Jesus Christus, der sagte dem der hat, wird gegeben und er wird im Überfluss haben“, sei mit euch.
Anlässlich des heutigen Evangeliums denken wir über unsere Tätigkeit des Wirtschaftens mit unseren Talenten nach. Über unsere Selbstverwirklichung, das Wirtschaften mit diesen Talenten, die Notwendigkeit, sie zu erweitern, und die Verantwortung, die wir für die uns anvertrauten Talente tragen.
Jesus, du hast uns die Güter dieser Welt anvertraut. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns berufen, dir in dieser Welt zu dienen. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst wiederkommen und von uns Rechenschaft verlangen. Herr, erbarme dich unser.
Machen wir einen kurzen Halt beim dritten Diener aus dem Gleichnis. Er ist die zentrale Persönlichkeit, eigentlich die tragische Gestalt des heutigen Gleichnisses aus dem Evangelium. Sein Versagen ist nicht das Böse, das er getan hat. Er lebte sein alltägliches Leben, er war nicht vorbestraft, wir wissen von ihm nichts Böses. Aber er hat auch nichts aus Faulheit oder Feigheit getan. Sein Problem war, dass er seinen Herrn völlig falsch verstanden hatte. Er wollte nur seinen Frieden und seine Sicherheit haben. Kein Risiko, kein Experimentieren mit dem anvertrauten Geld. Sind das nicht auch wir modernen Christen, die sich nach Frieden und Sicherheit sehnen? Irgendwie wollen wir nicht verstehen, was Jesus gesagt hatte. Ich brachte keinen Frieden, sondern das Schwert. In dieser Welt, die von Bösem und Tod beherrscht wird, gibt es grundsätzlich keine Sicherheit. Die einzige Sicherheit ist, dass der Herr kommen wird. Das ist bestimmt. Die Christen sollten wissen, dass sie Rechenschaft ablegen werden müssen, von den ihnen anvertrauten Talenten. Eins müssen wir uns versichern: Hier gilt das Motto nicht: Wer nichts tut, zerstört nichts und bekommt seine Belohnung. Daher ist es nach den Worten Jesu unsere Pflicht, mit den anvertrauten Talenten zu riskieren und sie zu erweitern, auch um den Preis eines Fehltritts.
Mit dem Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, dürfen wir bitten:
Jesus bringt Licht, bringt Heil und Frieden in die Herzen der Menschen, die ihm vertrauen:
Herr, du bist das ewige Licht in unserer Welt.