille bleiben.  Verzeih uns, dass wir vergessen haben, für das Leben, das wir von dir bekommen haben, dankbar zu sein. Und es fällt uns überhaupt nicht auf, dass sich das Leben im Himmel freut. Das alles nur, weil wir uns das nicht vorstellen können. Wir vertrauen wenig auf Gott. Bitten wir den Heiligen Geist, dass er unsere Augen öffnet, damit wir sehen, was du uns vorbereitet hast. Das hat der heilige Paulus geschrieben. Weder hat das Auge gesehen, noch hat das Ohr gehört, noch ist in das menschliche Herz eingegangen, was Gott für die bereitet hat, die ihn lieben.